Saison 1950/51

Liga: DS-Liga / Staffel Nord

 

Mit der Gründung der DDR am 07.10.1949 wurde auch die Klassenstruktur im Fußball neu gestaltet. Als oberste Liga fungierte nun die landesweite Oberliga und als Unterbau wurden ebenfalls zwei überregionale Ligen eingeführt. Als Landesmeister, jedoch in der Aufstiegsrunde zur Oberliga gescheitert, spielte die ZSG Großräschen nun in der Staffel Nord. Mit nur 10 Mannschaften blieb die Meisterschaft übersichtlich. Allerdings wurden die Fahrten nochmals weiter. Reisen an die Ostseeküste nach Schwerin und Wismar standen nun auf der Tagesordnung. Aufgrund der zunehmenden Unterstützung der Vereine durch sogenannte Trägerbetriebe kam es Anfang Oktober 1950 zur Gründung der BSG Chemie Großräschen. Die Saison selber verlief relativ unspektakulär. Man agierte zumeist im Mittelfeld der Tabelle und kam am Ende auf einem guten 4. Endrang ein.

 

 

Trainer: H. Friedrich

 

Spiele:

05.08.1950 PS BSG Bewag Berlin - ZSG 3:4
13.08.1950 PS BSG Märkische Volksstimme Babelsberg - ZSG 9:1
03.09.1950 MS Hohenschönhausener SC - ZSG 1:4
10.09.1950 MS ZSG - BSG Lokomotive Cottbus 3:0
17.09.1950 MS SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - ZSG 4:3
24.09.1950 MS ZSG - SG Vorwärts Wismar 0:0*
01.10.1950 MS ZSG VEB Burg - ZSG 5:1
22.10.1950 MS ZSG Anker Wismar - ZSG 3:0
29.10.1950 MS Chemie - SSV Köpenick 08 2:1
05.11.1950 MS Chemie - ZSG Textil Cottbus 3:0
12.11.1950 MS SG Vorwärts Schwerin - Chemie 4:2
14.01.1951 MS BSG Einheit Wismar - Chemie 2:2
21.01.1951 MS Chemie - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 0:3
28.01.1951 MS BSG Lokomotive Cottbus - Chemie 3:1
11.02.1951 MS Chemie - ZSG Anker Wismar 1:1
18.02.1951 MS SSV Köpenick - Chemie 0:2
25.02.1951 MS Chemie - BSG Einheit Burg 2:1
11.03.1951 MS ZSG Textil Cottbus - Chemie 3:2
18.03.1951 MS Chemie - Hohenschönhausener SC 3:3
23.03.1951 MS Chemie - BSG Einheit Schwerin 3:1
  TS BSG Empor Lauter - Chemie 5:1
19.05.1951 TS Chemie - BSG Empor Lauter 4:1
27.05.1951 TS Chemie - SC Westend 01 Berlin 2:1

* Die SG Vorwärts Wismar durfte aufgrund einer Sperre nicht antreten und verlor die Begegnung mit 0:0 Toren und 0:2 Punkten

 

Abschlusstabelle:

Pl. Mannschaften Sp Tore Punkte
01. SG Deutsche Volkspolizei Potsdam            18 55:23 28:8
02. ZSG Anker Wismar 18 41:15 28:8
03. BSG Einheit Burg 18 55:25 26:10
04. BSG Chemie Großräschen 18 34:35 19:17
05. Hohenschönhausener SC 18 41:47 19:17
06. BSG Lokomotive Cottbus 18 35:35 16:20
07. BSG Einheit Schwerin 18 30:40 13:23
08. ZSG Textil Cottbus 18 22:42 12:24
09. BSG Einheit Wismar 18 25:41 11:25
10. SSV Köpenick 08 18 18:51 8:30

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Statistiken und Spielberichte

 

 

FDGB-DDR-Pokal / 1. Hauptrunde am 05.08.1950

BSG Bewag Berlin - ZSG Großräschen 3:4 (2:2)

