Saison 1949/50

Brandenburger Landesmeister 1949/50

Liga: Landesklasse Brandenburg

 

Mit der Zusammenlegung der beiden Landesklassen-Staffeln zu einer eingleisigen Liga bekam es die ZSG Großräschen mit teils völlig unbekannten Gegnern zu tun. Statt nach Schipkau, Hörlitz oder Kiekbusch ging es nun auf längeren Auswärtsfahrten nach Hennigsdorf, Potsdam, Luckenwalde oder Neuruppin. Im Vorfeld glaubte niemand im Großräschener Lager an ein Mitspielen um die Meisterschaft, geschweige denn sogar an den Titelgewinn. Zum Ende des Jahres 1949 lag man als Tabellenfünfter auch bereits 6 Punkte hinter dem Spitzenreiter Textil Cottbus zurück. Im Frühjahr 1950 gelang dann allerdings eine beispiellose Aufholjagd und mit dem letzten Sieg gegen TEWA Luckenwalde wurde der Punktgleichstand mit der ZSG Textil Cottbus hergestellt. Da damals das Torverhältnis als Kriterium noch nicht zählte, kam es am Ostermontag auf dem Cottbuser Reichsbahn-Sportplatz zum Entscheidungsspiel um die Brandenburger Landesmeisterschaft. Vor 9700 Zuschauern, darunter 700 mit einem Sonderzug angereiste Großräschener Schlachtenbummler, sorgten die Tore von Joachim Wienicke und Gerhard Werschke für den umjubelten Titelgewinn. Die ZSG Großräschen stand somit kurz vor dem Sprung ins Fußball-Oberhaus. Gegen die Meister der anderen vier Länder wurde dies in der Aufstiegsrunde nach teils dramatischen Spielen jedoch knapp verpasst. Am Ende dieser äußerst erfolgreichen Saison stand die Qualifikation für die DS-Liga, welche damals nach der DS-Oberliga die zweithöchste Spielklasse der DDR darstellte.

 

 

Trainer: /

 

Spiele:

  TS ZSG - SG Großenhain 0:2
  TS ZSG - SG Löbau 1:1
  TS SG Senftenberg - ZSG 3:3
  TS ZSG - SG Hoyerswerda 7:3
  TS SG Hoyerswerda - ZSG 1:1
21.08.1949 TS ZSG - VfB Pankow 1:1
28.08.1949 TS ZSG - Stadtauswahl Meißen 3:5
  TS VfB Pankow - ZSG 5:3
  TS SG Meurostolln - ZSG 0:6
  TS ZSG - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 1:2
04.09.1949 MS ZSG - BSG Reichsbahn Cottbus 1:1
10.09.1049 MS ZSG Luckenwalde - ZSG 2:2
25.09.1949 MS ZSG - ZSG Wittenberge 6:0
02.10.1949 MS BSG Einigkeit Spremberg - ZSG 2:0
09.10.1949 MS ZSG Textil Cottbus - ZSG 2:1
16.10.1949 MS ZSG - BSG KWU Rot-Weiß Guben 2:1
23.10.1949 MS ZSG Eintracht Eberwalde - ZSG 0:0
30.10.1949 MS ZSG Neuruppin - ZSG 1:2
13.11.1949 MS ZSG - ZSG Hennigsdorf 4:0
20.11.1949 MS ZSG Welzow - ZSG 1:0
27.11.1949 MS ZSG - BSG Einigkeit Forst 5:0
11.12.1949 MS ZSG - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:2
18.12.1949 MS ZSG "Werner Seelenbinder" Brandenburg - ZSG 2:1
08.01.1950 MS BSG Reichsbahn Cottbus - ZSG 2:5
15.01.1950 MS ZSG - BSG Einigkeit Spremberg 2:0
22.01.1950 MS ZSG Wittenberge - ZSG 1:2
29.01.1950 MS BSG KWU Rot-Weiß Guben - ZSG 1:2
05.02.1950 MS SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - ZSG 1:0
12.02.1950 MS ZSG - ZSG "Werner Seelenbinder" Brandenburg 3:0
19.02.1950 MS BSG Einigkeit Forst - ZSG 0:1
26.02.1950 MS ZSG - ZSG Textil Cottbus 3:2
12.03.1950 MS ZSG Hennigsdorf - ZSG 1:4
19.03.1950 MS ZSG - ZSG Neuruppin 9:2
26.03.1950 MS ZSG - ZSG Welzow 3:1
02.04.1950 MS ZSG - ZSG Eintracht Eberswalde 3:0
07.04.1950 MS ZSG - BSG TEWA Luckenwalde 4:1
10.04.1950 ES ZSG Textil Cottbus - ZSG 0:2
16.04.1950 AR BSG Eisenhüttenwerk Thale - ZSG 1:0
23.04.1950 AR ZSG - SG Vorwärts Wismar 5:1
30.04.1950 AR BSG Sachsenverlag Dresden - ZSG 4:1
14.05.1950 AR ZSG - BSG KWU Weimar 2:3
21.05.1950 AR ZSG - BSG Eisenhüttenwerk Thale 3:1
04.06.1950 AR SG Vorwärts Wismar - ZSG 1:0
11.06.1950 AR ZSG - BSG Sachsenverlag Dresden 1:1
18.06.1950 TS SG Hohenleipisch - ZSG 2:6
25.06.1950 AR BSG KWU Weimar - ZSG 3:4
28.06.1950 TS BSG Franz Mehring Marga - ZSG  
02.07.1950 TS ZSG - BSG KWU Cottbus 2:1

