Saison 1951/52

Liga: DS-Liga / Staffel 1

 

Die Umbenennung der Staffeln in "1" und "2" (statt "Nord" und "Süd") schien formal nur ein Verwaltungsakt gewesen zu sein, für die BSG Chemie Großräschen bedeutete dies jedoch den "Umzug" in die andere Staffel. Statt an die Küste ging es nun mehrheitlich in den Süden der Republik, was auch gleichzeitig bedeutete, dass die Spielstärke der neuen Liga wesentlich höher lag als in der Vorsaison. Trotzdem gelang es der BSG Chemie Großräschen, sich ständig im Mittelfeld der Tabelle aufzuhalten, was hauptsächlich an der eigenen Heimstärke lag, und sich somit weiter an das gestiegene Niveau im DDR-Maßstab zu gewöhnen.

 

 

Trainer: H. Ulbricht

 

Spiele:

23.07.1951 TS BSG Aktivist Welzow - Chemie 2:4
30.07.1951 TS BSG Einheit Brandenburg - Chemie 2:4
08.09.1951 MS BSG Fortschritt Weißenfels - Chemie 2:0
16.09.1951 MS Chemie - BSG Einheit Leipzig-Ost 3:2
23.09.1951 MS Chemie - SG Deutsche Volkspolizei Weimar 1:2
30.09.1951 MS BSG Empor Lauter - Chemie 2:1
07.10.1951 MS SG Lichtenberg 47 - Chemie 2:4
14.10.1951 MS BSG Chemie Lauscha - Chemie 6:1
21.10.1951 MS Chemie - BSG Fortschritt Cottbus 2:1
28.10.1951 MS SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - Chemie 0:0
04.11.1951 MS Chemie - BSG Stahl Magdeburg 0:2
11.11.1951 MS BSG Motor Nordhausen-West - Chemie 6:1
18.11.1951 MS Chemie - BSG Einheit Schwerin 2:0
  TS Chemie - BSG Chemie Schwarzheide 1:1
06.01.1952 MS BSG Fortschritt Cottbus - Chemie 1:5
13.01.1952 MS Chemie - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:1
20.01.1952 MS BSG Stahl Magdeburg - Chemie 3:1
27.01.1952 MS BSG Einheit Leipizig-Ost - Chemie 4:1
03.02.1952 MS Chemie - BSG Motor Nordhausen-West 3:2
10.02.1952 MS Chemie - SG Lichtenberg 47 3:0
17.02.1952 MS Chemie - BSG Chemie Lauscha 3:0
24.02.1952 MS SG Deutsche Volkspolizei Weimar - Chemie 4:2
02.03.1952 MS Chemie - BSG Fortschritt Weißenfels 3:0
16.03.1952 MS Chemie - BSG Empor Lauter 4:1
30.03.1952 MS BSG Einheit Schwerin - Chemie 1:0
06.04.1952 TS SG Süden Forst - Chemie 2:3
04.05.1952 PS BSG Aktivist Welzow - Chemie 1:2
08.05.1952 TS BSG Aktivist Brieske-Ost - Chemie 0:1
24.05.1952 TS Chemie - 1. FC Neukölln 2:1
25.05.1952 TS BSG Stahl Freital - Chemie 1:0

 

Abschlusstabelle:

Pl. Mannschaften Sp Tore Punkte
01. BSG Empor Lauter                                 22 45:22 33:11
02. BSG Motor Nordhausen-West 22 54:32 30:14
03. BSG Fortschritt Weißenfels 22 37:23 27:17
04. BSG Stahl Magdeburg 22 47:30 25:19
05. SG Deutsche Volkspolizei Weimar 22 33:31 25:19
06. BSG Einheit Leipizig-Ost 22 46:28 24:20
07. SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 22 36:33 24:20
08. BSG Chemie Großräschen 22 43:42 23:21
09. BSG Chemie Lauscha 22 38:38 16:28
10. BSG Einheit Schwerin 22 18:56 16:28
11. BSG Fortschritt Cottbus 22 22:41 14:30
12. SG Lichtenberg 47 22 17:60 7:37

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Statistiken und Spielberichte

 

 

Testspiel am 23.07.1951

BSG Aktivist Welzow - BSG Chemie Großräschen 2:4

Zweite Halbzeit entschied für DS-Ligavertreter

 

Einen schweren Stand hatte der DS-Ligist Chemie Großräschen, der sich erst in der zweiten Halbzeit gegen Aktivist Welzow mit 4:2 (2:2) Toren behaupten konnte. Wienicke und W. Ferenz hatten Chemie bis zur 29. Minute mit 2:0 in Führung gebracht, jedoch glich der ehrgeizige Landesligist noch bis zum Wechsel durch Barsch und Hönisch aus. Nach dem dritten Tor, erzielt von K. Ferenz, resignierten die Welzower etwas, und Großräschen nutzte diesen Schock, erneut durch K. Ferenz, zum siegbringenden vierten Treffer aus.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Wienicke, J.

0:2 Ferenz, W. (29.min.)

2:3 Ferenz, K.

2:4 Ferenz, K.

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 30.07.1951

BSG Einheit Brandenburg - BSG Chemie Großräschen 2:4

Schwache Sturm-, starke Abwehrreihen

 

Die Gäste aus der Lausitz hielten nicht das, was die Zuschauer von einem DS-Ligisten erwarteten. Im Sturm überzeugten nur Nagel und Werschke. Löben hatte dagegen einen ausgesprochen schwarzen Tag. Die Hintermannschaft kam trotz umständlicher Spielweise des Brandenburger Sturmes oftmals durcheinander und konnte nicht alle Schwächen verdecken. Brandenburg hatte trotz der vier Treffer in der Abwehr den stärksten Mannschaftsteil, vor allem Torwart Grogorius, eine Neuerwerbung, gefiel außerordentlich. Erstaunlich gut auch das Durchhalten des 42jährigen Boberg, der als Ersatzmann aus der Altersklasse einsprang. Die Läuferreihe muss noch konsequenter decken und genauer abspielen, während im Angriff nur beide Außenstürmer einen starken Eindruck hinterließen. Der gesamte Innensturm, das Schmerzenskind, ist außer Palinski noch schwach in der Ballannahme und ungenau im Zusammenspiel. Lommatzsch und Hoffmann fielen besonders durch Umständlichkeit und Langsamkeit auf. Ferenz nutzte gleich zu Beginn einen Deckungsfehler zum Führungstreffer aus. Das zweite Tor erzielte Nagel, der an seinem zu weit aufgerückten Bewacher Komnick vorbeiging. Nach dem Brandenburger Ausgleich, kurz nach dem Wechsel, hatten die Gastgeber mehrfach Gelegenheit zum Führungstreffer, doch ließ mangelnde Konzentration en nicht dazu kommen. Dagegen schraubte Nagel auf eine Fünfert-Vorlage und nach einem herrlichen Alleingang, bei dem er auch den Torwart umspielte, das Ergebnis auf 4:2.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Ferenz, K. (08.min.)