Der große Favorit aus der Liga hat den von Hallex trainierten Bewagleuten recht wenig Respekt eingeflößt. Mit erstaunlicher Lebendigkeit und guten Kombinationsansätzen drangen diese von Beginn an immer wieder in das keineswegs vollkommene Abwehrgeflecht der Brandenburger ein. Nach 17 Minuten brachte solche Kombination durch Krüger II den ersten Erfolg. Schon zwei Minuten später senkte sich der Ball wiederum vor dem gegnerischen Gehäuse. Briese köpfte gegen den Pfosten, Hermann I hob, fast auf der Grundlinie stehend, den Ball über den Torwart nochmals gefährlich vor das Tor und Brillat brauchte nur noch mit dem Kopf zum 2:0 zu vollenden. Doch wenige Minuten danach ging durch zwei zweifelhafte Tore Großräschens der Nymbus des Favoritensturzes zu Ende. Beide Male war Ferenz der Vollender.

Nach der Halbzeit begannen die Brandenburger mächtig zu drücken. Einmal noch konnte der wuchtig durchgebrochene Brillat seinen Nebenmann Hermann den Ball zum führenden Einschuss servieren. Diesem 3:2 aber folgte durch K. Ferenz das 3:3, und ein Elfmeter nahm den Bewagsportlern den Mut ganz. Gegen Werschkes platzierten Schuss gab es nichts zu bestellen. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

2:1 Ferenz, W.

2:2 Ferenz, W.

3:3 Ferenz, K.

4:3 Werschke, G. (Foulelfmeter)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Schade (Wusterhausen)

 

ZSG:

W. Hanisch - G. Jankowiak, T. Riesner, M. Mudra, W. Nagel, S. Wildner, J. Wienicke, K. Ferenz, Brigulla, W. Ferenz, G. Werschke

FDGB-DDR-Pokal / 2. Hauptrunde am 13.08.1950

BSG Märkische Volksstimme Babelsberg - ZSG Großräschen 9:1 (3:0)

Ein Schützenfest feierten die Babelsberger am Sonnabend auf ihrem Platz. Mit großer Sorgfalt haben die Sportler der BSG Märkische Volksstimme ihr Stadion in ein wahres Schmuckkästchen verwandelt. Auf dem vorbildlichen, neu hergerichteten Rasen blieb der Erfolg auch nicht aus. Neunmal musste der Torwart Großräschens hinter sich greifen. Der Neuling der DS-Liga, Großräschen, lieferte keineswegs eine gute Partie, jedoch drückt das Resultat etwas zu deutlich die zweifellose Überlegenheit der Babelsberger Oberligisten aus. Für die Märkische Volksstimme zeichneten Schöne (3), Wolfrum (3), Titz (2) und Giesler II für die Tore verantwortlich. Erst kurz vor Spielschluss schossen die Gäste den schon längst fälligen Ehrentreffer.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

6:1 Ferenz, K. (75.min.)

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: Wutzig (Wurzen)

 

ZSG:

A. Müller - G. Jankowiak, T. Riesner, G. Jank, S. Wildner, H. Nowak, J. Wienicke, K. Ferenz, G. Franke, G. Werschke, W. Ferenz

1. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 03.09.1950

Hohenschönhausener SC - ZSG Großräschen 1:4 (1:0)

Hohenschönhausen hatte einen schlechten Start

 