 

Abschlusstabelle:

Pl. Mannschaften Sp Tore Punkte
01. ZSG Textil Cottbus                            26 77:32 39:13
02. ZSG Großräschen 26 68:26 39:13
03. SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 26 73:36 36:16
04. BSG Reichsbahn Cottbus 26 59:38 33:19
05. ZSG "Werner Seelenbinder" Brandenburg    26 62:40 30:22
06. ZSG Welzow 26 70:71 28:24
07. BSG Einigkeit Spremberg 26 48:41 26:26
08. BSG TEWA Luckenwalde 26 64:60 22:30
09. BSG Einigkeit Forst 26 48:45 22:30
10. BSG KWU Rot-Weiß Guben 26 54:72 22:30
11. ZSG Eintracht Eberswalde 26 43:76 18:34
12. ZSG Neuruppin 26 46:84 18:34
13. ZSG Wittenberge 26 44:80 17:35
14. ZSG Hennigsdorf 26 37:92 14:38

Abschlusstabelle Aufstiegsrunde:

Pl. Mannschaften                                        Sp Tore Punkte
01. BSG Sachsenverlag Dresden 8 21:13 11:5
02. BSG KWU Weimar 8 20:18 10:6
03. BSG Eisenhüttenwerk Thale 8 23:14 9:7
04. ZSG Großräschen 8 16:15 7:9
05. SG Vorwärts Wismar 8 8:28 3:13

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Statistiken und Spielberichte

 

 

Testspiel

ZSG Großräschen - SG Großenhain 0:2

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel

ZSG Großräschen - SG Löbau 4:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel

SG Senftenberg - ZSG Großräschen 3:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel 08/1949

ZSG Großräschen - SG Hoyerswerda 7:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel 08/1949

SG Hoyerswerda - ZSG Großräschen 1:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel am 21.08.1949

ZSG Großräschen - VfB Pankow 1:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

W. Hanisch - K. Katsch, Th. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, G. Jank, G. Werschke, H. Nowak, H. Piesche, G. Jankowiak, J. Wienicke

Testspiel anlässlich des Sportfestes in Großräschen am 28.08.1949

ZSG Großräschen - Stadtauswahl Meißen 3:5

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel

VfB Pankow - ZSG Großräschen 5:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel

SG Meurostolln - ZSG Großräschen 0:6

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Testspiel

ZSG Großräschen - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 1:2

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

1. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 04.09.1949

ZSG Großräschen - BSG Reichsbahn Cottbus 1:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

2. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 10.09.1949

ZSG Luckenwalde - ZSG Großräschen 2:2

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

3. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 25.09.1949

ZSG Großräschen - ZSG Wittenberge 6:0

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

4. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 02.10.1949

BSG Einigkeit Spremberg - ZSG Großräschen 2:0

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

5. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 09.10.1949

ZSG Textil Cottbus - ZSG Großräschen 2:1 (0:1)

Vor 3000 Zuschauern konnte die ebenfalls zu den Meisterschaftsanwärtern zählende Textil-Cottbus nach einem äußerst dramatischen Kampf über Groß-Räschen mit 2:1 die Oberhand behalten. Bereits in der 1. Minute war Groß-Räschen durch einen Überraschungstreffer in Führung gegangen. Erst in der 71. Minute konnten die Cottbuser, die wohl ein schönes Kombinationsspiel zeigten, aber die nötige Durchschlagskraft vermissen ließen, durch Klose gleichziehen, und dem Repräsentativen Schöne war es vergönnt, in der 88. Minute seiner Mannschaft Sieg und Punkte durch ein 2. Tor zu retten.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze:

0:1 (01.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

6. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 16.10.1949

ZSG Großräschen - BSG KWU Rot-Weiß Guben 2:1 (0:1)

Eigentlich hatte man den Gubenern auf Grund ihrer letzten Leistungen ein kleines Plus eingeräumt und einen Sieg erwartet. Aber auch hier kam es wieder einmal anders! Trotz spielerischer Überlegenheit während der 90 Minuten musste KWU diese Niederlage hinnehmen. Der Innensturm (auch Gutsche hatte keine Schussstiefel an) versagte auf der ganzen Linie. Zur Pause allerdings stand es noch durch einen Treffer des Rechtsaußen Hennig 1:0 für die Gäste. Ein Elfmeter wurde von Schreck verschrocken. Dann musste Kulke wegen Verletzung ausscheiden. Das war Wasser auf die Mühlen der Groß-Räschener! In der 70. Minute erzwangen sie den Ausgleich und fünf Minuten später den Siegestreffer.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 (70.min.)

