Saison 1953/54

Liga: DDR-Liga / Staffel 2

 

Vor Saisonbeginn stand für die BSG Chemie Großräschen mal wieder ein Staffelwechsel an. Zudem wurde die Teilnehmerzahl auf 14 Mannschaften erhöht. Im Großräschener Lager hatte man große Sorge, die DDR-Liga in dieser Spielzeit halten zu können. Altbewährte Stammkräfte wie Gerhard Jankowiak und Heinz Bergmann standen nicht mehr zur Verfügung. Dafür rückten talentierte Nachwuchskräfte wie Heinz Krining, Gerhard Langhammer und Max Pongratz nach, die nun in das Liga-Kollektiv integriert werden mussten. Die negativen Stimmen sollten zunächst recht behalten. Zwar gelang ein recht starker Saisonstart mit Platz 3 nach vier Spieltagen, danach ging es jedoch Schritt für Schritt bergab. Zum Jahresende 1953 war die Abstiegszone erneut sehr nahe, ehe eine Siegesserie im Januar 1954 (fünf Erfolge hintereinander) diese Talfahrt stoppte und die BSG Chemie Großräschen sogar wieder ins Vorderfeld der Tabelle katapultierte. Auf diese Erfolgssträhne aufbauend, wurde die Saison sicher zu Ende gespielt und zum Schluss stand ein nicht für möglich gehaltener, dafür aber um so höher einzuschätzender 5. Abschlussrang zu Buche.

 

 

Trainer: E. Lüddecke (Spielertrainer)

 

Spiele:

19.08.1953 TS Chemie - BSG Aktivist Senftenberg 3:7
29.08.1953 TS BSG Chemie Weißwasser - Chemie 1:2
06.09.1953 TS Chemie - BSG Aktivist Laubusch 3:1
13.09.1953 TS Chemie - BSG Motor Radeberg 4:0
20.09.1953 MS Chemie - BSG Motor Hennigsdorf 4:1
27.09.1953 MS BSG Motor Wismar - Chemie 2:1
04.10.1953 MS Chemie - BSG Empor Wurzen-West 3:1
07.10.1953 MS BSG Motor Süd Brandenburg - Chemie 0:1
11.10.1953 MS Chemie - BSG Motor Jena 0:3
18.10.1953 MS ZSK Vorwärts KVP Berlin - Chemie 3:1
25.10.1953 MS Chemie - BSG Einheit Greifswald 1:3
01.11.1953 MS BSG Chemie Glauchau - Chemie 3:0
08.11.1953 MS Chemie - BSG Motor Mitte Magdeburg 1:0
10.11.1953 TS Chemie - Bezirksauswahl der Roten Armee 4:0
15.11.1953 MS SG Wissenschaft Halle - Chemie 2:1
18.11.1953 MS Chemie - SG Dynamo Eisleben 2:1
22.11.1953 MS BSG Einheit Pankow - Chemie 1:0
29.11.1953 MS BSG Chemie Agfa Wolfen - Chemie 2:2
13.12.1953 TS BSG Motor Grimma-West - Chemie 0:1
26.12.1953 TS BSG Fortschritt Cottbus - Chemie 0:2
03.01.1954 MS Chemie - BSG Motor Wismar 3:1
10.01.1954 MS BSG Motor Hennigsdorf - Chemie 1:2
17.01.1954 MS Chemie - SG Wissenschaft Halle 4:1
24.01.1954 MS SG Dynamo Eisleben - Chemie 1:3
31.01.1954 MS Chemie - BSG Chemie Agfa Wolfen 4:2
07.02.1954 MS BSG Empor Wurzen-West - Chemie 1:0
14.02.1954 MS Chemie - BSG Motor Süd Brandenburg 3:0
21.02.1954 MS BSG Einheit Greifswald - Chemie 2:1
28.02.1954 MS Chemie - BSG Chemie Glauchau 2:3
06.03.1954 MS Chemie - ZSK Vorwärts KVP Berlin 2:3
14.03.1954 MS BSG Motor Mitte Magdeburg - Chemie 1:2
28.03.1954 MS BSG Motor Jena - Chemie 2:3
04.04.1954 MS Chemie - BSG Einheit Pankow 4:2
11.04.1954 TS BSG Einheit Hoyerswerda - Chemie 1:1
25.04.1954 TS Chemie - BSG Chemie Weißwasser 2:3
02.05.1954 TS BSG Aktivist Laubusch - Chemie 2:3
06.06.1954 TS BSG Einheit Meiningen - Chemie 3:1
07.06.1954 TS BSG Motor Breitungen - Chemie 3:5
12.06.1954 TS BSG Stahl Gröditz - Chemie 2:4
13.06.1954 TS Bezirksauswahl der Roten Armee - Chemie 4:1
02.07.1954 TS BSG Aktivist Brieske-Ost - Chemie 3:1

 

Abschlusstabelle:

Pl. Mannschaften Sp Tore Punkte
01. ZSK Vorwärts KVP Berlin                    26 79:28 43:9
02. BSG Chemie Glauchau 26 65:39 32:20
03. BSG Empor Wurzen-West 26 62:42 31:21
04. BSG Motor Mitte Magdeburg 26 47:36 29:23
05. BSG Chemie Großräschen 26 50:42 29:23
06. BSG Motor Jena 26 37:26 27:25
07. BSG Chemie Agfa Wolfen 26 44:50 27:25
08. SG Wissenschaft Halle 26 42:54 24:28
09. BSG Einheit Greifswald 26 44:54 24:28
10. BSG Motor Wismar 26 37:47 23:29
11. SG Dynamo Eisleben 26 40:58 23:29
12. BSG Motor Süd Brandenburg 26 41:51 22:30
13. BSG Einheit Pankow 26 30:56 19:33
14. BSG Motor Hennigsdorf 26 39:74 11:41

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Statistiken und Spielberichte

 

 

Testspiel am 19.08.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Aktivist Senftenberg 3:7

Am letzten Mittwoch schlug der Cottbuser Bezirksmeister Aktivist Senftenberg den Ligavertreter Chemie in Großräschen überraschend hoch mit 7:3 (3:2). Allerdings mussten die Platzherren auf die erkrankten Nowak und Wildner und den im Urlaub befindlichen Fünfert verzichten, für die die Nachwuchsspieler Schreiber, Pongratz und Wabnitz spielten. Ihnen mangelt es bei allem Talent an Härte und Erfahrung. Die neuformierte Chemie-Deckung wirkte zu offensiv und schaffte durch krasse Fehler die Voraussetzung zu den meisten Verlusttreffern. Im Angriff wurde zu viel innen und zu engmaschig gespielt. Der Gegner operierter geschickter, vor allem durch seine trickreichen Stürmer Franke und Jahn, die auch die Tore schossen. Ein großes Talent ist der Blondschopf Redlich, der einen klaren Blick für die Situation besitzt und mordsmäßig schießt.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 29.08.1953

BSG Chemie Weißwasser-West - BSG Chemie Großräschen 1:2

Stopper Wildner überragte

 

Am Sonnabend blieb Chemie Großräschen nach einem überaus fairen, schnellen Spiel in Weißwasser über den Gastgeber Chemie West mit 2:1 erfolgreich. Bei verteiltem Spiel und gleichen Chancen auf beiden Seiten hatte Großräschen etwas mehr Schussglück und übernahm bis zur Halbzeit die 2:0-Führung. Nach Maruschs Anschlusstor setzte Weißwasser die Gäste stark unter Druck, konnte aber den Gleichstand nicht mehr erreichen. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 06.09.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Aktivist Laubusch 3:1

Löben gelang Hattrick

 