0:2 Nagel, W. (20.min.)

2:3 Nagel, W. (75.min.)

2:4 Nagel, W. (83.min.)

 

Zuschauer: 500


Schiedsrichter: Köpke (Wusterhausen)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, Böhme, K. Ferenz, W. Löben, W. Nagel, G. Werschke, R. Fünfert

1. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 08.09.1951

BSG Fortschritt Weißenfels - BSG Chemie Großräschen 2:0 (0:0)

Schussgewaltiger Straube

 

In seinem ersten Punktspiel traf Weißenfels in Großräschen auf einen Gegner, der zwar zu spielen und zu kämpfen versteht, der aber die Zuschauer wegen fortwährender Unsportlichkeiten nicht zu begeistern vermag. Die Fortschritt-Elf drückte von Beginn an aufs Tempo und belagerte das Tor der Gäste. Schüsse um Haaresbreite daneben oder an die Latte ließen sofort Großkampfstimmung aufkommen. Mit viel Glück gelang es dem sich verbissen wehrenden Schlussviereck der Großräschener die Lage zu meistern und gegen Ende der ersten Halbzeit das Spiel offen zu gestalten. Nun wollten es auch die Gäste wissen. Völlig freistehend vor dem Tor jagte Ferenz das Leder über das Gehäuse. Kritisch für den Gastgeber wurden die Schlussminuten der ersten Halbzeit, als Liebschner einen Handelfmeter verhängen musste. Doch Rosenheinrich ließ Riesner keine Chance und parierte großartig. Nach torlosem Seitenwechsel war es bereits in der zweiten Minute Straube, der durch einen seiner bekannten Freistöße aus 40 Metern seine Farben in Führung bringen konnte. Dennoch schien es im Fortschritt-Sturm nicht mehr so richtig zu klappen, zumal Linksaußen Wenzel nicht seinen besten Tag hatte und auch Reinhardt seine rasanten Einzelaktionen vermissen ließ. Diese Schwäche erkannte der Gegner und drückte auf den Ausgleich. Die stahlharte Weißenfelser Hintermannschaft, die durch den Rechtsverteidiger, der von der konsequenten Mann-Deckung des öfteren abging, immer wieder überzeugen konnte, hat diesen Kampf gewonnen. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff war es wiederum Straube, weitaus bester Mann auf dem Platze, der unter dem Jubel der Siebentausend einen Foul-Freistoß aus 20 Metern zum 2:0 verwandelte.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 7000


Schiedsrichter: Liebschner (Weißenfels)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, J. Wienicke, W. Nagel, W. Löben, G. Werschke, K. Ferenz

2. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 16.09.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Leipzig-Ost 3:2 (0:2)

Die Wenigsten der Zuschauer hatten nach Abschluss der ersten Halbzeit mit einem Sieg der Großräschener Mannschaft gerechnet. Zu sehr hatte sich Einheit-Ost durch ein gefälliges Passspiel die Begeisterung der Großräschener Zuschauer erworben, während die Einheimischen bis zum Wechsel völlig außer Tritt waren. In erster Linie hatten es die Chemie-Spieler ihrem Mittelläufer Nowak zu verdanken, dass bis zur Pause nur die beiden Treffer in der 12. Spielminute durch Wagner und in der 33. Minute durch Alt fielen.

Zum Erstaunen der gesamten Zuschauer bot die zweite Halbzeit ein verändertes Bild. Die Einheimischen hatten sich jetzt besonnen und in kurzer Zeit siefte der Kampfgeist über die Technik. Mit seinen zu sehr in die Breite getriebenen Angriffen wurde der Sturm von Einheit-Ost durch die jetzt bessere Abwehr der Großräschener laufend gestoppt. Es nützte den Gästen nichts, dass sich Duffke und Sommer unermüdlich in das Sturmspiel ihrer Mannschaft einschalteten. Großräschen mit der nach dem Wechsel veränderten Läuferreihe Jankowiak-Wildner-Nowak brachte ständig aus der Hintermannschaft die Bälle in den Sturm und in der 73. Spielminute war durch den völlig freistehenden Fünfert der Anschlusstreffer da. Es dauerte nicht lange, da hieß es durch einen Kopfball von Fünfert 2:2 und neun Minuten vor Schluss war Wienicke aus 16 m Entfernung der Schütze des goldenen Siegtores. Bei Einheit-Ost gefielen uns am besten der linke Läufer Sommer und im Sturm der Halblinke Wagner. Ohne Tadel waren bei Großräschen Zinnert im Tor und Läufer Nowak.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:2 Fünfert, R. (73.min.)

2:2 Fünfert, R. (80.min.)

3:2 Wienicke, J. (81.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Schönebeck (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, J. Wienicke, B. Ratajczak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

3. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 23.09.1951

BSG Chemie Großräschen - SG Deutsche Volkspolizei Weimar 1:2 (1:2)

Erster Sieg der Volkspolizisten

 

Dieses Spiel war keine große Offenbarung. Wieder einmal mehr gingen die Zuschauer in Großräschen enttäuscht vom Platz. Nicht die 1:2-Niederlage der Einheimischen ist hieran schuld, sondern die leichtsinnige Spielweise der Großräschener Hintermannschaft innerhalb der ersten Halbzeit war der Grund dieses Ärgernisses. Innerhalb der ersten 45 Minuten schoss Laloucek für die technisch gut spielenden Weimarer nach zwei groben Deckungsfehlern die entscheidenden Tore, und damit war der Sieg für die Volkspolizisten gesichert. Ein gerechter Kritiker wird ohne weiteres den Großräschenern die Möglichkeit eines leistungsgemäßen Unentschieden einräumen. Obwohl in der Hintermannschaft in den ersten 45 Minuten große Fehler gemacht wurden, verlor die Mannschaft in der Gesamtheit nicht die Nerven und setzte nach dem Wechsel die Weimarer unter Druck. Besonders müssen hierbei Mittelstürmer Löben und die Läufer Wildner und Nowak hervorgehoben werden. Die Hereinnahme von Nagel brachte im Großräschener Sturm keine Verstärkung. Ratajczak war technisch besser und hat keineswegs weniger als Nagel gezeigt. Bei VP Weimar gefiel am besten der zweifache Torschütze Laloucek, Linksaußen Linke war als einer der schnellsten anzusehen.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

1:0 Fünfert, R. (07.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Bolte (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, J. Wienicke, B. Ratajczak (46. W. Nagel), W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

4. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 30.09.1951

BSG Empor Lauter - BSG Chemie Großräschen 2:1 (1:1)