2:1 (75.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

7. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 23.10.1949

ZSG Eintracht Eberswalde - ZSG Großräschen 0:0

Hindenberg hielt einen Elfmeter!

 

Der Platzbesitzer beginnt das Spiel aufgeregt: wie ein Bienenschwarm läuft die Mannschaft durcheinander. Langsam findet sich Eberswalde, besonders Hindenberg und Kletzin fallen durch ihre Ruhe auf und geben ihrer Mannschaft den nötigen Rückhalt. Bis 5 Minuten vor Schluss keine Höhepunkte! Plötzlich hat ein Verteidiger von Eberswalde den Ball in der Hand, ein Pfiff, der Schiedsrichter zeigt auf den Elfmeterpunkt, der Schuss wird ausgeführt, doch Hindenberg hält hervorragend, und freudetrunken liegen sich die Spieler in den Armen. Korrekt und unauffällig: Schiedsrichter Wiersch (Bernau). Beste Leute bei Eberswalde: Hindenberg und Kletzin (neues Talent). Bei Großräschen Mittelläufer Wildner, sonst fiel noch der linke Läufer Bergmann durch unfaire Spielweise auf.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Wiersch (Bernau)

 

ZSG:

W. Hanisch - G. Jankowiak, Th. Riesner, G. Jank, S. Wildner, H. Bergmann, H. Jungnickel, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, R. Fünfert

8. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 30.10.1949

ZSG Neuruppin - ZSG Großräschen 1:2 (0:1)

Fast 2000 Zuschauer hatten sich in Neuruppin eingefunden, um ihrer in letzter Zeit stark hervorgetretenen Elf den Rücken zu stärken. Bessere Tagesform und ein unglückliches Tor ließen die Großräschener Gäste zu den Punkten kommen. In der 20. Minute ging die Elf aus Großräschen glücklich 1:0 in Führung. Nach dem Wechsel wurde das Spiel etwas ausgeglichener. Neuruppin versuchte mit Macht den Ausgleich zu erzielen! Dagegen konnte Großräschen in der 55. Minute auf 2:0  erhöhen. Dann erst das 2:1.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Wiersch (Bernau)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, H. Nowak, G. Jank, H. Piesche, J. Wienicke, S. Wildner, R. Fünfert

9. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 06.11.1949

ZSG Großräschen ===> spielfrei

10. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 13.11.1949

ZSG Großräschen - ZSG Hennigsdorf 4:0 (3:0)

Die Großräschener bewiesen wieder einmal, dass sie auf eigenem Platz kaum zu schlagen sind. Sie hatten gegenüber den mit letztem Einsatz kämpfenden Gästen aus Hennigsdorf immer ein kleins Plus. Vor allem besaßen sie den entschlosseneren und durchschlagskräftigeren Sturm. In der 15. Minute geht Großräschen durch Wildner in Führung. In der 23. Minute stellt Piesche im Alleingang den zweiten Treffer her. Kurz vor der Pause ist es wiederum Piesche, der ein Tor erzielt. Nach dem Wechsel ist es Nowak, der in der 65. Minute das 4:0 und Endresultat herstellt. Ein verdienter Sieg der Großräschener.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Wildner, S. (15.min.)

2:0 Piesche, H. (23.min.)

3:0 Piesche, H. (44.min.)

4:0 Nowak, H. (65.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

11. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 20.11.1949

ZSG Welzow - ZSG Großräschen 1:0 (0:0)

2000 Zuschauer waren im Kohlenpott Welzow erschienen, um ihrer Mannschaft im Kampf um den Anschluss an die Spitzengruppe den Rücken zu stärken. In einem von Welzow teilweise überlegen geführten Spiel verhinderten beiderseits starke Hintermannschaften eine größere Torausbeute. Der einzige Treffer, der Sieg und Punkte bedeutete, wurde in der 84. Minute durch den jungen Welzower Rechtsaußen Bartsch (18 Jahre) erzielt. Schiedsrichter Belling hatte das mit äußerstem Einsatz geführte Treffen jederzeit sicher in der Hand.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer: 2000


Schiedsrichter: Belling

 

ZSG:

 

12. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 27.11.1949

ZSG Großräschen - BSG Einigkeit Forst 5:0 (3:0)

Großräschen ist ein heißer Boden, das ist allen Mannschaften der Landesklasse bekannt. Einen knappen Sieg der Großräschener hatten wir vorausgesagt, dass dieser Erfolg aber so eindeutig ausfallen würde, hat niemand erwartet. Bereits bis zur Pause hatte sich der Platzbesitzer einen sicheren 3:0-Vorsprung erkämpft. Forst fällt durch diese Niederlage endgültig ins Mittelfeld zurück und muss sämtliche Meisterschaftshoffnungen begraben, zumal noch das mit 3:1 gewonnene Spiel gegen Spremberg wiederholt wird.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: 