Am Vortage ihrer Abreise ins Trainingslager nach Vetschau, welches unter der Leitung des Übungsleiters Lüddecke durchgeführt wird, trat Chemie Großräschen gegen den Bezirksligisten Aktivist Laubusch an. Beide Kollektive, die in guter Kondition antraten, boten den 800 Zuschauern über die 90 Minuten einen packenden Kampf, bei dem die Gäste zunächst durch Mudra in Führung gingen. Chemies Mittelstürmer Löben sorgte kurz vor der Pause für den Gleichstand. Die von Lüddecke angeordnete Offensive brachte nach dem Wechsel der Chemie-Elf den Führungstreffer, der ebenfalls auf das Konto Löbens ging. Eine zeitweilige von den Laubuschern erzielte leichte Feldüberlegenheit brachte nicht den erwünschten Erfolg, obwohl sichere Torchancen herausgespielt wurden, die aber die starke Chemie-Hintermannschaft immer wieder meisterte. Als schließlich die Chemiker wieder das Heft in die Hand nahmen, beschwor ihr Angriff mehrere brenzlige Situationen vor dem Gästetor herauf. Schlussmann Kursawe bewahrte jedoch seine Elf durch hervorragende Leistungen vor einer größeren Niederlage. In der 70. Minute war es erneut Löben, der mit einem prachtvollen Kopfstoß für die Einheimischen den endgültigen Sieg herstellte. Beide Schlussmänner waren zweifellos die stärksten Stützen ihrer Mannschaft. Bei Chemie wusste außerdem Fünfert durch seinen kraftvollen Torschuss zu gefallen. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:1 Löben, W.

2:1 Löben, W.

3:1 Löben, W. (70.min.)

 

Zuschauer: 800


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 13.09.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Radeberg 4:0

Großräschens Chemie-Elf hatte es sich nicht nehmen lassen, auch während ihres Trainingsaufenthaltes in Vetschau zu einem Freundschaftsspiel gegen die Dresdener Bezirksligaelf Motor Radeberg nach Großräschen zu kommen. Das Spiel, das mit einem Selbsttor des Radebergers Zumpel begann, stand bis zum Wechsel durch weitere Tore von Fünfert und Langhammer bereits 3:0 für Chemie. In der 68. Minute konnte Riesner den vierten Treffer erzielen. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Eigentor

2:0 Fünfert, R.

3:0 Langhammer, G.

4:0 Riesner, T.

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

1. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 20.09.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Hennigsdorf 4:1 (2:0)

Großräschen schlug Hennigsdorf mit 4:1

 

Wie im vergangenen Jahr, so hatte auch diesmal Chemie Großräschen einen guten Start in die neue Fußball-Meisterschaftssaison. Die Gäste, Motor Hennigsdorf, die erst mittags aus dem Trainingslager kamen, verfügten über eine ausgezeichnete Kondition. Nach 30 Minuten übernahm Chemie bereits die Führung  Den wenige Minuten später von Werschke scharf abgefeuerten 30-Meter-Schuss musste der ausgezeichnete Torhüter Schlüter ebenfalls passieren lassen. Mit 2:0 für Chemie wurden die Seiten gewechselt. Dieser Wechsel schien auch eine Wandlung im Spielgeschehen mit sich zu bringen, denn Motor drückte energisch und erzielte in der 62. Minute durch Brinkmann den Anschlusstreffer. Sich auf ihre Stärke besinnend, nahmen die Einheimischen das Heft wieder fest in die Hand, und wieder war es Nowack, der mit seinem Schuss ins Schwarze traf. Damit war das Spiel entschieden. Den Gästen gelangen wohl noch einige Durchbrüche, im Ergebnis jedoch änderte sich zunächst nichts. Eine Minute vor dem Abpfiff beförderte Nowack den Ball durch Scherenschlag geschickt in den gegnerischen Strafraum und blitzschnell schoss Fünfert unhaltbar ein. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Nowak, H. (03.min.)

2:0 Werschke, G. (26.min.)

3:1 Nowak, H. (67.min.)

4:1 Fünfert, R. (89.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Fritsche (Potsdam)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, M. Pongratz (62. G. Langhammer), H. Nowak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

2. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 27.09.1953

BSG Motor Wismar - BSG Chemie Großräschen 2:1 (1:0)

Ein Spiel sehr starker Hintermannschaften

 

Beide Mannschaften begannen das Spiel mit schnellen Angriffen, doch konnten zunächst von beiden Sturmreihen keine klaren Torchancen herausgespielt werden, da beide Hintermannschaften dominierten. In der 39. Minute fiel dann der erste Treffer.

Sofort nach der Pause erzielte Großräschen durch ein Missverständnis in der Wismaraner Hintermannschaft das Ausgleichstor. Doch postwendend ging Motor erneut in Führung. Chemie kam nun stark auf. Schnurrbusch war oft Retter in höchster Not. Auch die Latte und der Pfosten mussten ein paarmal für den schon geschlagenen Torwart retten. Zum Schluss des Spiels machte sich Motor wieder frei und erzwang verteiltes Feldspiel. Die Chemiker nahmen in der 85. Minute Wildner ins Angriffszentrum, doch auch er konnte das Endergebnis nicht mehr beeinflussen. Bei Motor sind besonders Minuth und Schweiß herauszuheben, bei Großräschen gefielen Wildner und Löben.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

1:1 Fünfert, R. (48.min.)

 

Zuschauer: 5100


Schiedsrichter: Sasse (Halle)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, M. Pongratz (65. G. Langhammer), H. Nowak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

3. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 04.10.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Empor Wurzen-West 3:1 (1:1)

Spitzenreiter wurde geschlagen

 

Im zweiten Heimspiel der neuen Fußball-Meisterschaftssaison vermochten sich wiederum die Chemie-Sportler erfolgreich gegen einen der stärksten Widersacher durchzusetzen. Mit unbändigem Kampeifer gingen die Gastgeber ins Spiel und brachten die Empor-Mannschaft, die sich oft in Schönspielerei verlor, aus dem Konzept. Als nach 20 Minuten Spieldauer Löben von rechts flankte, köpfte Fünfert geschickt zum Führungstreffer ein. Jedoch sorgte Keil II postwendend für den Gleichstand. Der Kampf hatte seinen Höhepunkt, als Fünfert wenige Minute nach der Pause zum 2:1 für Chemie einschoss. Die Gäste, die sich nicht geschlagen geben wollten, versuchten das Steuer noch herumzureißen, doch fehlte ihrem Sturm in Tornähe die nötige Konzentration. Schließlich musste sich die Empor-Elf einen dritten Treffer der Räschener durch Langhammer gefallen lassen.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Fünfert, R. (20.min.)

2:1 Fünfert, R. (56.min.)

3:1 Langhammer, G. (65.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Knott (Einsiedel)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, G. Langhammer, H. Nowak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

4. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 07.10.1953

BSG Motor Süd Brandenburg - BSG Chemie Großräschen 0:1 (0:0)

In der 71. Minute fiel die Entscheidung

 

Schon lange vor Beginn dieses Pubktspiels gegen Chemie Großräschen hatten sich vor dem Werner-Seelenbinder-Sportplatz lange Schlangen gebildet. So war es kein Wunder, dass bei Spielbeginn 6000 Brandenburger dicht an dicht den Platz umsäumten. Leider, das wollen wir vorwegnehmen, hat das Spiel die Erwartungen nicht ganz erfüllt, wenn auch die Gäste dank ihres größeren Einsatzes den Kampf gerecht mit 0:1 gewannen. Anfangs schien es, als ob es ein Kampf auf Biegen und Brechen werden würde. Beide Sturmreihen zeigten schöne Kombinationszüge, doch im Strafraum war man zu unentschlossen. Immer wurde der Ball noch einmal abgespielt, anstatt einen herzhaften Torschuss zu versuchen. In der 9. Minute hatten die Brandenburger ihre erste Großchance, als Pohl Linksaußen Wühn I in aussichtsreicher Position den Ball zuspielte. Dieser umspielte sogar noch den Torwart, blieb dann aber an einem Verteidiger hängen. Auf der anderen Seite schien in der 42. Minute der Führungstreffer fällig. Hier rettete aber der Torpfosten für den bereits geschlagenen Moritz.