Knapper Sieg in klassearmer Begegnung

 

In den letzten zwei Jahren hat man in Lauter wohl kein so klassearmes Spiel gesehen, wie dieses. Wenn man an die Glanzzeiten des Lauterer Fußballs zurückdenkt, dann ist es einfach unvorstellbar, wie eine Mannschaft in einer solch erschreckenden Weise nachlassen kann. Von der einstigen ausgezeichneten Flachkombination ist nichts, aber auch gar nichts mehr übriggeblieben. Besonders katastrohal aber war die erste Hälfte des Spiels. Die gesamte Lauterer Mannschaft zeigte während dieser Zeit keinen Lichtblick. Ganz abgesehen davon, dass man sich das hohe Lauf- und Stoßspiel aufdrängen ließ, fehlte jeder Zusammenhang. Die abgespielten Bälle landeten größtenteils beim Gegner, und selbst die Einsatzfreudigkeit, durch die die Gäste ihrem systemloen Spiel immerhin einigen Druck verschafften, fehlte den Platzleuten vollkommen. Erst nachdem 13 Min. nach dem Wechsel die Lauterer das zweite Tor geschossen hatten, bekam ihr Spiel einigermaßen Farbe. Man spielte flach und schneller ab und zwang dadurch den Gegner fast ausschließlich in die Defensive. Da man aber wieder in übertriebene Innenkombinationen verfiel und darüber hinaus im Strafraum der letzte Einsatz fehlte, gelang es nicht, die Abwehr noch einmal entscheidend zu überwinden. Anstatt nach dem Führungstreffer der Platzleute alles auf eine Karte zu setzen und den Sturm nach vorn zu werfen, waren die Chemiespieler krampfhaft bemüht, weitere gegnerische Erfolge zu verhindern, während der vorn gelassene Drei-Mann-Sturm nicht mehr gefährlich wurde. In der achten Minute schloss Nagel einen Angriff von rechts mit einem Schrägschuss ab. Der Ball flog an dem herauslaufenden Riedel vorbei ins leere Tor. Den Ausgleichstreffer schoss Espig auf Vorlage von Friedrich in der 39. Minute und Schneider sandte in der in der 58. einen abgewehrten Ball mit Scharfschuss ein. Wenn von beiden Mannschaften überhaupt ein Spieler verdient, hervorgehoben zu werden, so ist das der Gäste-Mittelläufer Wildner, dem es die Mannschaft in erster Linie zu verdanken hat, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Hildner (Weimar) leitete straff, aber bei der allgemein fairen Spielweise beider Mannschaften hatte er kein schweres Amtieren.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

0:1 Nagel, W. (08.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Hildner (Weimar)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, W. Löben, B. Ratajczak, W. Nagel, G. Werschke, R. Fünfert

5. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 07.10.1951

SG Lichtenberg 47 - BSG Chemie Großräschen 2:4 (1:0)

Nur Kondition fehlte Lichtenberg

 

Die verheerenden Niederlagen der letzten vierzehn Tage haben die Lichtenberger zur Selbstbesinnung gebracht, so dass sie nunmehr mit aller Macht und allem dazu nötigen sportlichen Ehrgeiz um dien Ligaerhalt kämpfen werden. Vielleicht bringen auch Biber und Markowski, die das Training wieder aufgenommen haben, sowie Sperling und Sauer, die in der so einmalig erfolgreichen Jungliga-Elf Nordsterns eine gute Rolle spielten und die jetzt über Pankow zu den Lichtenbergern stießen, den nötigen Auftrieb. Nur Kondition fehlte diesmal zum Erfolg.

Die erste Halbzeit stand klar im Zeichen der Lichtenberger, die auch durch Sarow zum verdienten Führungstreffer kamen. Ein Elfmeter brachte den Großräschenern den Ausgleich, und ihr Linksaußen ließ sie 2:1 in Führung gehen. Zwar konnte Sarow postwendend ausgleichen, aber zwei schwere Abwehrfehler brachten die Großräschener 4:2 nach vorn. Sarow war trotz seiner zwei Tore von erschreckender Konditionsschwäche, desgleichen der hüftsteife Prabutzki und Spanke, der nur in der ersten Halbzeit ansprechend spielte. Schwarzer ließ besonders in der zweiten Halbzeit schwerwiegende Fehler in seinem Deckungsspiel erkennen.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

 

Zuschauer: 350


Schiedsrichter: Kittler (Markranstädt)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, J. Wienicke, B. Ratajczak, W. Löben, G. Werschke, R. Fünfert

6. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 14.10.1951

BSG Chemie Lauscha - BSG Chemie Großräschen 6:1 (2:0)

Lauscha ein eindrucksvoller Sieger

 

Die Lauschaer hatten alles, die Großräschener nichts zu verlieren. Unter diesem Motto stand auch sichtlich das Spielgeschehen, das in den zweiten 45 Minuten rasch und eindrucksvoll und überlegen von den spielfreudigen Thüringern gestaltet wurde. Die schönen Flachpassfolgen und vielseitige Kombinationen ließ der diesmal auch schussfreudige Sturm der Lauschaer aber vermissen. Hervorragend wirkten die beiden Außenläufer Beck und Gropp, die stärker das Mittelfeld beherrschten. Nur durch das oft zu übertriebene Klein-klein-Spiel im Strafraum sowie durch die hervorragende Stopperarbeit von Wildner und die gute Torwartleistung von Zinnert fiel die Niederlage der Gäste nicht noch höher aus. Leib zeichnete sich wieder durch einwandfreies sportliches Auftreten sowie durch trickreiches Spiel aus. Er konnte sich außerdem durch zwei schöne Tore in die Torschützenliste einzeichnen.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

6:1 Nowak, H. (89.min.)

 

Zuschauer: 15000


Schiedsrichter: Füllsack (Halle)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, H. Nowak, S. Wildner, K. Ferenz, B. Ratajczak, W. Löben, W. Ferenz, G. Werschke

7. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 21.10.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Fortschritt Cottbus 2:1 (1:0)

Chemie gut erholt

 

Nach der vernichtenden Niederlage am Vorsonntag in Lauscha zeigten die Großräschener eine gute kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung und blieben knapper, aber jederzeit verdienter 2:1-Sieger über die technisch gut spielenden Cottbuser. Die Gäste waren im ersten Spielabschnitt ein gleichwertiger Gegner und imponierten mit ihrem schnellen und zügigen Flachspiel, vermochten aber nur selten die Abwehrreihen der Platzbesitzer zu überwinden. In der 18. Spielminute war dann der ideenreiche und wieselflinke Nowak durchgebrochen, ließ seinen Bewacher stehen und schoss an Schlussmann Lehmann vorbei zum 1:0 ein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ allerdings das Tempo etwas nach. Als aber zu dieser Zeit der beste Mann auf dem Felde, der Schlussmann der Platzbesitzer, Ratajczak, mit einer Platzwunde am Kopf herausgetragen wurde und Zinnert seinen Posten einnahm, sah es böse aus für die Gastgeber. Immer wieder brach der schnelle Angriff der Cottbuser durch, und die völlig durcheinandergeratenen Platzbesitzer hatten schwere Minuten zu überstehen. In der 65. Minute konnte dann Fünfert eine Wienicke-Vorlage zum 2:0 verwandeln. Als drei Minuten später Popp auf 2:1 verkürzte, lief noch einmal die Kombinationsmaschine der Cottbuser, die nun, von Lüddecke mächtig angekurbelt, eine Wendung herbeiführen wollten. Aber dies alles  war nur Strohfeuer. Die Räschener kamen wieder besser ins Spiel und konnten die Gäste völlig in die Defensive drängen.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nowak, H. (18.min.)