Als beide Mannschaften den gepflegten Rasen in der Buschallee betraten, begrüßte sie herzlicher Beifall, der besonders Heini Behnke galt, der sich vom Westberliner Vertragsfußball distanziert hatte in der Erkenntnis, dass dieser allen anderen, nur nicht dem Sport dient. Man war durch diese Verstärkung in Hohenschönhausen etwas zu selbstsicher geworden und hatte schon vor Beginn beide Punkte auf das Pluskonto verbucht. Die Ernüchterung kam schnell. Schon nach drei Minuten wurde Laß durch einen Pressschlag so unglücklich verletzt, dass er für die Restzeit nur noch als Statist seiner Mannschaft zur Verfügung stand. Trotzdem übernahm Hohenschönhausen sofort das Spielgeschehen, um mit teilweise recht ansprechenden Kombinationszügen oft einem Torerfolg nahe zu sein. Aber schon jetzt machte sich Konditionsmangel bemerkbar. Es fehlte stets die berühmte Zehntelsekunde, um in den Ballbesitz zu kommen. Großräschen dagegen konnte ihre Befangenheit nicht abstreifen. Aber es war hier schon klar zu erkennen, dass mit Dauer der Spielzeit ihre Stärke wachsen würde. Noch blieben alle Züge im Ansatz stecken, und Behnke konnte mit schönen Vorlagen seinen Sturm immer wieder in den gegnerischen Strafraum werfen. Er war es auch, der in der 40. Minute dem leider viel zu wenig beschäftigten Boffing die Gelegenheit gab, seine Farben mit schönem Schrägschuss in Führung zu bringen.

Nach der Halbzeit war die Kraft der Hohenschönhausener verbraucht und Großräschen kann nun das Spielgeschehen ganz an sich reißen, und es zeigt sich, was in dieser jungen Mannschaft wirklich steckt. Mit weitmaschigen Kombinationen bringen sie die Hintermannschaft des Gegners in Verwirrung. Schon in der 50. Minute kann Jankowiak, allerdings aus klarer Abseitsstellung, den Ausgleich erzielen. Nun bringt Hohenschönhausen eine harte Note ins Spiel, die der nicht immer glücklich amtierende Schiedsrichter nie ganz unterbinden kann. So kann sich Meyer ungestraft ein grobes Foul an Riesner erlauben, und als dieser im Fallen Meyer mit sich reißt, wird dieser zu Unrecht vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Meyer ist es auch, der mit zunehmender Spielzeit die Übersicht verliert und so seiner Hintermannschaft den letzten Halt nimmt, und es spielen sich in seinem Strafraum turbulente Szenen ab. Nur durch hervorragende Paraden von Trau entgeht Hohenschönhausen schon jetzt drohenden Torverlusten. Aber auf die Dauer sind diese nicht zu vermeiden. Rechtsaußen Wienicke kann Großräschen das erstemal in Führung bringen. Ihm bleibt es auch vorbehalten, durch einen schönen Flachschuss das dritte Tor zu erzielen. Hohenschönhausen befindet sich nun klar auf der Verliererstraße und muss sich sogar noch einen vierten Treffer von Jankowiak gefallen lassen. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 Jankowiak, G. (50.min.)

1:2 Wienicke, J. (60.min.)

1:3 Wienicke, J. (82.min.)

1:4 Jankowiak, G. (88.min.)

 

Zuschauer: 1200


Schiedsrichter: Esko (Stralsund)

 

ZSG:

A. Müller - E. Kockro, G. Jank, H. Bergmann, W. Nagel, H. Nowak, J. Wienicke, G. Jankowiak, T. Riesner, S. Wildner, G. Werschke

2. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 10.09.1950

ZSG Großräschen - BSG Lokomotive Cottbus 3:0 (0:0)

Torschützen:

1:0 Ferenz, K. (68.min.)

2:0 Ferenz, K. (69.min.)

3:0 Wienicke, J. (77.min.)

 

Zuschauer: 2500


Schiedsrichter: Kladeck (Berlin)

 

ZSG:

A. Müller - E. Kockro, G. Jank, H. Nowak, W. Nagel, H. Bergmann, J. Wienicke, G. Jankowiak, K. Ferenz, S. Wildner, G. Werschke

3. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 17.09.1950

SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - ZSG Großräschen 4:3 (1:1)

Torschützen:

0:1 Ferenz, K. (01.min.)

1:2 Riesner, T. (52.min.)

2:3 Ferenz, K. (63.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Illig (Chemnitz)

 

ZSG:

A. Müller - E. Kockro, G. Jank, H. Bergmann, W. Nagel, H. Nowak, J. Wienicke, S. Wildner, T. Riesner, K. Ferenz, G. Werschke

4. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 24.09.1950

ZSG Großräschen - SG Vorwärts Wismar 0:0 (Sportgericht)

Die SG Vorwärts Wismar durfte aufgrund einer Sperre nicht antreten und verlor die Begegnung mit 0:0 Toren und 0:1 Punkten.

5. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 01.10.1950

ZSG der VEB Burg - ZSG Großräschen 5:1 (2:0)

Torschütze:

3:1 Wienicke, J. (72.min.)

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: Voigt (Dresden)

 

ZSG:

A. Müller - G. Jankowiak, Katsch, H. Bergmann, W. Nagel, S. Wildner, J. Wienicke, K. Ferenz, H. Nowak, W. Ferenz, G. Werschke

6. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 15.10.1950

ZSG Großräschen ===> spielfrei

7. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 22.10.1950

ZSG Anker Wismar - ZSG Großräschen 3:0 (1:0)

Torschützen: /

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: Schönebeck (Berlin)

 

ZSG:

A. Müller - H. Nowak, E. Kockro, S. Wildner, W. Nagel, H. Bergmann, J. Wienicke, G. Jankowiak, T. Riesner, G. Werschke, R. Fünfert

8. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 29.10.1950

BSG Chemie Großräschen - SSV Köpenick 08 2:1 (1:0)

Es war ein überaus hartes Spiel, was sich Großräschen und die Berliner am gestrigen Sonntag lieferten. Leider führte diese oft die Grenzen der Fairness überschreitende Begegnung zu zwei Verletzten, die spielentscheidend sein konnten. Beide Torhüter wurden Opfer dieser harten Spielnote. Köpenicks Schlussmann musste von der 25. Minute bis zum Beginn der zweiten Halbzeit aussetzen. Den Torwächter der Gastgeber traf es härter. Gleich zu Anfang der zweiten Halbzeit wagte er eine unvorsichtige Abwehr und wurde dabei noch unglücklich von Trappe getreten. Mit schweren Verletzungen wurde er vom Platz getragen. Die technisch bessere Spielweise der Gäste glich Großräschen durch größeren Kampfeinsatz aus. Wienicke hatte Chemie in der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Fünfert baute nach dem Wechsel den Vorteil auf 2:0 aus. Erst zwei Minuten vor Spielschluss gelang es Schilske, den Ehrentreffer zu erzielen.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Wienicke, J. (40.min.)

2:0 Fünfert, R. (74.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Trumm (Dresden)

 

BSG Chemie:

A. Müller - T. Riesner, H. Nowak, H. Bergmann, W. Nagel, S. Wildner, E. Kockro, J. Wienicke, K. Ferenz, G. Werschke, R. Fünfert

9. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 05.11.1950

BSG Chemie Großräschen - ZSG Textil Cottbus 3:0 (1:0)

Torschützen:

1:0 Ferenz, K. (35.min.)

2:0 Wildner, S. (70.min.)

3:0 Ferenz, K. (89.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Lambert (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, S. Wildner, E. Kockro, H. Nowak, J. Wienicke, G. Werschke, K. Ferenz

10. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 12.11.1950

SG Vorwärts Schwerin - BSG Chemie Großräschen 4:2 (1:1)

Torschützen:

0:1 Ferenz, W. (17.min.)

4:2 Jankowiak, G. (84.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Lipke (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, H. Nowak, E. Kockro, W. Ferenz, J. Wienicke, G. Werschke, K. Ferenz

11. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 14.01.1951

BSG Einheit Wismar - BSG Chemie Großräschen 2:2 (2:1)

Torschützen:

0:1 Wienicke, J. (08.min.)

2:2 Nowak, H. (79.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Bolte (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, S. Wildner, J. Wienicke, H. Nowak, G. Schönrock, K. Ferenz, R. Fünfert

12. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 21.01.1951

BSG Chemie Großräschen - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 0:3 (0:0)

Über weite Strecken der 90 Minuten diktierten die Gastgeber das Spielgeschehen, kamen aber zu keinen zählbaren Erfolgen. Kurz nach dem Wechsel gingen die Gäste durch Zschernagk 1:0 in Führung. Dennoch blieb Chemie tonangebend. Zwei weitere Treffer von Merbs und Zschernagk stellten das Endergebnis her. Ein recht glücklicher Sieg!