In der 2. Halbzeit wechselte man den Halbrechten Juchert bei Motor Süd aus, aber auch Klaetsch machte es nicht besser. Vor allen Dingen ließ die Elf Kampfgeist vermissen. Die Gäste waren schneller am Ball und erzielten jetzt eine Feldüberlegenheit, die ihnen auch in der 71. Minute den Sieg bedeutenden Treffer einbrachte. Nun ein wildes Aufbäumen der Brandenburger. Doch in dieser Zeit zeigte es sich, dass die Gäste die Routine besaßen, um ihren knappen Torvorsprung zu halten.

 

Quelle: Brandenburger Neueste Nachrichten

 

Torschütze:

0:1 Langhammer, G. (71.min.)

 

Zuschauer: 5800


Schiedsrichter: Strobel (Greifswald)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak (88. H. Zinnert) - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, G. Langhammer, H. Nowak, W. Löben (50. M. Pongratz), G. Werschke, R. Fünfert

5. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 11.10.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Jena 0:3 (0:3)

Erste Niederlage für Chemie Großräschen

 

Auf eigenem Platz erlitt Chemie Großräschen die erste Niederlage in dieser Punktspielserie. Mit Motor Jena stellte sich eine Fußball-Elf vor, die schon nach wenigen Minuten das Spielgeschehen bestimmte. In den ersten 30 Minuten erzielte die Mannschaft die drei Treffer für ihren über die gesamte Spielzeit unangefochtenen Sieg. Chemie hatte sich zwar vorgenommen, in der zweiten Spielhälfte das Blatt zu wenden, doch alle energisch geführten Angriffe blieben nur Stückwerk. Die geschlossene Abwehr der Jenaer und Torsteher Jahn waren unüberwindlich. Während bei Motor Jena Schnieke und Torsteher Jahn durch besonders gute Leistungen auffielen, waren es bei Chemie Großräschen Ratajczak und Lüddecke, die ihr Kollektiv vor einer größeren Niederlage bewahrten.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Koch (Berlin)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, G. Langhammer, H. Nowak, W. Löben (40. J. Wienicke), G. Werschke, R. Fünfert

6. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 18.10.1953

ZSK Vorwärts KVP Berlin - BSG Chemie Großräschen 3:1 (2:0)

Vorwärtsstart war bestechend - aber dann...

 

Die bedauernswerten Großräschener guckten recht dumm aus der Wäsche, wie man so volkstümlich zu sagen pflegt, als sie vom Anpfiff weg überrannt wurden und fünfzehn Minuten hindurch keine Bande fanden. Stellungsspiel, Kombinationen und Gewitztheit der Vorwärts-Elf waren für das Auge verblüffend und für Großräschen zum Haareraufen. Aus allen Lagen beschossen die Stürmer der KVP das Gegentor, statt der zwei Treffer in dieser Zeit hätten gut und gernauch vier oder fünf im Chemie-Tor sitzen können. Erst dann fing sich Großräschen und spielte einen seiner besten Trümpfe, die Schnelligkeit aus, um ebenfalls zum Erfolg zu kommen. In Löben fand sich bald der erste Anwärter für Torerfolge. Doch erst, als es schon zu spät war, gelang ihm ein zählbarer Treffer. Im übrigen hinderten ihn der diesmal famos reagierende Jaschke und die betonharte Abwehr daran, mehr Unheil anzurichten. Die andere Stärke Großräschens, auf dem Rechtsaußenposten - Händler ließ sich reichlich oft überspielen - wurde ebenfalls nicht genutzt. Und mit Unfairness war bei Vorwärts schon gar kein Blumentopf zu gewinnen. Hierdurch und weil es einige Stürmer von Vorwärts offenbar nicht mehr nötig hatten, musste das Spiel nun verflachen. Eine Sonder-Foul-Prämie verdient der Chemie-Verteidiger Riesner. Mindestens vier- oder fünfmal musste er von Schiedsrichter Töllner ermahnt werden, ehe er von der eigenen Mannschaft (!) unsanft des Feldes verwiesen wurde. So gut Schiedsrichter Töllner anfangs sein Amt versah, so bedauerlich war danach seine Kompromissbereitschaft gegenüber dem Foulspiel.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

3:1 Löben, W. (70.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Töllner (Rostock)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, K. Ferenz, G. Langhammer (74. M. Pongratz), H. Nowak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

7. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 25.10.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Greifswald 1:3 (1:1)

Chemie Großräschen 3:1 geschlagen

 

Chemie Großräschen hätte bereits in der ersten Spielminute den Führungstreffer erzielen können, hätte Pongratz mehr Einsatz gezeigt, als er wenige Meter vor der Torlinie von Einheit Greifswald den Ball am Fuß führte. Nach vielen Angriffen gelang Fünfert in der 28. Minute das 1:0. Den Ausgleich erzielte der talentierte Drechsel noch vor dem Wechsel, als sich die Chemie-Hintermannschaft einen groben Deckungsfehler erlaubte.

Nach der Pause warf die Chemie-Elf alle verfügbaren Kräfte in den Angriff. Pongratz wurde ausgewechselt und durch den noch an einer Halskrankheit leidenden Langhammer ersetzt, der aber auch nicht so recht zum Zuge kam. Mitten in diese Angriffsaktionen hinein fiel ebenfalls durch Drechsel überraschend der Führungstreffer der Gäste. Obwohl Chemie das Rennen nicht aufgab und nachdem Wildner in den Angriff ging, das gegnerische Tor bestürmte, fiel nicht der verdiente Ausgleichstreffer. Das Gegenteil war der Fall. In den fast völlig ungedeckten Strafraum der Chemie-Elf stieß der Gegner mit wenigen Spielern vor und erzielte den dritten Treffer.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschütze:

1:0 Fünfert, R. (28.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Wolz (Bautzen)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, H. Nowak, E. Lüddecke, K. Ferenz, M. Pongratz (46. G. Langhammer), J. Wienicke, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

8. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 01.11.1953

BSG Chemie Glauchau - BSG Chemie Großräschen 3:0 (0:0)

Starke Abwehrreihen - schwache Stürmer

 

Wenn auch das Ergebnis ziemlich eindeutig ausgefallen ist, so darf man sich dadurch nicht über den wahren Spielverlauf hinwegtäuschen lassen. Verdient ist der Sieg aber zweifellos. Die Begegnung stand im Zeichen starker Hintermannschaften, aber schwacher Stürmerleistungen. Das trifft vor allen Dingen auf die Gäste zu, die im allgemeinen enttäuschten. Befriedigen konnte lediglich das Abwehrzentrum, wo besonders Mittelverteidiger Wildner eine ansprechende Partie lieferte und durch geschicktes Stellungsspiel dem Glauchauer Innensturm viel Bewegungsfreiheit nahm. Trotz ansprechenden Feldspieles vermisste man im Sturm das notwendige Reaktionsvermögen, um zwingende Torgelegenheiten verwerten zu können, wie es besonders kurz nach Beginn des Spieles der Fall war. Sonst wäre es für Glauchau ungünstiger gekommen. Die Einheimischen gestalteten besonders die erste Spielhälfte zu ihren Gunsten, wobei beide Außenläufer als unermüdliche Ankurbler auffielen. Es wurde aber zu wenig geschossen. Zudem konzentrierte man die Angriffsaktionen übermäßig viel auf den Innensturm.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser ins Spiel und brachten die Glauchauer zunächst in Verwirrung. Mit ziemlicher Mühe gelang es, Tore zu verhindern. Als der erlösende Führungstreffer fiel, setzten die Platzbesitzer zu einem großartigen Endspurt an.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 4000