2:0 Fünfert, R. (65.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Gerlach (Berlin)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak (46. H. Zinnert) - H. Bergmann, T. Riesner, G. Jankowiak, S. Wildner, W. Ferenz, J. Wienicke, W. Löben, H. Nowak, G. Werschke (46. W. Nagel), R. Fünfert

8. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 28.10.1951

SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - BSG Chemie Großräschen 0:0

VP-Sieg war durchaus möglich

 

Sich seiner schlechten Tabellenlage bewusst, setzte die VP diesmal alles auf eine Karte, um zu einem Doppelpunktgewinn zu gelangen. Die Voraussetzungen hierfür waren bei den Potsdamern auch gegeben, denn sie erwiesen sich in der ersten Halbzeit als die technisch klar bessere und auch im entscheidenden Moment schnellere Mannschaft. Weshalb keine Treffer fielen, ist leicht zu erklären: Der jungen VP-Elf mangelt es an einem Regisseur und gleichzeitigen Vollstrecker, wie sie ihn in der vergangenen Spielsaison in dem jetzt bei der VP Dresden spielenden Mittelstürmer Hänsicke besaß. Andererseits bot aber die Chemie-Hintermannschaft bis auf den streckenweise schlecht deckenden rechten Verteidiger Jankowiak eine ausgezeichnete Leistung. Mittelläufer Wildner lieferte sogar eine überragende Partie. Beide Kollektive verfügten über ausgezeichnete Kondition und hielten das von vornherein scharfe Tempo 90 Minuten durch. Auffallend war das sichere Kopfballspiel der Volkspolizisten.

Die Chemie-Mannschaft lief erst in der zweiten Halbzeit zu besserer Form auf. Bis zu diesem Zeitpunkt musste Schlussmann Hindenberg nur selten eingreifen, allerdings trafen zwei Bälle nur die Latte. So sicher sich Mittelläufer Beutel im Abspiel und auch bei seinen Abschlägen zeigte, man vermisste bei ihm doch die nötige Ruhe und Übersicht in bedrängten Situationen. Beide Außenläufer traten ebenfalls mehr im Aufbauspiel in Erscheinung. Wenn die Begegnung nach dem Wechsel an Härte zunahm, so beruht das in erster Linie auf dem mangelhaften Eingreifen des Schiedsrichters gegenüber den Spielern, die unter Verzicht auf technische Mittel mit einer überharten Gangart zum Erfolg kommen wollten. Großräschen verlor während der Überlegenheit in der 75. Minute seinen Rechtsaußen Wienicke durch Platzverweis.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 1800


Schiedsrichter: Trumm (Dresden)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, K. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, H. Nowak, G. Werschke, R. Fünfert

9. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 04.11.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Stahl Magdeburg 0:2 (0:1)

Technik siegte über Kampfgeist

 

In einem flotten, jederzeit spannenden Treffen zwischen den beiden im Mittelfeld der Tabelle rangierenden Mannschaften Chemie-Großräschen und Stahl-Magdeburg gab es einen glücklichen, aber verdienten 2:0-Sieg der Gäste. Der Angriff der Platzbesitzer verzettelte sich zu sehr in Einzelaktionen, auch der Zusammenhalt mit der Läuferreihe fehlte dem Angriff völlig. Dagegen liefen die Kombinationen des überaus schnellen Gästesturms, der bedeutend zielstrebiger und genauer operierte, viel zügiger. Bei den Großräschenern versuchte wohl Mittelstürmer Nowak immer wieder das Angriffsspiel anzukurbeln, aber es blieb alles nur Stückwerk. Der Halblinke Krining konnte sich doch nicht recht in das Mannschaftsgefüge einfinden, auch Fünfert wirkte zu steif und unbeholfen. In der 39. Minute, zu einem Zeitpunkt, da die Platzbesitzer tonangebend waren, fiel durch Kümmel der erste Treffer für die Magdeburger.

Äußerst stark begannen die Großräschener die zweite Halbzeit, als Wildner die Rolle des Angriffsregisseurs übernahm und Nowak als Stopper eingesetzt wurde. Die Abwehr der Magdeburger erwies sich auch in höchster Notals ruhig und sicher. Oft wurde die Grenze des Erlaubten von beiden Mannschaften überschritten. Die Niederlage der verzweifelt kämpfenden Gastgeber-Elf, die unentwegt das Tor der Gäste berannte, wurde in der 80. Minute endgültig entschieden, als der ideenreiche Kümmel, der mit Koch der Beste seiner Elf war, zum zweitenmal einsandte.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 2800


Schiedsrichter: Ruch (Chemnitz)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, K. Ferenz, W. Löben, H. Krining, H. Nowak, G. Werschke, R. Fünfert

10. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 11.11.1951

BSG Motor Nordhausen-West - BSG Chemie Großräschen 6:1 (4:0)

Motor-Sturm in Schusslaune

 

Motor bewies in diesem Treffen, dass die Erfolge in den vergangenen Spielen nicht auf Zufall beruhten. Insbesondere die Stürmerreihe zeigte sich in ausgezeichneter Form und spielte die Großräschener Hintermannschaft mit raumgreifendem Flügelspiel immer wieder aus. Chemie beging den Fehler, seine Aktionen nur auf das Innentrio zu beschränken, hatte dabei aber bei der konsequent deckenden Motor-Abwehrreihe keinen Erfolg. Schlussmann Ratajczak bewahrte seine Mannschaft durch eine überragende Leistung vor einer noch höheren Niederlage.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

4:1 Riesner, T. (67.min.)