 

Zuschauer: 


Schiedsrichter: 

 

ZSG:

 

13. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 04.12.1949

ZSG Großräschen ===> spielfrei

14. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 11.12.1949

ZSG Großräschen - SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:2 (1:1)

Die Überraschung, die wir in Erwägung gezogen hatten, ist eingetreten. Großräschen bewies wieder einmal mehr, dass es auf eigenem Platz ein schwer zu schlagender Gegner ist. Durch Schnelligkeit und Härte machte die Mannschaft die technische Überlegenheit der körperlich schwächeren Potsdamer Volkspolizisten zunichte und zerstörte auch die anfangs so verheißungsvoll aufblitzenden Flachkombinationen der Potsdamer Gäste. In der 17. Minute zieht Zschernagk mit einer Steilvorlage von Pasternack davon, überläuft die Verteidigung und bringt Potsdam 1:0 in Führung. Die Einheimischen können jetzt die anfängliche Überlegenheit ausschalten und ein ausgeglichenes Spiel liefern. Ferenz ist es, der in der 29. Minute einen Weitschuss auf das Potsdamer Tor jagt. Michael fälscht den Ball ab und für Schuler unerreichbar findet er den Weg ins Netz zum 1:1.

Auch nach dem Wechsel ein ausgeglichenes Spiel, gefährliche Situationen auf beiden Seiten, bis in der 53. Minute Nowak eine Flanke von Fünfert unhaltbar zum Führungstreffer für Großräschen einsendet. Aber sofort im Gegenzug stellt der eifrige Halbrechte Schröter mit einem 25-m-Schuss den Ausgleich her. Wiederum ein Verteidigungsfehler, als der Ball nicht scharf genug zum Torwart zurückgespielt wird, und Piesche hinter dem Leder herspurtet und das 3:2 für Großräschen erzielt. Durch diesen Treffer kommt die Volkspolizei um das verdiente Unentschieden.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: 

1:1 Fehrenz, K. (29.min.)

2:1 Nowak, H. (53.min.)

3:1 Piesche, H.

 

Zuschauer: 1200


Schiedsrichter: Reschke (Guben)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, S. Wildner, K. Katsch, H. Bergmann, G. Jank, H. Piesche, K. Fehrenz, H. Nowak, R. Fünfert

15. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 18.12.1949

ZSG "Werner Seelenbinder" Brandenburg - ZSG Großräschen 2:1 (1:0)

Brandenburg musste seinen Repräsentativen Rinkenbach I und Pohl ersetzen. In technischer Beziehung war es den Gästen etwas voraus, aber der ungeheure Kampfgeist, der schon bekannt und gefürchtet ist, glich dieses Manko aus. In der 30. Minute fällt das einzige Tor der ersten Hälfte, als Schuder auf Vorlage von Greschel unhaltbar verwandelt. In der 50. Minute hebt Karger über den herauslaufenden Torwart zum 2:0 ein. Wenige Augenblicke später erzielt er auch den dritten Treffer, aber wegen Handspiels findet er keine Anerkennung. Das Ehrentor fällt in der 75. Minute durch Verteidiger Riesner. Durch diesen Sieg sichert sich Brandenburg den Anschluss zur Spitzengruppe.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschütze: 

2:1 Riesner, Th. (75.min.)

 

Zuschauer: 1500


Schiedsrichter: Jahn (Spremberg)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, G. Jank, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, R. Fünfert

16. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 08.01.1950

BSG Reichsbahn Cottbus - ZSG Großräschen 2:5

Torschützen: 

 

Zuschauer: 


Schiedsrichter: Jahn (Spremberg)

 

ZSG:

 

17. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 15.01.1950

ZSG Großräschen - BSG Einigkeit Spremberg 2:0 (0:0)

Genau mit dem gleichen Ergebnis, wie seinerzeit die Spremberger daheim siegreich waren, unterlagen sie diesmal auf Gegners Platz. Es war ein erbitterter Punktekampf, der im Zeichen starker Hintermannschaften stand. Erst nach dem Wechsel kamen die Platzbesitzer zu den beiden siegbringenden Toren.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: 

 

Zuschauer: 


Schiedsrichter: Reschke (Guben)

 

ZSG:

 

18. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 22.01.1950

ZSG Wittenberge - ZSG Großräschen 1:2 (1:1)

Torschützen: 

 

Zuschauer: 


Schiedsrichter: Heike (Brandenburg)

 

ZSG:

 

19. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 29.01.1950

BSG KWU Rot-Weiß Guben - ZSG Großräschen 1:2

Torschützen: 

 

Zuschauer: 


Schiedsrichter: Strauch (Forst)

 

ZSG:

 

20. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 05.02.1950

SG Deutsche Volkspolizei Potsdam - ZSG Großräschen 1:0 (0:0)