Schiedsrichter: Lehnigk (Vetschau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, S. Wildner, W. Ferenz, E. Lüddecke, K. Ferenz, M. Pongratz, H. Krining, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

9. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 08.11.1953

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Mitte Magdeburg 1:0 (1:0)

Wieder ein Sieg für Chemie Großräschen

 

Vor etwa 1000 Zuschauern standen sich in Großräschen mit Motor Mitte Magdeburg und Chemie Großräschen zwei Mannschaften gegenüber, die im wahrsten Sinne des Wortes um den Gewinn zweier Punkte rangen. Galt es doch für die Gäste ihre Position in der Spitzengruppe zu festigen und für Chemie wieder ins Mittelfeld der Tabelle vorzustoßen. Bereits in den Anfangsminuten hatten beide Stürmerreihen zwingende Torchancen, die aber im Übereifer vergeben wurden. Als in der 14. Minute Löben Rechtsaußen Wienicke mit einer Steilvorlage einsetzte, erzwang dieser mit einem Flachschuss das einzige Tor dieses Spieles. Noch vor dem Wechsel bot sich den Gästen durch einen Elfmeterball eine Chance zum Ausgleich, die aber Koch vergab, in dem er den Ball an den Pfosten schoss.

Das in der zweiten Halbzeit keine weiteren Treffer erzielt wurden, war das Verdienst beider Hintermannschaften, die den oft nicht zielstrebigen Fünferreihen keine Gelegenheit zum Torschuss ließen. Ragten aus der Chemie-Elf Wildner und Nowak heraus, waren es bei Magdeburg Thorhauer und Kümmel, die ihre Mitspieler überragten.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschütze:

1:0 Wienicke, J. (14.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Vogel (Karl-Marx-Straße)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, K. Ferenz, J. Wienicke (46. G. Langhammer), W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

Testspiel am 10.11.1953

BSG Chemie Großräschen - Bezirksauswahl der Roten Armee 4:0

In einem äußerst fairen Fußball-Freundschaftsspiel unterlag eine sowjetische Armee-Auswahlmannschaft gegen Chemie Großräschen mit 0:4. Der sowjetische Trainer sagte zum Abschied: „In diesem Kampf ging es nicht darum, große Lorbeeren zu ernten, sondern im Vordergrund stand in erster Linie, die Freundschaft zwischen unseren Völkern zu vertiefen.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

10. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 15.11.1953

SG Wissenschaft Halle - BSG Chemie Großräschen 2:1 (1:0)

Studenten nach der Pause in Bedrängnis

 

Infolge des fast während des ganzen Spiels niedergehenden Sprühregens war die Rasenfläche im Kurt-Wabbel-Stadion recht glatt geworden und es gab viele Stürze und Fehlschläge. Beide Mannschaften lieferten sich ein hochanständiges Spiel. Die Gäste spielten kraftvoller und versuchten durch sofortige Weitergabe der Bälle und Flügelspiel zum Ziele zu kommen. Da aber die Hintermannschaft von Wissenschaft sehr konsequent abdeckte, gelangen Chemie nur selten Spielzüge über mehrere Stationen. In der ersten Hälfte erreichte Wissenschaft eine klare Feldüberlegenheit, es war aber ein Fehler von den Studenten, Wendt etwas zurückgezogen spielen zu lassen, so dass oft in entscheidenden Augenblicken der fünfte Angriffsspieler fehlte. Dabei wurde diesmal der Sturm von der Hintermannschaft, die endlich mit schnellen und teilweise recht guten Vorlagen aufwartete, starke Unterstützung zuteil. Großchancen vergab der Angriff der Studenten, da die Steilvorlagenoft zu spät erfolgten und Chemie in der Abwehr aufopfernd verteidigte, wobei vor allem Lüddecke und Zinnert glänzten.

Ganz anders nach Wiederbeginn. Wissenschaft wurde stark zurückgedrängt. Der Chemie-Sturm war aber nicht entschlossen genug, und die Torschüsse erfolgten überhastet. Bei einem schnellen Vorstoß konnte Schüßling auf 2:0 erhöhen. Gegen die nun verstärkte Hintermannschaft der Hallenser kamen die Grünweißen nur selten zu klaren Torgelegenheiten.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

2:1 Ferenz, K. (85.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Benedix (Treffurt)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - T. Riesner, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, K. Ferenz, G. Langhammer, W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

11. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 18.11.1953

BSG Chemie Großräschen - SG Dynamo Eisleben 2:1 (1:1)

Bei herrlichem Herbstwetter und guten Platzverhältnissen erlebten die bereits skeptisch gewordenen Großräschener Fußballanhänger einen dramatischen Kampf, der erst wenige Minuten vor Schluss von der Chemie-Elf zu ihren Gunsten entschieden wurde. Nachdem Löben in der 27. Minute durch ein prächtiges Kopfballtor seine Elf in Führung gebracht hatte, lief das Sturmspiel der Chemie-Elf immer schwungvoller. Jedoch zu langes Ballführen, ungenaues Zuspiel und Schusspech verscherzten die oft gut eingefädelten Angriffe. Überraschend kam der Ausgleich, den Rehbein wenige Minuten vor der Pause durch Nachschuss erzielte. Ferenz I, der in der Aufbauarbeit und im kämpferischen Einsatz Hervorragendes leistete, erzielte in der 84. Minute das Siegtor.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Löben, W. (27.min.)

2:1 Ferenz, K. (84.min.)

 

Zuschauer: 1100


Schiedsrichter: Friebel (Blankenburg)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, K. Ferenz, T. Riesner, W. Löben (80. M. Pongratz), S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

12. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 22.11.1953

BSG Einheit Pankow - BSG Chemie Großräschen 1:0 (1:0)

Der knappe Sieg geht auf Grund des flinkeren, dem Gegner in technischer Hinsicht um einiges überlegenen Berliner Sturmes vollauf in Ordnung. Wenn auch nicht verkannt werden darf, dass der Erfolg bis zur letzten Minute am seidenen Faden hing, als die Gäste in den Schlussminuten mit 6 Mann - wiederholt schalteten sich Lüddecke und Nowak (Wildner wurde Mittelverteidiger) mit ein - mit aller Macht um den Ausgleich kämpften. Beide Deckungsreihen blieben den Nachweis ihrer Zuverlässigkeit schuldig. Zu allem Glück aber standen in der Berliner Abwehr mit Spieckenagel und Schulz (nicht immer mit klarem Schlag!) noch zwei Aktivposten. Die Gästeverteidigung war oft offen wie ein Scheunentor, ohne Stellungsspiel und genauem Abschlag (Nowak, Brauer, Pongratz). Unermüdlich sich um das Sturmspiel bemühend der Routinier Lüddecke mit weitem Aktionsradius.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 500


Schiedsrichter: Vogel (Karl-Marx-Stadt)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, T. Riesner (62. W. Löben), G. Werschke, S.Wildner, K. Ferenz, R. Fünfert

13. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 29.11.1953

BSG Chemie Agfa Wolfen - BSG Chemie Großräschen 2:2 (2:1)