 

Zuschauer: 6000


Schiedsrichter: Kober (Plauen)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, T. Riesner, K. Ferenz, G. Werschke, W. Nagel, W. Löben, W. Ferenz

11. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 18.11.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Schwerin 2:0 (2:0)

Erfolg nur durch Freistoß und Elfmeter

 

Im Treffen zweier gleichwertiger und bis zur letzten Minute verzweifelt um den Punktgewinn kämpfenden Mannschaften hatten die Großräschener die glücklichere Hand und erreichten durch einen Freistoß und einen Foulelfmeter bereits bis zur Pause eine 2:0-Führung. Allerdings hatte der zu hastig und ohne Zusammenhang operierende Angriff der Platzbesitzer viele sichere Chancen ausgelassen, aber auch die konsequent deckende Abwehr der Mecklenburger vereitelte einige Torerfolge. Raumgreifender und zielstrebiger liefen die Kombinationen der Gäste, die durch die in der zweiten Halbzeit vollzogene Umstellung noch besser in Schwung kamen (Petersen wurde Angriffsdirigent, und Wasielewski kam als rechter Verteidiger zum Einsatz). Ausgezeichnet war die Torwartleistung von Ratajczak, der den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung brachte und selbst die sogenannten "todsicheren" Sachen zunichte machte. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass die Schweriner trotz zeitweiliger Überlegenheit nicht zu ihrem längst verdienten Ehrentreffer kamen. In der Mecklenburger Abseitsfalle verfing sich der ohne Umsicht und Beweglichkeit spielende Angriff, in dem Löben erkennen ließ, dass ihm in Bezug auf Technik noch viel fehlt, immer wieder.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Fünfert, R. (14.min.)

2:0 Fünfert, R. (36.min.) (Foulelfmeter)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Klengel (Dresden)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, E. Kockro, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, W. Ferenz, K. Ferenz, G. Werschke, W. Löben, R. Fünfert

Testspiel

BSG Chemie Großräschen - BSG Chemie Schwarzheide 1:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

12. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 06.01.1952

BSG Fortschritt Cottbus - BSG Chemie Großräschen 1:5 (1:3)

Kein Trugschluss zugelassen

 

Die Form der Cottbuser in den letzten Freundschaftsspielen eröffnete grade die besten Perspektiven für den Saisonstart. Dass man aber gegen die nur eine Stufe besser platzierten Großräschener gar 1:5 verlor, lässt endgültig keinen Trugschluss mehr zu. Begonnen wurde schnell und zügig, so dass niemand an einen derartigen Untergang glaubte. Räschen ließ sich aber nicht beirren, auch nicht durch Nölschers Führungstor. An dem souveränen Mittelläufer Wildner richtete sich die Elf auf, konterte wirkungsvoll zurück. Zweckmäßig und nur auf Erfolg eingestellt, leiteten die Gäste ihre Aktionen ein. Cottbus wurde erschreckend unsicher, und zwei Gegentreffer kurz vor dem Wechsel nahmen dem Platzbesitzer jeden Schneid. Der Kampfnerv war gelähmt, die Mannschaft geriet aus allen Fugen und konnte sich auch bis zum Schluss davon nicht mehr erholen.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 Fünfert, R. (17.min.)

1:2 Löben, W. (40.min.)

1:3 Wienicke, J. (44.min.)

1:4 Jankowiak, G. (61.min.)

1:5 Fünfert, R. (70.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Klengel (Dresden)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, K. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

13. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 13.01.1952

BSG Chemie Großräschen - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:1 (1:1)

Chemie-Riegel hielt dicht

 

Der glatte, schneebedeckte und gefrorene Boden stellte die größten Anforderungen, so dass beide Mannschaften von vornherein eine halbhohe Spielweise bevorzugten. Dabei war das Treffen bis zum Abpfiff spannend und abwechslungsreich. Die flinken Stürmerreihen fanden sich besser mit dem Boden zurecht, als die kompakten Abwehrreihen. Die technisch besseren Potsdamer hatten recht verheißungsvoll begonnen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ließ Zschernagk eine Großchance ungenutzt, als er freistehend über das verlassene Tor schoss. Als Löben für die Platzherren den zweiten Treffer markierte, wurde Hagen wegen Nachschlagens des Feldes verwiesen. Die vielbeinige Abwehr der Ordnungshüter verteidigte geschickt, konnte jedoch nicht verhindern, dass die nun überlegenen Platzbesitzer in der 68. Minute den entscheidenden Treffer durch Werschke erzielten. Trotzdem steckten die Gäste nicht auf und kamen mit ihren Außen immer wieder gefährlich durch, ohne jedoch den starken Großräschener Riegel aufzubrechen. Beide Schlussmänner wurden wenig beschäftigt, konnten jedoch Proben ihres Könnens ablegen. Die Räschener haben ihren Sieg in diesem teils recht harten Spiel vollauf verdient, denn sie zeigten einen enormen Kampfgeist und großen Einsatz und waren immer eine Sekunde schneller am Ball. Bei den Gästen war die gesamte Hintermannschaft hervorragend. Im Angriff gefiel Kuhle durch sein wirbelndes Spiel.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Ferenz, K. (19.min.)

2:1 Löben, W. (63.min.)

3:1 Werschke, G. (68.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Trumm (Dresden)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, K. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

14. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 20.01.1952

BSG Stahl Magdeburg - BSG Chemie Großräschen 3:1 (1:0)

Stahl Magdeburg wieder in Form

 

Magdeburg hat sich nach der Niederlage gegen den Spitzenreiter überraschend schnell erholt und zeigte trotz des glatten Schneebodens eine ausgezeichnete technische Leistung. Der Ball wurde im Klein-Klein-Spiel vorgetragen. Holke und Büttner mussten wegen Verletzung pausieren, doch machte Verteidiger Brauer im Sturm eine ausgezeichnete Figur. Lediglich Wildner als Drittverteidiger und der ausgezeichnete Torhüter Großräschens konnten weitere Erfolge der Magdeburger verhindern. Großräschens Angriff ballte sich zu sehr zusammen, so dass die raumdeckende Magdeburger Hintermannschaft ihn klar beherrschte. Als die Großräschener in der zweiten Halbzeit mit starkem Einsatz um den Ausgleich rangen, verwandelte Thorhauer einen Handelfmeter sehr sicher und nahm damit den Gästen jeglichen Kampfgeist.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

2:1 Wienicke, J. (79.min.)

 

Zuschauer: 11000


Schiedsrichter: Tiedt (Schwerin)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, K. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

15. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 27.01.1952

BSG Einheit Leipzig-Ost - BSG Chemie Großräschen 4:1 (1:0)

Torschütze:

2:1 Jankowiak, G. (77.min.)