Trotz des nur knappen 1:0-Sieges bot das Spiel einen sehr bewegten Verlauf. Es stand im Zeichen zweier überragender Hintermannschaften, wobei Großräschens Abwehr bewies, dass sie wohl die stärkste des Landes Brandenburg ist. Überragend der rechte Verteidiger Riesner. Der Sturm der Räschener war nicht so überzeugend. Sehr schwach die beiden Außenstürmer. Bei der Polizei, wie schon erwähnt, die Hintermannschaft sehr stark, sehr schnell die beiden Außenläufer Dahlies und Pasternak. Schön war der ruhende Pol, Schröder und Merbs sehr beweglich. Beide Außen, Matzen und Zschernagk, die Durchreißer im Sturm. Trotz des schweren Bodens zeigten die Volkspolizisten sehr schöne Kombinationszüge und stellten sich auf Grund ihrer technischen Reife von dem unter diesen Umständen nicht angebrachten Flachpassspiel auf halbhoch um. Das einzige Tor des Tages fiel eine Minute nach dem Wechsel durch Schröder auf eine Vorlage von Merbs. Den Ausgleich verhinderte Hindenberg im Verein mit seinen Vordermännern. Hindenberg besaß wieder ausgezeichnete Form und dürfte zur wertvollsten Stütze seiner neuen Gemeinschaft werden.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  /

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: 

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Nowak, K. Katsch, H. Bergmann, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, G. Jank, R. Fünfert

21. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 12.02.1950

ZSG Großräschen - ZSG "Werner Seelenbinder" Brandenburg 3:0 (0:0)

Die Einheimischen mussten ihre beiden Stammspieler Fünfert und Jank ersetzen. Der eingestellte Ersatz passte sich aber gut dem Mannschaftsrahmen an und ließ die Stammspieler kaum vermissen. Großräschen, erst gegen den Wind spielend, hat das Spiel jederzeit in der Hand, doch die ersten Chancen werden ausgelassen. Der gute Brandenburger Sturm kann gegen das anerkannt tüchtige Schlussdreieck der Räschener nicht viel ausrichten, so dass es mit 0:0 in die Pause geht.

Nach dem Wechsel diktierten die Räschener eindeutig das Spielgeschehen. In der 68. Minute landet eine Flanke von Nowak auf den Kopf von Wienicke, dieser verwandelt unhaltbar zum 1:0. Drei Minuten später unternimmt Nowak einen Alleingang und gegen seinen aus 12 Metern abgefeuerten Schuss ist Zippel machtlos. Wiederum ist es Nowak, der in der 77. Minute das 3:0 herstellt und somit den Sieg sichert. In den letzten 20 Minuten wird Großräschen eindeutig überlegen. Brandenburg verteidigt fast mit seiner gesamten Mannschaft!

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  

1:0 Wienicke, J. (68.min.)

2:0 Nowak, H. (71.min.)

3:0 Nowak, H. (77.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Krüger (Spremberg)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, G. Werschke

22. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 19.02.1950

BSG Einigkeit Forst - ZSG Großräschen 0:1

Torschütze:  

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Reschke (Guben)

 

ZSG:

 

23. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 26.02.1950

ZSG Großräschen - ZSG Textil Cottbus 3:2

Torschützen:  

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Drescher (Frankfurt/Oder)

 

ZSG:

 

24. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 05.03.1950

ZSG Großräschen ===> spielfrei

25. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 12.03.1950

ZSG Hennigsdorf - ZSG Großräschen 1:4 (1:1)

Bis zur Halbzeit mit Wind spielend, konnten die Platzherren das Treffen einigermaßen ausgeglichen gestalten. Aber nach der Pause war es mit ihrem Fußball-Latein am Ende. Mit 4:1 verließ der Meisterschaftsanwärter Großräschen als sicherer Sieger das Feld. Die erneute Niederlage kann entscheidend für den Abstieg sein.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Wolf (Brandenburg)

 

ZSG:

 

26. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 19.03.1950

ZSG Großräschen - ZSG Neuruppin 9:2 (2:0)

Technik, Kampfgeist, Härte und ein gutes Spielsystem haben die Elf aus dem Kohlenpott zu einem geschlossenen Ganzen werden lassen. Neuruppin erzwang bis zur 27. Minute auf Grund der ausgezeichneten Leistungen des Sturms ein fast ausgeglichenes Spiel, aber mit der Zeit zeigte es sich, dass die Vorderreihe nicht allein gegen eine Mannschaft ankämpfen kann, zumal die Großräschener Hintermannschaft zu den stärksten des Landes zählt. In der 27. Minute erzielte Piesche aus 12 Metern den unhaltbaren ersten Treffer, drei Minuten später erhöhte er auf 2:0. Trotz dauernder Feldüberlegenheit blieb es bei diesem Ergebnis bis zum Seitenwechsel. In der 55. Minute zeichnete Nowak für den dritten und 5 Minuten später wieder Piesche für den 4. Treffer verantwortlich. Sorglos sicher mit dem 4:0-Vorsprung wurde die Räschener Hintermannschaft etwas leichtsinnig in ihrem Deckungsspiel. Der schnelle Sturm der Neuruppiner nutzte das zu zwei Treffern von Brauer und Lüthy aus. Für Großräschen war nun Anlass genug, wieder konzentriert zu spielen, und zwei Kopftore von Jankowiak nach Vorlage von Werschke erbrachten das 6:2. Weitere Treffer erzielten Werschke, Piesche (Handelfmeter) und Wienicke (eine Minute vor Schluss). Mit dem überzeugenden Spiel in der zweiten Hälfte verdienten sich die Großräschener Titelaspiranten diesen Mammut-Sieg.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  

1:0 Piesche, H. (27.min.)