Trainer Lüddecke hatte Sorgen. Er schilderte vor dem Spiel die schlechten Verhältnisse für die Spieler in Großräschen, die ungenügenden Voraussetzungen beim Training usw. Wer nachher seine Mannschaft im Spiel sah, der muss die Elf bewundern, wieviel Frische sie sich dennoch bewahrt hat und mit welch vorbildlichem Kampfgeist sie ihr Spiel absolvierte. Sie hatte in Wolfen nichts zu verlieren, sondern alles zu gewinnen. Dieser unbeugsame Wille zum Sieg war in jeder Phase des Kampfes sichtbar. Nie ließ sie sich durch Rückschläge verblüffen, sondern kämpfte sich immer wieder heran. Ihre weiträumigen, schnellen Angriffe brachten immer wieder Verwirrung, und ihr schönster Lohn war der Ausgleich buchstäblich in letzter Sekunde. Wolfen dagegen scheint sich zum Unentschieden-Spezialisten zu entwickeln. Sieben Unentschieden in einer Halbserie sind ein bisschen zuviel, und sie zeugen davon, dass man noch weit von der Form entfernt ist, die Siege garantiert. Hatte die erste Halbzeit noch Niveau, so sah man in der zweiten viel Leerlauf. Es gelang jetzt selten, die gegnerische Deckung auszuspielen. War es trotzdem der Fall, dann wurden die sich bietenden Gelegenheiten in unmöglicher Weise vergeben. In dieser Verfassung und mit so wenig Kampfgeist kann man keine Spiele gewinnen.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 Löben, W. (24. min.)

2:2 Wildner, S. (90.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Häger (Eisleben)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer, H. Nowak, T. Riesner, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben (76. W. Ferenz), K. Ferenz, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

Testspiel am 13.12.1953

BSG Motor Grimma-West - BSG Chemie Großräschen 0:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 26.12.1953

BSG Fortschritt Cottbus - BSG Chemie Großräschen 0:2

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein konnte der Bezirksklassenvertreter Fortschritt Cottbus auf eigenem Platz vor 2000 Zuschauern das Freundschaftsspiel gegen die DDR-Ligaelf von Chemie Großräschen völlig offen halten, obwohl Räschen durch ein von Löben in der 5. Minute erzieltes Tor schon 1:0 führte. Erst Mitte der zweiten Spielhälfte gelang es Ferenz I mit einem Kopfball das 2:0 herzustellen. Die Gäste kamen dann besser zum Zuge, obwohl, wie schon während der gesamten Spielzeit, ein Klassenunterschied nicht zu verspüren war. Während bei der Chemie-Elf besonders Wildner und Lüddecke gefielen, hatten die Einheimischen diesmal keine herausragende Spielerpersönlichkeit. Beide Mannschaften hatten mit Ersatz spielen müssen. Das Fehlen von Nowak machte sich genauso nachteilig bei Räschen bemerkbar, wie das Fehlen von Nölscher bei Cottbus.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

0:1 Löben, W. (05.min.)

0:2 Ferenz, K.

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

14. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 03.01.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Wismar 3:1 (2:1)

Motor Wismar in Großräschen geschlagen

 

Seit längerer Zeit spielte Chemie Großräschen wieder einmal vor heimischen Zuschauern. Obwohl schneebedeckter Boden und anhaltender Schneefall das Spielgeschehen stark beeinträchtigten, wurde der Kampf über die 90 Minuten temporeich und spannend gestaltet. Als die Gästemannschaft in der 34. Minute, durch einen Abwehrfehler der Chemie-Hintermannschaft begünstigt, die Führung übernahm, kam erst Leben in die Chemie-Angriffsreihe. Ferenz I und Wildner brachten die Chemie-Elf in Führung. In der 50. Minute sorgte Fünfert für den endgültigen Sieg der Platzbesitzer. Bei Chemie Großräschen ragten besonders Lüddecke und Ferenz I heraus.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:1 Ferenz, K. (40.min.)

2:1 Wildner, S. (42.min.)

3:1 Fünfert, R. (50.min.)

 

Zuschauer: 700


Schiedsrichter: Janda (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, H. Nowak, T. Riesner, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben, K. Ferenz, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

15. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 10.01.1954

BSG Motor Hennigsdorf - BSG Chemie Großräschen 1:2 (1:1)

Umstrittenen Freistoß zum Sieg genutzt

 

Hennigsdorf hatte diesmal der Gefahr über die Stränge schlagender Fanatiker von vornherein Einhalt geboten. Durch Flugblätter und Worte des Trainers Udo Meier wurde über einen Funkwagen den Enthusiasten vor dem Spiel eine kleine Lektion erteilt. Wie gut diese Vorsichtsmaßnahme war, zeigte sich, als es zum Ende der Spielzeit zu einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung kam, die den Hennigsdorfern ihren schon sicher gewähnten Punkt entführte. Wer hatte "Hand" gemacht, Hennigsdorf oder Großräschen? Feststeht auf jeden Fall, dass Löben die Situation schneller als die protestierende heimische Abwehr ergriff, den Freistoß für Großräschen zu einem schnellen Vorstoß ausnützte, seinen Mittelstürmer glänzend bediente und den von Brust knapp abgewehrten Ball zum siegbringenden Tor einschoss. Bester Mann, wenn auch viel zu eigensinnig, war Dose. Sein Eifer und Einsatz überragte alles. Doch auch diesmal fehlte die rechte Harmonie im Sturm, weil Brinkmann sehr wenig brachte. Röstel war schon am Beginn des Spiels angeschlagen und hatte in Riesner einen sehr cleveren Gegner vor sich, so dass es auch auf dieser Seite nicht voll klappte. Zudem machte man den Fehler, viel zu lange mit dem Ball im hohen Schnee zu laufen. Großräschen versuchte es mit weichen, hohen Vorlagen, und siehe da, das klappte besser. Vom technisch schönen Spiel war allerdings bei ihnen kaum etwas zu entdecken. Gefallen haben uns beide ersten Tore. Wildners Kopfstoß, den er unmittelbar auf eine Ecke hin verwandelte, und auch Doses aus kurzer Drehung heraus unerwartet eingeschossener Treffer. Nicht gefallen haben uns in mehr als einem Punkt die Abwehrreihen, besonders auf den rechten Seiten. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Wildner, S. (19.min.)

1:2 Löben, W. (86.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Hilsing (Frankfurt/Oder)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, H. Nowak, T. Riesner, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben, K. Ferenz, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

16. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 17.01.1954

BSG Chemie Großräschen - SG Wissenschaft Halle 4:1 (2:1)

Auch im dritten Spiel siegte Großräschen

 

Auch das dritte Meisterschaftsspiel der 2. Halbserie gegen Wissenschaft Halle endete mit einem eindeutigen Sieg für Chemie Großräschen. Platz und Witterungsverhältnisse beeinflussten das Spiel stark, so dass die technische Seite in keiner Phase des Kampfes zu ihrem Recht kam. Die mit der Windrichtung spielenden Studenten aus der Saalestadt übernahmen in der ersten Viertelstunde durch ihren Linksaußen Kaminski die Führung. Zwei prachtvolle Kopfballtore von Chemie stellten dann den 2:1-Halbzeitstand her. Nach dem Wechsel erzielte Wildner den dritten Treffer für die Platzbesitzer. Der spannende Kampf endete mit einem vierten Treffer von Fünfert. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:1 Löben, W. (18.min.)

2:1 Löben, W. (27.min.)

3:1 Wildner, S. (47.min.)