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: Fischer (Weimar)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak (83. H. Zinnert) - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, J. Wienicke (78. K. Ferenz), W. Ferenz, J. Puchalla, G. Werschke, R. Fünfert

16. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 03.02.1952

BSG Chemie Großräschen - BSG Motor Nordhausen-West 3:2 (0:1)

Erfolg der Kampfkraft

 

Die großen Erwartungen der Großräschener Zuschauer hinsichtlich der Spielstärke der Nordhäuser Mannschaft auf Grund des 6:0 gegen Volkspolizei Weimar am vergangenen Sonntag sind im allgemeinen nicht erfüllt worden. Der nasse Schnee, der den gesamten Platz bedeckte, erwies sich als Hemmschuh für die Gäste, die den Einheimischen wohl in technischer Hinsicht stark überlegen, aber an Kondition und Kampfkraft unterlegen waren. Es hätte dabei wohl dennoch einen Sieg für die Nordhäuser Gäste gegeben, wenn ihr Halblinker Kronberg die Nerven behalten und dem Großräschener Mittelstürmer Wienicke in der 70. Spielminute nicht in die Hacken geschlagen hätte. Seine Herausstellung war durchaus gerechtfertigt, zumal er bereits vorher zwei Verwarnungen erhalten hatte. Das war ein wesentlicher Faktor für die Niederlage der Gäste, denn mit 10 Spielern in den letzten zwanzig Minuten konnten die bis dahin 2:1 Führenden dem Druck der Einheimischen nicht standhalten. Dem raumgreifenden Flügelspiel der Einheimischen in den ersten Spielminuten setzten die Gäste ihre gute Abwehr entgegen, wobei besonders Torwart Kleemann, Linksverteidiger Strasser und rechter Läufer Bojarzin herausragten. Bei fortdauernder Überlegenheit bis zum Abschluss der ersten 45 Minuten bestand ihre 1:0-Führung durchaus zu recht.

Eine kleine Konditionsschwäche Nordhausens nach der Halbzeit war für Großräschen das Alarmsignal, und der anfangs recht schwache Sturm der Einheimischen fand sich nach und nach immer mehr. Nach dem zweiten Tor der Nordhäuser trat dann die entscheidende Wendung ein. Die bisher mit der Abwehr stark beschäftigte Läuferreihe Bergmann-Wildner-Nowak konnte jetzt aus der Hintermannschaft heraus das raumgreifende Flügelspiel wieder aufziehen. Wenn auch Großräschen in diesem Treffen mit 3:2 Sieger blieb, so wollen wir die Schwächen in der Mannschaft nicht übersehen. Die Herausnahme von W. Ferenz in der 75. Spielminute war gerechtfertigt, da er an Konditionsschwäche litt. Ebenso bot auch der Halblinke Werschke eine schwache Partie. Wildner als Stopper war zu offensiv, so dass er sein Tor unnütz gefährdete. Vor allem fiel uns bei den Einheimischen die allzu große Härte auf, die hätte vermieden werden müssen. Motor Nordhausen ließ dieses Treffen unter Protest gehen, da der Schiedsrichter Illig in der 65. Spielminute einen dritten Treffer der Gäste nach Rücksprache mit dem Linienrichter nicht anerkannte. Wir sind der Meinung, dass der sichere Illig hiermit wie auch sonst vollkommen recht hatte, da Schild abseits stand.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 Wildner, S. (57.min.)

2:2 Ferenz, K. (78.min.)

3:2 Ferenz, K. (80.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Illig (Chemnitz)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, K. Ferenz, W. Ferenz (75. J. Puchalla), J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

17. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 10.02.1952

BSG Chemie Großräschen - SG Lichtenberg 47 3:0 (1:0)

Chemie hatte längeren Atem

 

Der mit Neuschnee bedeckte Boden mit gefrorenem Untergrund stellte hohe körperliche Anforderungen, mit denen beide Mannschaften gut fertig wurden. Die Chemie-Elf hatte schon in den Anfangsminuten einige Torchancen, die aber vergeben wurden. In der 10. Minute, nach vorangegangener für die Einheimischen, konnte Nowak das Leder aus dem Hinterhalt, unhaltbar für Kruppa, einsenden. Den nun folgenden stürmischen Angriffen der Gastgeber konnten die Gäste mit ihrer massiven Abwehr begegnen, und so den Stand von 1:0 bis zur Pause halten. Beide Hintermannschaften erwiesen sich gegenüber den Angriffsreihen als überlegen.

Auch der Halbzeitwechsel brachte keine Änderung im Spielgeschehen. Die Angriffe von beiden Seiten blieben erfolglos. Die Lichtenberger waren technisch besser, jedoch konditionsschwächer und wurden in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Nur ab und zu konnten sie mit Steilvorlagen operieren, bei denen ihr schnelles Flügelspiel ihnen sehr zugute kam. Bei den Einheimischen waren es Wildner und Nowak, die das Mannschaftsgetriebe immer wieder ankurbelten. Erst in der 82. Minute konnten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung durch Wienicke, der eine Vorlage von Wildner aus Halbrechtsstellung verwandelte, sichern. Die Chemie-Elf, die nun souverän das Feld beherrschte, erzielte fünf Minuten später durch den gleichen Spieler den dritten Treffer. Eine Minute vor dem Abpfiff wurde ein weiteres von Löben erzieltes Tor wegen Abseits nicht gegeben.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nowak, H. (10.min.)

2:0 Wienicke, J. (82.min.)

3:0 Wienicke, J. (87.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Kittler (Markranstädt)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, K. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

18. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 17.02.1952

BSG Chemie Großräschen - BSG Chemie Lauscha 3:0 (3:0)

Ratajczak war unüberwindlich

 

Die ersten 45 Minuten brachten ein schnelles und in technischer und taktischer Hinsicht ausgezeichnetes Spiel. Großräschens Stürmer waren weit gefährlciher als die der Gäste, weil sie raumgreifender und zweckmäßiger operierten. Ein von Leib geschossener Elfmeter - durch Wildner verschuldet, der das Leder in der Annahme, es sei im Aus, in die Hand nahm - wurde durch Ratajczak glänzend pariert. Die Lauschaer kämpften unentwegt und erzwangen in der zweiten Spielhälfte längere Zeit Feldüberlegenheit, blieben aber ohne Erfolg, weil die einheimische Hintermannschaft konsequent deckte und Ratajczak in vortrefflicher Form war. In der 84. Minute schied Leib wegen Verletzung aus, während Greiner I wegen wiederholten Nachschlagens vom Platz gewiesen wurde. Bei den Lauschaern gefielen Leib und bei den Einheimischen Ratajczak, Wildner und Nowak, der Leib scharf bewachte.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nowak, H. (12.min.)

2:0 Wienicke, J. (17.min.)