2:0 Piesche, H. (30.min.)

3:0 Nowak, H. (55.min.)

4:0 Piesche, H. (60.min.)

5:2 Jankowiak, G.

6:2 Jankowiak, G.

7:2 Werschke, G.

8:2 Piesche, H. (Handelfmeter)

9:2 Wienicke, J. (89.min.)

 

Zuschauer: 1000


Schiedsrichter: Neumann (Forst)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, G. Werschke

27. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 26.03.1950

ZSG Großräschen - ZSG Welzow 3:1 (2:0)

Fast 3000 begeisterte Anhänger hatten sich in dem kleinen Kohlenpott der Lausitz eingefunden, um ihrer Mannschaft in den letzten Spielen um die Meisterschaft den Rücken zu stärken. Sie wurden allerdings etwas enttäuscht, denn die Kumpels führten ein regelrechtes Stoßspiel nach altem Muster vor. Technische Feinheiten bekam man überhaupt nicht zu sehen. Welzow spielte in der zweiten Hälfte ohne Tordrang. In dieser Form dürfte Großräschen bei evtl. Meisterschaft und Teilnahme an den Aufstiegsspielen nur eine geringe Chance haben. Der Spielfilm: In der ersten Hälfte haben die Räschener etwas mehr vom Spiel. Eine Kombination zwischen Nowak und Werschke führt durch letzteren zur 1:0-Führung in der fünfen Minute. Zehn minuten später sind es wiederum die gleichen Spieler, die sich durchsetzten, aber jetzt verwandelt Nowak. Mit 2:0 wurden die Seiten gewechselt. Nun kommt Welzow mächtig auf. Aber ganu überraschend, aus der Abwehr heraus, erzielt Piesche in der 67. Minute das 3:0. Welzow steckt nicht auf. Räschen nimmt die Halbstürmer zurück und spielt auf Halten. Lehser erzielt den Ehrentreffer. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  

1:0 Werschke, G. (05.min.)

2:0 Nowak, H. (15.min.)

3:0 Piesche, H. (67.min.)

 

Zuschauer: 3000


Schiedsrichter: Schade (Königs Wusterhausen)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, G. Werschke

28. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 02.04.1950

ZSG Großräschen - ZSG Eintracht Eberswalde 3:0 (0:0)

Schon vor der Pause war der Favorit, ZSG Großräschen, gegen Eintracht Eberswalde die klar bessere Mannschaft, aber die Eberswalder Gäste bemühten sich, durch guten Kampfgeist ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen. So blieb die Partie bis zur Pause 0:0. Eberswaldes talentierter Torwart Will war der Held des Tages und machte auch die zwingendsten Torchancen zunichte. Die zweiten 45 Minuten brachten dann schon kurz nach Wiederbeginn das 1:0 von Mittelstürmer Piesche und in den folgenden Minuten weitere Treffer durch Rechtsaußen Wienicke und Piesche (prachtvoller 20-m-Schuss). Eberswalde zog seine Stürmer weit mit in den eigenen Strafraum zurück und wehrte sich mit vielbeiniger Abwehr gegen weitere Verlusttreffer. Die einheimische Spitzenmannschaft gab sich auch mit dem erzielten Ergebnis zufrieden und spielte verhalten, um Kräfte zu schonen für die kommenden Ereignisse. Sollte das letzte Spiel am Karfreitag gegen Luckenwalde siegreich ausgehen, so tritt Großräschen am Ostermontag im entscheidenden Spiel gegen den punktgleichen Tabellenführer Textil Cottbus auf dem neutralen Reichsbahnplatz in Cottbus an. 

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:  

1:0 Piesche, H. (47.min.)

2:0 Wienicke, J.

3:0 Piesche, H.