4:1 Fünfert, R. (80.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Schumberg (Heidenau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben, K. Ferenz, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

17. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 24.01.1954

SG Dynamo Eisleben - BSG Chemie Großräschen 1:3 (0:2)

In einem äußerst schnellen Treffen erwiesen sich die Gäste aus Großräschen kämpferisch viel stärker als erwartet, vor allem ihre Hintermannschaft, in der Stopper Nowak, der Spieler-Trainer Lüddecke und Torwart Zinnert herausragten. Die Eislebener hatte spielerische Vorteile, aber das Schmerzenskind, der Sturm, zeigte keinen Einsatz und verzettelte sich mit der übertrieben engen Spielweise.

Als die Einheimischen nach dem Wechsel pausenlos stürmten, konnten sie lediglich den 2:0-Vorsprung Großräschens verkürzen. Es sah in dieser Zeit keinesfalls nach einem Sieg von Großräschen aus, denn Dynamo drückte mächtig, und nur selten starteten die Gäste mit vereinzelten Durchbrüchen. Chancen für Eisleben gab es genug, sie führten jedoch zu keinen weiteren Erfolgen. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Kühnert (12.min.)

0:2 Wildner, S. (36.min.)

1:3 Wildner, S. (75.min.)

 

Zuschauer: 2500


Schiedsrichter: Lehnigk (Vetschau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, W. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben, Kühnert, S. Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

18. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 31.01.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Chemie Agfa Wolfen 4:2 (2:1)

Großräschen schlug auch Chemie Wolfen

 

Großkampfstimmung herrschte am Sonntag in Großräschen, als es bereits in der ersten Viertelstunde 2:0 für die Platzbesitzer hieß. Rechtsaußen Wienicke war der glückliche Torschütze, der nach längerer Pause wegen Verletzung zum ersten Male wieder zum Einsatz kam und dem Großräschener Angriff die nötige Durchschlagskraft verlieh. Durch eine schwache Abwehrleistung der Großräschener Hintermannschaft vermochten die Gäste durch ihren Halblinken Flieger noch vor der Pause auf 1:2 heranzukommen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit beherrschte zunächst Chemie Wolfen das Spielgeschehen und erreichte durch Dennecke den Gleichstand. Als Wienicke drei Minuten später einige Gegenspieler umspielte und zu Werschke flankte, schoss dieser kurzentschlossen am Torwart Schreiber vorbei zum 3:2 ein. In der 68. Minute stellte Löben das 4:2 her. 

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Wienicke, J. (02.min.)

2:0 Wienicke, J. (17.min.)

3:2 Werschke, G. (58.min.)

4:2 Löben, W. (68.min.)

 

Zuschauer: 700


Schiedsrichter: Engelhardt (Zwickau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert (65. G. Langhammer)

19. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 07.02.1954

BSG Empor Wurzen-West - BSG Chemie Großräschen 1:0 (0:0)

Abgesehen von den wenigen nicht ungefährlichen und meist vom zurückgezogenen Mittelstürmer Wildner eingeleiteten Durchbrüchen der Chemie-Elf lagen die Wurzener laufend im Angriff. Eine großartige Abwehrleistung der Gäste, voran Torwart Zinnert und Mittelläufer Nowak, ließen jedoch zählbare Erfolge der Muldestädter lange nicht zu. Die Einheimischen zeigten technisch klar bessere Leistungen und versuchten auch immer wieder, im Gegensatz zu den Gästen, den Ball flach zu halten. In Tornähe scheiterten jedoch Wurzens zu eng eingeleiteten Angriffe, wobei die Außenstürmer zu viel nach innen drängten, immer wieder an der massierten und auch recht harten Chemie-Deckung scheiterten. Schon bis zur Pause brannte es mehrmals lichterloh vor dem Großräschener Tor, und war der ausgezeichnete Schlussmann Zinnert schon überwunden, dann rettete noch ein Abwehrspieler auf der Torlinie. Bei entschlossenerem Torschuss der Emporstürmer musste schon bis zur Halbzeit ein dem Spielverlauf nach verdienter Torvorsprung herausgeschossen sein.

Nach Wiederbeginn änderte sich am Spielgeschehen nichts. Selten konnten die Gäste bis in den Empor-Strafraum vordringen, während auf der Gegenseite die Großräschener Abwehr, die durch vieles Ballausschlagen über die Zeit zu kommen suchte, anhaltend stark unter Druck gesetzt war. Als der Wurzener Klamt, der schon vorher mit Kötting und Kotte den Wurzener Strafraum erfolgreich abschirmte, 20 Minuten vor Spielschluss für den verletzt ausscheidenden Hinneburg mit in den Angriff ging, kam die bis dahin schwer zu erschütternde Chemie-Abwehr doch ins Wanken.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Unterdammer (Lichtensee)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

20. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 14.02.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Süd Brandenburg 3:0 (2:0)

Großräschen siegte mit 3:0 Toren

 

Das Spiel Chemie Großräschen gegen Motor Süd Brandenburg wurde durch den Schnee stark beeinträchtigt. Obwohl die Chemie-Elf bereits in der 1. Halbzeit durch Löben und Wienicke mit 2:0 in Führung lag, vermochte sie nicht in gewohnter Weise anzugreifen. Viel zu lange wurde der Ball gehalten, so dass es zu keinem flüssigen Kombinationsspiel kam. Die Gäste, die sich sehr schnell mit den Bodenverhältnissen abfanden und zeitweilig im Spiel überlegen waren, ließen jedoch in Tornähe jegliche Zielstrebigkeit vermissen. Schließlich war es erneut Löben, der mit einem platzierten Schuss den Gästetorsteher zum dritten Male bezwang. Die Gäste versuchten im letzten Drittel des Spieles das Resultat für sich günstiger zu gestalten. Die taktfeste Abwehr des Platzbesitzers ging jedoch auf kein Risiko ein.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:0 Löben, W. (30.min.)

2:0 Wienicke, J. (44.min.)

3:0 Löben, W. (50.min.)

 

Zuschauer: 1100


Schiedsrichter: Kuhnert (Dresden)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

21. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 21.02.1954

BSG Einheit Greifswald - BSG Chemie Großräschen 2:1 (2:0)

Holzes Können strahlte Ruhe und Sicherheit auf seine gesamte Abwehr aus, in der neben dem Mittelverteidiger alle Kräfte einschließlich des Tormanns ihre Leistungen zu steigern vermochten. Hanne als einziger Verbindungsmann zwischen Deckung und Vorderreihe wurde das Pensum nie zu viel. Die Taktik hatte sogar Erfolg, denn Sass II als zusätzlicher Stürmer bedeutete Druckverstärkung auf das gegnerische Tor. Chemies guter Start ließ für Greifswald Böses ahnen, doch verbrannte das Strohfeuer nach 12 Minuten, als Wildner von Holze klar beherrscht wurde und durch Rochaden nach außen keine Bewegungsfreiheit erhielt. Drechsel und Tews bereiteten vorbildlich den 1. Treffer vor. Hoffmann glänzte in bester Spiellaune und auch die übrigen Stürmer gefielen. Großräschen missfiel durchaus nicht und versuchte ebenfalls über die Flügel raumgriefend und zweckmäßig zum Erfolg zu kommen. Der Schneeboden behagte Chemie allerdings weniger. Der Antritt war schwer, die Torschüsse kamen zu ungenau oder blieben aus. Zweimal schien Kopp schon überwunden und nur mangelnde Schusskraft verhinderte einen Großräschener Treffer. Als gegen Ende Chemie nochmals versuchte, den Ausgleich zu erreichen, stand die Einheit-Deckung voll auf dem Posten. Hapke pfiff korrekt, doch hätte er besser daran getan, sich von den zweifelhaften Entscheidungen der Linienrichter nicht mehrfach negativ beeinflussen zu lassen.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

2:1 Fünfert, R. (72.min.)