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

13. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 28.01.1951

BSG Lokomotive Cottbus - BSG Chemie Großräschen 3:1 (2:0)

Torschütze:

3:1 Wildner, S. (63.min.)

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Schmidt (Schönebeck)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, H. Nowak, E. Kockro, W. Nagel, G. Schönrock, K. Ferenz, R. Fünfert

14. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 11.02.1951

BSG Chemie Großräschen - ZSG Anker Wismar 1:1 (1:0)

Torschütze:

1:0 Ferenz, K. (12.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Kittler (Markranstädt)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, R. Zschiesche, G. Jankowiak, W. Löben, S. Wildner, K. Ferenz, R. Fünfert

15. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 18.02.1951

SSV Köpenick 08 - BSG Chemie Großräschen 0:2 (0:2)

Nun heißt es ade, Köpenick!

 

Wenn man nur weinen könnte! Alle auf den Rängen würden bittere, mitleidsvolle Tränen vergossen haben. Es ist faktisch zu einem Unabwendbaren geworden, von der zuweilen klar besseren Spielweise der Berliner Mannschaften und von dem damit verbundenen Pech, Sonntag für Sonntag berichten zu müssen. Der schwere Kampf, den fast alle Berliner Gemeinschaften um den Klassenerhalt führen, lässt diese Möglichkeiten gar zu oft offen, weil, und das müssen wir betonen, die Berliner gar nicht so schlecht sind, wie es aussieht. Das dennoch fast immer das kürzere Ende gezogen werden muss, liegt - und das nicht nur bei den Köpenickern - am oft zitierten Sorgenkind, dem Sturm.

Recht düster sah es für die Köpenicker Jungens aus, als schon nach wenigen Spielminuten der Ball gegen den Pfosten krachte und nachfolgend sich turbulente Szenen im Strafraum abspielten. Mit Glück und Geschick wurde dieser überfallartige Angriff abgewehrt. Schon um diese Zeit entging es dem aufmerksamen Beobachter nicht, dass sich die Köpenicker Hintermannschaft wohl ehrgeizig einsetzte und hart an den Mann ging, von einer konsequent deckenden Abwehr und ihren Vorteilen offenbar aber keine Vorstellung hatte. Und das nicht allein. Manchmal hatte man den Eindruck, als ob Phlegma und Spielbesessenheit sich wie zu einem gordischen Knoten verwickelten, der den Zuschauern wie Aktiven auf dem Spielfeld unlösbare Rätsel aufgab. Dann plötzlich waren es die Köpenicker, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Zeitweise spielten sie sogar so schön zusammen, dass Ausrufe der Bewunderung einfach nicht ausblieben. Hätten sie diesen Weg, der klar zum Erfolg führen musste, beibehalten, die Gäste aus dem Braunkohlenrevier wären um eine Niederlage herumgekommen. Leider riss der Faden wieder gar zu schnell ab. Eben noch eindrucksvolle Szenen vor dem Tor der Gäste gehabt, mussten die Mannen um Knüppel den ersten Verlusttreffer hinnehmen. Wie zu Salzsäulen erstarrt, standen alle fünf Abwehrspieler im Strafraum und schauten zu, wie der LA der Gäste das Leder an den sonst hervorragenden Kampe vorbei zum 1:0 platzierte. Das war in der 31. Minute. Fünf Minuten später ergab sich dasselbe Bild in noch krasserer Form. Der sensible Fischer hatte eine großartige Ausgleichschance für die Köpenicker vergeben, als die Lausitzer urplötzlich auf der linken Seite durchbrachen und nach wechselvollem Hin und Her einen erneuten Deckungsfehler durch LA Fünfert zum zweiten Treffer ausnutzten. Enttäuschung malte sich darauf auf den Gesichtern aller ab, wozu die 2. Halbzeit, in der sich das gleiche Geschehen abspielte, nicht unwesentlich beitrug. Es ist nun mal so, gespielt und doch verloren. Man muss sich damit abfinden.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Fünfert, R. (31.min.)