3:0 Wienicke, J. (23.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Voesack (Halle)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, W. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, K. Ferenz, R. Fünfert

19. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 24.02.1952

SG Deutsche Volkspolizei Weimar - BSG Chemie Großräschen 4:2 (2:0)

Siegersturm spielte raumgreifend

 

Es war ein entscheidender taktischer Fehler der Chemie-Elf, dass sie in der ersten Halbzeit mit ihren kompakten Abwehrspielern nicht ein konsequentes Deckungsspiel betrieb. Das wurde ihr zum Verhängnis, denn mehr als einmal bewiesen Werneburg und seine Nebenleute, dass sie schneller am und mit dem Ball waren. Neben dieser Schnelligkeit waren es die geschickt und fleißig angewandten Querpasskombinationen der Gastgeber, die zum Erfolge führen mussten. Was die Vorderreihe, wieder mit Werneburg und Kresse (der aber seine Verletzung noch nicht überwunden hat und von dem wenig überzeugenden Thon abgelöst wurde), an raumgreifenden Angriffszügen trotz knöcheltiefen Schlamms entwickelte, war recht eindrucksvoll. Erst nach der Pause stellten sich die Gäste nicht nur auf das schnelle Angriffsspiel der Gastgeber um, sondern brachten durch die Hereinnahme des stabilen Verteidigers Jankowiak in die Sturmmitte mehr Druck in ihre Angriffe. Es wurden aber die Flanken zu wenig eingesetzt, und so blieb das engmaschige Spiel der Großräschener wiederholt in der sicheren VP-Abwehr hängen. Hier lieferte der kleine, wieselflinke Gottschald die eindrucksvollste Partie, aber auch Gawlik zeigte sich als schlagsicherer Stopper. Bachmann war diesmal der entschlossenere Verteidiger. Im Sturm hatte Laloucek besonderen Anteil an den gefährlichen Situationen vor dem Gästetor, aber auch das meiste Schusspech. Werneburg war der schnellste Angriffsspieler, hatte aber nach der Pause zu wenig Unterstützung bei beiden Verbindern. Umständlich und unentschlossen wie so oft war wieder Linke. Nächst dem unermüdlichen technisch talentierten Löben war Ferenz II auf Rechtsaußen und nach der Pause auch als rechter Verteidiger der wirkungsvollste Spieler der Gäste. Daneben konnten noch Jankowiak, Stopper Bergmann sowie Außenläufer Wildner gefallen. Torwart Ratajczak kam nicht an die von ihm erwarteten Leistungen heran.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

3:1 Jankowiak, G. (72.min.)

4:2 Jankowiak, G. (88.min.)

 

Zuschauer: 1200


Schiedsrichter: Ruch (Thalheim)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, W. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, K. Ferenz (46. G. Werschke), R. Fünfert

20. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 02.03.1952

BSG Chemie Großräschen - BSG Fortschritt Weißenfels 3:0 (2:0)

Chemie-Deckung unerschütterlich

 

Die Gäste hatten zwar einen erfolgversprechenden Start, stießen aber bei der konsequent deckenden Großräschener Hintermannschaft auf härtesten Widerstand. Auf eine Vorlage von Ferenz II, die Wienicke mit einem kraftvollen Schuss ausnutzte, gingen die Gastgeber in Führung. Das 2:0 lag in der Luft, als sich Ferenz I in der 20. Minute dem Weißenfelser Torsteher gegenüber sah, jedoch die Nerven verlor und vergab. Die verzweifelt um den Ausgleich ringenden Gäste vermochten auch mit dem offensiv spielenden Stopper Straube keinen Erfolg zu erringen, so dass man es vorzog, diesen zurückzunehmen. In der 36. Minute vergrößerten die Gastgeber ihren Vorsprung auf 2:0. Nachdem Gärner, der für den verletzten Rosenheinrich das Tor hütete, ausgespielt war, sandte Löben das Leder an einem Gästeverteidiger vorbei ins Netz. Einen von Straube abgefeuerten Freistoß konnte Ratajczak über die Latte lenken. Die kurze Drangperiode der Gäste nach der Pause rief zwar gefährliche Situationen vor dem Gastgebertor hervor, Erfolge blieben ihnen jedoch versagt. Das Endresultat stellte Nowak in der 56. Minute her, nachdem er zwei Minute vorher einen Elfmeter vergeben hatte.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Wienicke, J. (11.min.)

2:0 Löben, W. (36.min.)

3:0 Nowak, H. (56.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Jakob (Chemnitz)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, W. Löben, W. Ferenz, J. Wienicke, G. Werschke, K. Ferenz

21. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 09.03.1952

BSG Chemie Großräschen ===> spielfrei

22. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 16.03.1952

BSG Chemie Großräschen - BSG Empor Lauter 4:1 (2:0)

Meister ohne Oberligaformat

 

Auch der Tabellenerste wurde von der heimstarken Chemie-Elf vernichtend geschlagen. Wenn mann geglaubt hatte, gerade von der Empor-Elf besonders gute Leistungen erwarten zu können - dies beweist die verhältnismäßig hohe Zuschauerzahl - so sah man sich enttäuscht. In keiner Phase des Kampfes zeigte sie Oberligareife, und die Einheimischen waren auch nur mit neun Feldspielern stets die Überlegenen, die dem Gegner ihr Spiel aufzwangen. Im wesentlichen befleißigten sich beide Mannschaften eines Flachpassspieles, welches allgemein Anklang fand. Die Chemie-Elf, in der ersten Halbzeit gegen die Sonne spielend, riss sofort das Geschehen an sich und ging in der 21. Minute durch Ferenz I, der eine Vorlage von Wienicke gekonnt verwandelte, in Führung. Der erwartete Gegenstoß der Gäste blieb aus, und so gelang den Gastgebern auch noch das 2:0, welches Löben aus einem Gedränge heraus erzielte. Fünf Minuten vor dem Wechsel wurden die Einheimischen durch einen Platzverweis Riesners wegen Nachschlagens erheblich geschwächt, so dass nun mit einer Wendung gerechnet werden musste. Doch geschah nichts dergleichen. Die nun mit zurückgezogenem Ferenz I spielenden Einheimischen konnten sich mit weiträumigen Kombinationen weiterhin behaupten und die wenigen Angriffe der Lauterer, die in Überkombinationen erstickten, mit massiver Abwehr zunichte machen. Bei den Gästen war es lediglich Friedrich, der ansprach, wogegen der Großräschener Sturm es nicht nur verstand, gut zu kombinieren, sondern auch zu schießen. Die Hintermannschaft wehrte schlagsicher ab und deckte konsequent, so dass dem Empor-Sturm nur eine einzige Chance blieb. Urbans Entscheidung gegen Riesner schien etwas zu hart.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Ferenz, K. (21.min.)

2:0 Löben, W. (36.min.)