 

Zuschauer: 3500


Schiedsrichter: Hapke (Rostock)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, H. Nowak, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke (68. G. Langhammer), W. Löben, S.Wildner, G. Werschke, R. Fünfert

22. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 in Großräschen-Süd am 28.02.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Chemie Glauchau 2:3 (2:2)

Nur 20 Minuten Großräschener Ansturm
 

Infolge starker Niederschläge in der vergangenen Nacht war der Chemie-Platz in Großräschen Mitte unbespielbar, so dass das Spiel in Großräschen Süd mit 40 Minuten Verspätung zur Austragung gelangen musste. Auf die ungewöhnliche Vorgeschichte, die dieser Meisterschaftskampf hatte, kann aus Platzmangel leider nicht näher eingegangen werden. Fest steht auf jeden Fall, dass es bei den derzeitigen Wiiterungsverhältnissen unbedingt notwendig wäre, das die angesetzten Schiedsrichter schon am Sonnabend anreisen. Der Kampf hatte Spannung und viele Höhepunkte. Nachdem Krause, der auch gleichzeitig aktiv an den Boxmeisterschaften teilnimmt, gesperrt ist, und Nowak erkrankte, war Lüddecke zur Umstellung seiner Elf gezwungen. Nach Erkrankung stand erstmalig wieder Ferenz II in der Verteidigung. Im Glauchauer Angriff wirkte erstmalig über 90 Minuten der 18jährige Hähle mit und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Viel zu umständlich operierte Großräschens Angriff und ließ günstige Torgelegenheiten gleich in den Anfangsminuten aus, während die Gäste einen zweckmäßigen Fußball spielten und die sich bietenden Torchancen restlos ausnutzten. Als es dann eine Minute vor dem Wechsel schließlich 2:2 hieß, glaubte man an eine Wendung im Spielgeschehen. Jedoch ungenaues Zuspiel und vor allem viel zu langes Ballschleppen ließ in den Reihen der Großräschener kein flüssiges Kombinationsspiel zustande kommen. Wie schon so oft, fand sich Großräschen erst in den letzten 20 Minuten und versuchte mit aller Macht, das Steuer herumzureißen. Wienicke wurde ausgewechselt und Wildner als zusätzlicher Angriffsspieler nach vorn geschickt. Zwar erlangte der Platzbesitzer ein Übergewicht und bestürmte das gegnerische Tor unaufhörlich, jedoch der Gegner war geschickt und routiniert genug, seinen verdienten Sieg erfolgreich zu verteidigen.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:2 Löben, W. (37.min.)

2:2 Löben, W. (44.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Stahn (Görlitz)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer, S. Wildner, W. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke (70. G. Langhammer), K. Ferenz, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

23. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 06.03.1954

BSG Chemie Großräschen - ZSK Vorwärts KVP Berlin 2:3 (1:3)

ZSK Vorwärts KVP siegte nur knapp
 

2500 Zuschauer erlebten am vergangenen Wochenende in Großräschen einen Fußballkampf, der keine Wünsche offen ließ. Bei diesem Treffen war längere Zeit unverkennbar, dass das Spiel von ZSK Vorwärts Berlin ideenreicher und flüssiger wirkte. Die Gastgeber konnten dieses Plus der Gäste nur durch vorbildlichen Kampfgeist wettmachen. Weigel und Mücklich entschieden mit je einem Treffer schon in der ersten halben Stunde den Kampf für die Volkspolizisten. Zwar gelang den Gastgebern noch vor dem Wechsel durch ein prachtvolles Kopfballtor von Löben der Anschlusstreffer, doch postwendend erhöhten die Gäste aber das Resultat auf 3:1.

Die zweite Halbzeit verlief im Zeichen erbitterter Angriffe der Großräschener, denen sich die Volkspolizisten zunächst noch erfolgreich widersetzen konnten. Als dann Fünfert den zweiten Anschlusstreffer für die Gastgeber erzielte, kam Leben in die Reihen der Chemieelf. Trotz vieler Torchancen für Großräschen änderte sich bis zum Schlusspfiff am 3:2-Sieg der Gäste nichts mehr.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

1:2 Löben, W. (23.min.)

2:3 Fünfert, R. (56.min.)

 

Zuschauer: 2500


Schiedsrichter: Trumm (Dresden)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, T. Riesner, E. Lüddecke, M. Pongratz, W. Löben, K. Ferenz, J. Wienicke, G. Werschke (56. G. Langhammer), R. Fünfert

24. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 14.03.1954

BSG Motor Mitte Magdeburg - BSG Chemie Großräschen 1:2 (0:2)

Wildner war Kochs "Schutzengel"
 

Magdeburgs Fußballfreunde sind Kummer gewöhnt, auch diesmal mussten sie lange zuschauen, wie die Mannschaft aus Großräschen in der ersten Spielhälfte das Spiel diktierte, wie ihre eigene Elf immer mehr in die Defensive gedrängt wurde. Zugegeben, dass nicht ein Spiel wie das andere sein kann, aber was am Sonntag im Heinrich-Germer-Stadion geboten wurde, war nicht viel. Die Magdeburger mussten auch in diesem Spiel auf die Verletzten Ilsch, Kümmel und Holke verzichten und hatten dazu noch das Pech, dass der nach seiner noch nicht ausgeheilten Verletzung zu früh eingesetzte Thorhauer in der zweiten Spielhälfte nur noch als Statist mitwirken konnte. Auch die Gäste hatten nicht ihre stärkste Elf zur Stelle. Der Wind ließ keine technischen Feinheiten im Spiel zu, aber man hätte gerade deshalb das Leder unbedingt flach halten müssen, dann wäre die Ballkontrolle leichter gewesen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Magdeburger die klar bessere Elf. Die Abwehrreihen der Gäste erwiesen sich aber als stärkster Mannschaftsteil und vermochten alle Angriffe der Motor-Fünferreihe abzuwehren. Koch wurde von Wildner scharf bewacht und verstand es auch selten, sich von seinem Gegner zu lösen. Der Sturm vergab Torchancen am laufenden Band. Der mit Abstand beste Spieler auf dem Felde war Torhüter Zinnert. Das Spiel bewegte sich in der zweiten Halbzeit oft an der Grenze des Erlaubten. Schiedsrichter Sasse fand zu dieser Härte keine Einstellung. Als Unparteiischer sollte er den Mut aufbringen, bei absichtlichem Foulspiel im Strafraum den erforderlichen Strafstoß zu verhängen und nicht beide Augen zuzudrücken.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Werschke, G. (23.min.)

0:2 Fünfert, R. (42.min.)