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Krüger (Cottbus)

 

ZSG:

 

29. Spieltag der Landesklasse Brandenburg am 07.04.1950

ZSG Großräschen - BSG TEWA Luckenwalde 4:1

Torschützen:  

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Entscheidungsspiel um die Brandenburgische Landesmeisterschaft am 10.04.1950

ZSG Textil Cottbus - ZSG Großräschen 0:2 (0:1)

Landesliga-Meistertitel an Großräschen

 

Cottbus stand wieder einmal im Blickpunkt der brandenburgischen Fußball-Freunde, denn die Grubenelf ZSG Großräschen äußerte in der Woche vor dem Entscheidungsspiel gegen Textil den Wunsch, das Endspiel auf dem dortigen Reichsbahnplatz auszutragen. Nach dem 4:1-Sieg gegen TEWA Luckenwalde am Karfreitag ging man recht optimistisch in das Endspiel, und so lieferten auch die Gäste gegen die favorisierten Textilleute eine große kämpferische Leistung, waren sogar technisch klar überlegen. Textil, eine Woche in Cottbus zu einem Trainingslager zusammengezogen unter Leitung des Läufers Lüddecke, der in Leipzig auf der Sportschule beim II. Fußball-Lehrer-Kursus als einziger das Prädikat "Sehr gut" erhielt, erlaubte sich den größten Schnitzer des brandenburgischen Nachkriegsfußballs. Fast 10000 waren mehr wie überrascht, als sich Textil mit folgender Elf stellte: Lehmann; Popp, Kraitzeck; Noack, Kohl, Adam; Schulz, Schöne, Lüddecke (!), Klose, Wohlfahrt. Räschen bot auf: Müller, Jankowiak, Riesner, Bergmann, Katsch, Wildner, Wienicke, Ferenz, Piesche, Nowak, Werschke. Gerhard Schulz (Dresden) pfiff einmal mehr ausgezeichnet. Die Textilbesetzung war also mehr als ein Experiment. Noack hatte wegen Verletzung längere Zeit pausieren müssen, Klose wurde in den letzten vier Spielen nicht eingesetzt und Lüddecke in der Mitte - das war das große Minus, kostete den Landesmeistertitel.

Von Beginn an zeigte die Schöne-Elf ein zerfahrenes System, hervorgerufen durch den zurückfallenden Mittelstürmer, der sich teils sogar in der Verteidigung betätigte. Nowak, in der 8. Minute wunderbar freigespielt von Wildner, schießt 6 m vor dem Textiltor ab, doch Lehmann wirft sich dem Leder entgegen. Wienicke taucht in der Strafraumhöhe auf, zieht an Popp vorbei und setzt das Leder scharf in die linke untere Ecke. 700 Räschener Fußballfreunde, die per Sonderzug gekommen waren, rasen. Textil erkennt nicht die verfehlte Aufstellung und zeigt weiterhin Stückwerk. Aus einem Gewühl verschießt Schöne, kurz danach macht Torwart Müller eine Lüddecke-Hereingabe zunichte und Wohlfahrt schießt über das Gebälk. Nachdem beide Schlussmänner ihr Können mehrmals unter Beweis stellten, kommt Textil kurze Zeit groß auf, doch der Ausgleich bleibt aus.

Alles erwartet eine Wendung in der zweiten Hälfte, doch nein - weiterhin bleiben die Kumpels stets schneller am Leder. Schöne wird angeschlagen und geht auf LA, Schulz auf halbe Position und Wohlfahrt in die Mitte. Nach kurzer Textil-Druckperiode deprimieren die Spreestädter, nur Adam zeigt außergewöhnlichen Einsatz. Nun spielt die Räschener Läuferreihe groß auf und in der 72. Minute wird der Sieg sichergestellt. Werschke, nach innen gelaufen, schießt unhaltbar ein. 74. Minute: Klose wird gefoult, den Elfmeter schiebt Wohlfahrt kraftlos dem sich nach rechts werfenden Müller in die Arme. Auf den Schultern ihrer Anhänger wurde der Meister vom Platz getragen. Im Räschener Lager wird man eine große Portion an Technik hinzulernen müssen, um den kommenden Aufgaben gewachsen zu sein.

Nach dem Spiel forderten die enttäuschten 9000 Cottbuser den Mann zu nennen, der für Textils Aufstellung verantwortlich zeichnete. Nicht einmal die Spartenleitung wurde vor dem Spiel mit der verfehlten Aufstellung vertraut gemacht. Einer wollte experimentieren, das kostete die Meisterkrone!

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

0:1 Wienicke, J. (08.min.)

0:2 Werschke, G. (72.min.)

 

Zuschauer: 9700


Schiedsrichter: G. Schulz (Dresden)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, G. Werschke

1. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 16.04.1950

BSG Eisenhüttenwerk Thale - ZSG Großräschen 1:0 (0:0)

Torschützen: /

 

Zuschauer: 5000


Schiedsrichter: W. Schaub (Leipzig)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Fehrenz, Franke, H. Nowak, G. Werschke

2. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 23.04.1950

ZSG Großräschen - SG Vorwärts Wismar 5:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

3. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 30.04.1950

BSG Sachsenverlag Dresden - ZSG Großräschen 4:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

E. Müller - Th. Riesner, S. Wildner, G. Jankowiak, H. Bergmann, G. Jank, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Piesche, H. Nowak, G. Werschke

4. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 07.05.1950

ZSG Großräschen ===> spielfrei

5. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 14.05.1950

ZSG Großräschen - BSG KWU Weimar 2:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

6. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 21.05.1950

ZSG Großräschen - BSG Eisenhüttenwerk Thale 3:1 (2:0)