3:0 Bergmann, H. (51.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Urban (Weimar)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, W. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, K. Ferenz

23. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 23.03.1952

BSG Chemie Großräschen ===> spielfrei

24. Spieltag der DS-Liga / Staffel 1 am 30.03.1952

BSG Einheit Schwerin - BSG Chemie Großräschen 1:0 (0:0)

Konsequentes Deckungsspiel

 

Einheit Schwerin bot in diesem für den Verbleib in der DS-Liga vielleicht entscheidenden Treffen eine sowohl in kämpferischer als auch in taktischer Hinsicht sehr ansprechende Leistung. Die Mannschaft erreichte für die gesamte Dauer des Spieles eine klare, teilweise sehr erhebliche Feldüberlegenheit. Chemies Schlussmann bot eine der besten Torwartleistungen, die wir seit langem in Schwerin gesehen haben. Das Reaktionsvermögen des kleinen Ratajczak und seine Behändigkeit, sein Erkennen der Situation wirkten mitunter geradezu verblüffend. Sonst konnte die Großräschener Mannschaft in Schwerin nicht sonderlich beeindrucken.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Köpcke (Wusterhausen)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, H. Nowak, H. Bergmann, S. Wildner, K. Ferenz, W. Ferenz, W. Löben, J. Wienicke, G. Werschke, R. Fünfert

Testspiel am 06.04.1952

SG Süden Forst - BSG Chemie Großräschen 2:3

DS-Ligist ließ Torschuss vermissen

 

Besonders in der 2. Halbzeit konnten die Gäste den vorausgegangenen Ruf, einen starken und schussfreudigen Sturm zu haben - obwohl vollzählig antretend - nicht rechtfertigen. Auf das zu enge Spiel im Angriff, der durch gute Vorlagen des linken Läufers Nowak ausreichend gespeist wurde, konnte sich die konsequente Süden-Abwehr in der 2. Halbzeit einstellen und ließ durch massierte Deckung keinen Erfolg mehr zu
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Ferenz (30.min.)

0:2 Werschke, G. (33.min.)

1:3 Werschke, G. (40.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

FDGB-DDR-Pokal / 1. Ausscheidungsrunde des Landes Brandenburg am 04.05.1952

BSG Aktivist Welzow - BSG Chemie Großräschen 1:2 (0:0)

Das schwere Donnerstagspiel gegen den BSV 92 merkte man den Gastgebern noch deutlich an. Sie hatten ihre Mannschaft umgestellt, mussten auf ihren guten Mittelläufer Otto verzichten und waren im Sturm zu drucklos. Der DS-Liga-Vertreter hinterließ trotz stärkster Aufstellung keinen überzeugenden Eindruck und konnte seine Überlegenheit erst in den letzten Minuten durch besser eingefädelte Angriffe zum Ausdruck bringen. 
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 08.05.1952

BSG Aktivist Brieske-Ost - BSG Chemie Großräschen 0:1 (0:0)

Hoffnungsvoller Nachwuchs bei Aktivist

 

Lokalbegegnungen haben immer einen besonderen Reiz, der nicht unbedingt technischen Leistungen, sondern mehr atemberaubender Spannung entspricht. So war es auch am 8. Mai beim alljährlich stattfindenden Treffen der Rivalen des Senftenberger Gebietes. Die Gäste haben sich durch enormen Kampfgeist dabei den Sieg verdient, doch hatte das Spiel allgemein gesehen nicht immer Format. Der Oberligavertreter musste die verletzten Lehmann, Auras, Ratsch und Wiesner und Kernmannschaftsspieler Franke ersetzen, das gelang nicht vollwertig, zumal auch noch in der 33. Spielminute Pietrczak verletzt das Spielfeld verlassen musste. Trotzdem hatte diese Mannschaftsaufstellung für die Beobachtung des Nachwuchses Gutes aufzuweisen. So fiel das Spiel des Standardaußenläufers Schurrmann als Stopper auf, der sich in dieser Position gut zurechtfand. Hoffnungsvoll erscheint auch das Talent des nach der Verletzung Pietrczaks hereingenommenen Verteidigers Sommer, der aber noch etwas schneller im Start werden muss. Nicht ganz so günstig fiel das Ergebnis beim Reservemittelstürmer Krussona aus, der wohl hart ist, im Mittelfeld dafür aber den Spielfluss der Mannschaft hemmte. Dasselbe trifft auch für Linksaußen Wachtel zu. Mehrmals zog er das Leder erst nach einer Rückwärtsdrehung ins Mittelfeld. Chemie hatte das Glück, mit voller Besetzung erscheinen zu können. Die Gästeelf wirkte daher auch in der Gesamtheit zielstrebiger und entschlossener. Überragend war Torwart Ratajczak, der seiner Mannschaft durch großartige Paraden den Sieg rettete. Die beiden Verteidiger Jankowiak und Riesner spielten wohl hart und zeigten gute Schlagkraft, für den Aufbau fehlt ihnen aber das Ballgefühl. Die Stütze der Elf war diesmal wieder Stopper Wildner, der in seinen Außenläufern Bergmann und Nowak zwei der Mannschaftsbesten neben sich hatte. Die Neuerwerbung Stephan fügte sich in das Sturmgefüge durch umsichtiges Spiel gut ein.
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

0:1 Stephan, H. (51.min.)

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: Trumm (Dresden)

 

BSG Chemie:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, J. Wienicke, H. Stephan, W. Löben (46. R. Fünfert), G. Werschke, W. Ferenz

Testspiel am 24.05.1952

BSG Chemie Großräschen - 1. FC Neukölln 2:1

Durch einen Lehrgang verstärkt

 

Im Rahmen eines großangelegten Jugendfußballturniers kam es in Großräschen zu der mit Spannung erwarteten Begegnung zwischen dem einheimischen DS-Liga-Vertreter Chemie und dem 1. FC Neukölln, die mit einem 2:1-Erfolg für die Gastgeber endete. Die sich in technischer Hinsicht völlig gleichwertigen Gegner lieferten einen Kampf voller Spannungen und Höhepunkte. Der in der vergangenen Woche in Schwarzheide von der SV Chemie durchgeführte Lehrgang, an dem sich sechs einheimische Spieler beteiligten, hat die Chemie-Elf technisch und vor allem taktisch ein großes Stück weitergebracht. Mit dem 1. FC Neukölln stellte sich ein Gegner vor, der die Zuschauer tief beeindruckte. Schnell im Angriff und stabil in der Abwehr, das waren Eigenschaften der Clubelf, die immer wieder zu erkennen waren. Zweifellos hatten die Gäste in Torsteher Remer ihren besten Mann, den ein unheimliches Reaktionsvermögen auszeichnet. Die Gäste, die nach dem 2:1 in der 68. Minute mit aller Macht versuchten, den dem Spielverlauf gerechter werdenden Gleichstand zu erzielen, scheiterten an der massiven Abwehr der Gastgeber. Schiedsrichter Bredlow (Berlin) hatte den fairen Kampf stets in der Hand. 
 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Bredlow (Berlin)

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 25.05.1952

BSG Stahl Freital - BSG Chemie Großräschen 1:0

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

BSG Chemie:

 

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