 

Zuschauer: 12000


Schiedsrichter: Sasse (Halle)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - W. Ferenz, S. Wildner, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, Brachwitz (58. G. Langhammer), W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

25. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 21.03.1954

BSG Chemie Großräschen ==> spielfrei

26. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 28.03.1954

BSG Motor Jena - BSG Chemie Großräschen 2:3 (1:2)

Unentschlossene Motor-Elf ließ sich überraschen

Großräschen blieb dem Ruf als Kampfmannschaft nicht schuldig. Große Schnelligkeit und eine erstaunlich gute Kondition waren die Grundlagen zu dem Erfolg. Jenas Abwehr fand sich nur schwer bei den über die schnellen Flügel vorgetragenen schwungvollen Angriffen zurecht. So wurde sie durch die schnellen Anfangserfolge überrascht. Die technischen Vorteile lagen sichtbar auf Seiten der Jenaer, aber letzter Einsatz und genaue Manndeckung im Strafraum ließen die Motor-Spieler nicht zu Erfolgen kommen. Allerdings erleichterten sie der Chemie-Abwehr die Arbeit durch ihre Unentschlossenheit und ihr teilweise eigensinniges Spiel. Man kann fast von einem Spiel der verpassten Gelegenheiten sprechen. Klare Torchancen wurden von den Jenaern ausgelassen. Schnieke wurde von dem jungen Pongratz zwar gut bewacht, doch war er trotzdem Jenas stärkster Stürmer. Leider blieben aber die Zweikämpfe nicht immer sauber, da der alte Routinier dem jungen Spieler technisch doch überlegen war. Chemie Großräschen hatte in Wildner und Lüddecke sowie Torwart Zinnert überragende Abwehrspieler. Im Sturm gefielen die Halbstürmer, die auch bei der starken Überlegenheit von Motor in der zweiten Halbzeit ständig für Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgten. Einen Elfmeter, den Schiedsrichter Scherf nach unserer Meinung als Konzession gab, da er vorher ein offensichtliches Handspiel von Wildner im Strafraum nicht ahndete, konnte Neuendorf nicht verwandeln.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Wienicke, J. (07.min.)

0:2 Langhammer, G. (09.min.)

1:3 Langhammer, G. (71.min.)

 

Zuschauer: 8000


Schiedsrichter: Scherf (Limbach)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - S. Brauer (70. J. Krause), S. Wildner, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, G. Langhammer, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

27. Spieltag der DDR-Liga / Staffel 2 am 04.04.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Pankow 4:2 (3:1)

Einheit-Angriff steigerte sich nach der Pause

Bei der richtigen Einstellung zum Spiel und Gegner zog zunächst Chemie, ehe sich die Gäste gefunden hatten, mit zwei Toren davon. Schwungvolle und mit großer Schnelligkeit über die Flügel vorgetragene Angriffe waren die Grundlage zum Erfolg. Dann aber kam eine schwache Viertelstunde. Die Gäste vermochten sich aus der Umklammerung zu befreien und erzielten durch ihren agilen Grille einen Anschlusstreffer. Als dann aber Wienicke mit einer Steilvorlage davonjagte und die Einheit-Hintermannschaft auf abseits reklamierte, schob er das Leder unter Spieckenagel hindurch zum 3:1 ins Netz.

War der Chemie-Angriff in der ersten Halbzeit von einer sprühenden Spiellaune beseelt, so wirkte er über weite Strecken der zweiten Halbzeit recht harmlos. Viel zu spät kamen die Vorlagen, so dass er sich immer wieder von der geschickten Gäste-Hintermannschaft in die gestellte Abseitsfalle locken ließ. Erst der zweite Treffer der Gäste löste das Signal zum Endspurt aus, den Fünfert mit einem Scharfschuss, nachdem wenige Minuten vorher Werschke das Leder gegen den Pfosten geknallt hatte, mit 4:2 abschloss. Konnte der Gästesturm in der ersten Halbzeit nicht gefährlich werden, so operierte er im zweiten Durchgang um so druckvoller. Aus ihm ragte Grille heraus. Dank der aufopfernden Arbeit der Chemie-Hintermannschaft, die während dieser Zeit vom Angriff wenig unterstützt wurde, vermochte Chemie dennoch den Sieg sicherzustellen. Aus der Chemie-Mannschaft ragten der unermüdliche Lüddecke und der technisch versierte Werschke heraus.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Wienicke, J. (15.min.)

2:0 Langhammer, G. (23.min.)

3:1 Wienicke, J. (36.min.)

4:2 Fünfert, R. (81.min.)

 

Zuschauer: 1300


Schiedsrichter: Claus (Rosswein)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - J. Krause, S. Wildner, K. Ferenz, E. Lüddecke, M. Pongratz, J. Wienicke, G. Langhammer, W. Löben (75. W. Ferenz), G. Werschke, R. Fünfert

Testspiel am 11.04.1954

BSG Einheit Hoyerswerda - BSG Chemie Großräschen 1:1

Einheit  Hoyerswerda erkämpfte sich ein Unentschieden
 

Im Freundschaftsspiel zwischen Einheit Hoyerswerda und Chemie Großräschen musste die DDR-Ligaelf von Großräschen alles aufbieten, um sich wenigstens ein Unentschieden zu erkämpfen. Die Chemie-Elf zeigte ein technisch reiferes Spiel und war im Spielaufbau genauer. Dieses Plus der Gäste glich Hoyerswerda durch einen sehr guten Kampfgeist aus. Durch ein Tor von Rechtsaußen Seliger lag Einheit bis zur 86. Minute mit 1:0 in Führung. Erst dann kam Großräschen zum verdienten Ausgleichstreffer. Rechtsverteidiger Hoffmann fälschte einen Flankenball mit dem Kopf ab und Torwart Buder konnte das Leder nicht mehr erreichen.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschütze:

1:1 Eigentor (86.min.)

 

Zuschauer:

 

Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 25.04.1954

BSG Chemie Großräschen - BSG Chemie Weißwasser-West 2:3

Das im Anschluss an den Waldlauf durchgeführte Fußballfreundschaftsspiel zwischen Chemie Großräschen und dem Bezirksmeister Chemie Weißwasser begeisterte die 800 Zuschauer nicht. Wildner konnte wohl in der zweiten Minute Großräschen mit 1:0 in Führung bringen, konnte aber nicht verhindern, dass Chemie Weißwasser mit 3:2 als Sieger den Platz verließ.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschützen:

 

Zuschauer: 800


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 02.05.1954

BSG Aktivist Laubusch - BSG Chemie Großräschen 2:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 06.06.1954

BSG Einheit Meiningen - BSG Chemie Großräschen 3:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 07.06.1954

BSG Motor Breitungen - BSG Chemie Großräschen 3:5

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 12.06.1954

BSG Stahl Gröditz - BSG Chemie Großräschen 2:4

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 13.06.1954

Standortauswahl Cottbus der Roten Armee - BSG Chemie Großräschen 4:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 02.07.1954

BSG Aktivist Brieske-Ost - BSG Chemie Großräschen 3:1

Aktivist Brieske-Ost siegte im Nachtspiel
 

Am Vorabend des Tages des deutschen Bergmannes standen sich in Senftenberg auf dem Sportplatz an der Briesker Straße in einem Freundschaftsspiel unter Tiefstrahlern Aktivist Brieske-Ost und Chemie Großräschen gegenüber, das die Bergarbeiter auf Grund größerer Spielroutine, technisch reiferer Spielweise und größerer Schusskraft im Sturm gewannen. Nach 26 Minuten Spieldauer hieß es 1:0, als ein Fernschuss des Briesker Linksaußen Wachtel unerreichbar für den ausgezeichneten Großräschener Torwächter Zinnert den Weg ins Netz fand. 4 Minuten später erhöhte Lemanczyk auf 2:0, ehe für Chemie Linksaußen Fünfert den Anschlusstreffer erzielen konnte. In der 71. Minute sorgte dann abermals Lemanczyk für den dritten und damit den Siegtreffer für Aktivist Brieske-Ost.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau

 

Torschütze:

2:1 Fünfert, R. (50.min.)

 

Zuschauer: 6000


Schiedsrichter: Stahn (Senftenberg)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - K. Ferenz, Kabiersch (Gastspieler BSG Chemie Schwarzheide), W. Ferenz, H. Schulze, H. Nowak, Knobloch (Gastspieler BSG Chemie Schwarzheide), W. Löben, G. Langhammer, G. Werschke, R. Fünfert

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