0:2 Fünfert, R. (36.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Paul (Dessau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, G. Jankowiak, K. Ferenz, W. Löben, S. Wildner, W. Ferenz, R. Fünfert

16. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 25.02.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Burg 2:1 (1:1)

Die Burger, die nach Abschluss der ersten Serie schon als sicherer Meister angesehen wurden, erlaubten sich am Sonntag eine erneute Niederlage, so dass ihr Vorsprung gegenüber dem eifrigsten Verfolger, den Potsdamer Volkspolizisten, bis auf einen Punkt zusammengeschmolzen ist. Gestern war es Großräschen, das die Burger mit 2:1 geschlagen nach Hause schickte. Die Platzherren gingen in der vierten Minute durch Löben 1:0 in Führung, doch konnten die Gäste in der 37. Minute durch Dobritz ausgleichen. Den Siegestreffer erzielte wiederum Löben, und zwar in der 54. Minute.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Löben, W. (04.min.)

2:1 Löben, W. (54.min.)

 

Zuschauer: 2800


Schiedsrichter: Jakob (Chemnitz)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, G. Jankowiak, W. Nagel, H. Bergmann, W. Ferenz, W. Löben, S. Wildner, K. Ferenz, R. Fünfert

17. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 11.03.1951

ZSG Textil Cottbus - BSG Chemie Großräschen 3:2 (3:1)

Die Abstiegsgefahr gebannt

 

Das Cottbuser Stadion war eine einzige glitschige Spielfläche. Diese irregulären Bodenverhältnisse entschuldigen vieles. Hinzu kommt noch, das Textil unbedingt Punkte gegen den Abstieg benötigte und schließlich auch gewann, wobei ihnen eine nicht stabile Gästeabwehr sehr entgegen kam. Auf technische Feinheiten musste man auch heute verzichten. Es sah so aus, als hätten sich die Cottbuser einen Überrumpelungsversuch vorgenommen, der dann auch vollkommen gelang. Großräschens Abwehr war konsterniert gegen die leider nur anfangs schnellen und steil angelegten Angriffe der Gastgeber. Zinnert wirkte sehr unsicher.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

2:1 Wildner, S. (09.min.)

3:2 Wildner, S. (55.min.)

 

Zuschauer: 3500


Schiedsrichter: Bolte (Berlin)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, H. Bergmann, W. Nagel, G. Jankowiak, W. Ferenz, W. Löben, S. Wildner, K. Ferenz, R. Fünfert

18. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 18.03.1951

BSG Chemie Großräschen - Hohenschönhausener SC 3:3 (2:3)

Nach 20 Minuten 3:0 für Hohenschönhausen

 

Ein klassearmes Spiel, das keineswegs DS-Liga-Niveau hatte, erlebten die 1500 Zuschauer. Sie waren enttäuscht von den Leistungen ihrer Elf, die sich während der ganzen 90 Minuten nicht zu einem geschlossenen Mannschaftsspiel zusammenfand. Dagegen schufen die Gäste besonders in der ersten Halbzeit durch ihre gefährlichen Steilvorlagen immer wieder Verwirrung in der Abwehrreihe Großräschens, die viele Lücken aufwies. Von Anfang an machte sich bei beiden Mannschaften eine Nervosität bemerkbar, die die Gäste jedoch bald ablegten, als sie in der 15. Minute durch Boffing den Führungstreffer erzielten. Bereits eine Minute später hieß es 2:0. Rechtsaußen Last hatte in die Mitte geflankt, und Machalinski schob das Leder platziert in die Maschen. In der 20. Minute zogen dann die Gäste durch einen Abwehrfehler - auch der Schlussmann war hier nicht ganz schuldlos - auf 3:0 davon, verstanden es aber nicht, diesen Vorsprung erfolgreich zu verteidigen. Der in der 30. Minute durch Wildner erzielte erste Gegentreffer war das Zeichen zum Generalangriff für die Platzherren. In der 35. Minute verwandelte Fünfert einen Freistoß zum 2:3. Kampf war nun die Parole. Trotz mehrfacher Torchancen beider Mannschaften gelang nur noch den Platzbesitzern ein Treffer und damit der Ausgleich. Spielerisch haben die Berliner, die technische Feinheiten zeigten, auf Grund ihres schnellen und raumgreifenden Angriffsspieles gefallen. Sie hatten im Torwart und in Linksaußen Boffing die besten Leute. Bei Großräschen gab man sich die größte Mühe, es wollte jedoch nichts glücken. Nur Bergmann, der überall auftauchte, wusste zu gefallen.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:3 Wildner, S. (30.min.)

2:3 Fünfert, R. (35.min.)

3:3 Löben, W. (85.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Voigt (Dresden)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - E. Kockro, T. Riesner, G. Jankowiak, W. Nagel, H. Bergmann, W. Ferenz, W. Löben, S. Wildner, K. Ferenz, R. Fünfert

19. Spieltag der DS-Liga / Staffel Nord am 23.03.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Einheit Schwerin 3:1 (0:0)

Die zweite Halbzeit entschied

 

Es war eines der spannendsten Treffen, die in letzter Zeit in Großräschen ausgetragen wurden. Bei böigem Wind und nassen Bodenverhältnissen lieferten sich die gleichwertigen Mannschaften einen Kampf, der erst in der zweiten Halbzeit entschieden wurde. 55 Minuten brauchte der Platzbesitzer zum Führungstreffer, der vom unverwüstlichen RA Nagel erzielt wurde. Löbens 2:0 folgte wenige Minuten später der Schweriner Anschlusstreffer durch Petersen, und noch war der Kampf nicht entschieden. Die Ausgleichschance nahm Westphal seiner Elf, als er kurz vor Schluss einen harmlosen Ball ins eigene Tor verfälschte.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nagel, W. (55.min.)

2:0 Löben, W. (65.min.)

3:1 Eigentor (87.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Paul (Dessau)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - G. Jankowiak, T. Riesner, S. Wildner, H. Bergmann, H. Nowak, W. Nagel, W. Löben, W. Ferenz, K. Ferenz, R. Fünfert

Testspiel

BSG Empor Lauter - BSG Chemie Großräschen 5:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

BSG Chemie:

 

Testspiel am 19.05.1951

BSG Chemie Großräschen - BSG Empor Lauter 4:1

Chemie Großräschen glückte die Revanche

 

Am Sonnabend glückte Chemie Großräschen vor 2500 Zuschauern die volle Revanche für die vor wenigen Wochen durch Empor Lauter erlittene 1:5-Niederlage. Mit 4:1 fiel der Sieg diesmal recht eindeutig aus, ein Zeichen, dass die Chemie-Elf aus ihrer Niederlage gelernt hat und die Hintermannschaft wesentlich konzentrierter spielte. Trotz schönen Kombinationsspiels kamen die Gäste nur zu einem zählbaren Erfolg. Bei Großräschen gefiel das Flachpassspiel, ein erster Erfolg der harten Trainingsarbeit. Nach überraschend starkem Start der Großräschener kam Lauter mehr und mehr auf, die Hintermannschaft der Platzherren, in der sich Zinnert wiederholt auszeichnete, war jedoch zunächst nicht zu überwinden. Erst nach dem 4:0 gelang den Gästen der Ehrentreffer, der aus einem Gewühl vor dem Tor erzielt wurde.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nagel, W. (11.min.)

2:0 Ratajczak, B. (20.min.)

3:0 Fünfert, R. (25.min.)

4:0 Kockro, E. (60.min.)

 

Zuschauer: 2500


Schiedsrichter: Spiegel (Sedlitz)

 

BSG Chemie:

H. Zinnert - G. Jankowiak, T. Riesner, E. Kockro, S. Wildner, Erdmann, K. Ferenz, B. Ratajczak, W. Nagel, W. Ferenz, R. Fünfert

Testspiel am 27.05.1951

BSG Chemie Großräschen - SC Westend 01 Berlin 2:1

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