Es war die letzte Hoffnung des brandenburgischen Landesbesten, mit einem Erfolg gegen den Tabellendritten BSG Thale sich die Möglichkeit zu verschaffen, selbst auf den dritten Platz zu kommen. Was man sich vorgenommen hatte, das gelang! Mit diesem 3:1-Erfolg sind die Aussichten der in einem Lehrgang zusammengezogenen Mannschaft von Großräschen beachtlich gute. Als in der vierten Minute der Halbrechte Nowak unhaltbar einschoss, und nach einem halbstündigen Verlauf der Halblinke Werschke auf 2:0 erhöhte, war mit einer Änderung des Spielverlaufes zugunsten der Gäste nicht mehr zu rechnen. Tatsächlich glückte auch in der 55. Minute Großräschens Linksaußen Ferenz der 3:0-Stand. Wenn auch der vorzügliche Halblinke Thales, der bekannte Oberländer, auf 1:3 verkürzte, blieb doch der Erfolg der Brandenburger unangetastet.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:0 Nowak, H. (04.min.)

2:0 Werschke, G. (30.min.)

3:0 Fehrenz, K. (55.min.)

 

Zuschauer: 4500


Schiedsrichter: E. Franke (Jahnsdorf)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, G. Jank, J. Wienicke, H. Nowak, W. Nagel, G. Werschke, K. Fehrenz

7. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 04.06.1950

SG Vorwärts Wismar - ZSG Großräschen 1:0 (1:0)

Die bedeutungsvollste Entdeckung in Wismar bei der Begegnung zwischen Vorwärts und Großräschen war, dass die Platzbesitzer trotz der schlechten Bodenbeschaffenheit jetzt stark versuchen, ein schönes, gefälliges Schlagballspiel aufzuziehen. Die Wismarer steigern sich von Sonntag zu Sonntag, und auch die mannschaftliche Harmonie wird ständig besser. Beide Hintermannschaften zeichneten sich durch konsequente Deckungsarbeit aus. Das Angriffsspiel der Brandenburgerwar zu durchsichtig, als dass man damit hätte die Abwehr des Gastgebers durchdringen können. Das Tor des Tages fiel in der 25. Minute durch den Halblinken Schlorff.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

8. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 11.06.1950

ZSG Großräschen - BSG Sachsenverlag Dresden 1:1 (0:1)

Pech für Großräschen

 

Wird Großräschen noch Dritter? Im wichtigen Kampf gegen die BSG Sachsenverlag bewiesen die Brandenburger, dass sie zu Recht einen Anspruch auf den dritten Tabellenplatz geltend machen können. Beide Vertretungen brachten hervorragende Kondition mit, und nur mit Glück überstanden die Gäste gefährliche Situationen. Großräschen hatte eine hervorragende erste Viertelstunde, hielt den Ball flach, zeigte ein gekonntes Stellungsspiel und war dadurch leicht überlegen. Auf dem schwierigen Boden des Platzbesitzers hatte sich aber Mitte der ersten Halbzeit der Sachsenmeister eingespielt und Peterson war nach Ablauf von fünfundzwanzig Minuten der Schütze des einzigen Vorpausentores. Werschke stellte in der 53. Minute das 1:1 her, bei dem es trotz bewegter Szenen vor beiden Toren bis Spielschluss blieb.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche (Ausgabe Berlin)

 

 

Die beste Gelegenheit, dem Aufstieg in die DS-Liga einen Schritt näher zu kommen, verpasste am Sonntag die Elf der ZSG Groß-Räschen. Auf heimischem Boden, allerdings mit einigem Ersatz antretend, gelang ihr trotz offensichtlicher Überlegenheit in der zweiten Spielhälfte nur ein Remis gegen den in den ersten 45 Minuten technisch besseren, nach der Pause aber stark abbauenden Sachsenvertreter.

Im Vorspiel standen sich die beiderseitigen Jugendvertretenden gegenüber. Obwohl die Einheimischen bis zur Pause mit 3:1 vorn lagen, gelang es den mit großem Einsatz spielenden, körperlich unterlegenen Dresdnern mit zwei geschickt herausgespielten Toren, den Endstand von 3:3 herzustellen.

Schon in den Anfangsminuten merkt man, dass sich die Platzbesitzer etwas vorgenommen haben. Aber schon hier zeigt sich, dass mit primitivem Stoßspiel gegen eine gewitzte Abwehr wie die der Dresdner nicht anzukommen ist. Schon in der 13. Minute ist der Führungstreffer fällig, doch eine halbhohe Flanke von rechts verpasst der Mittelstürmer Jungnickel, drei Meter allein vor dem Tor stehend. Kurz darauf brennt es noch einmal vor Ritters Gehäuse, doch den von Werschke platziert getretenen Ball kann der sichere Tormann der Dresdner zur Ecke ablenken. In den nun folgenden Minuten geben die Gäste den Ton an. Sie verstehen es, mit zügigen Kombinationen Verwirrung in der Hinterreihe der Blau-Weißen zu bringen. Aber in dieser Abwehr steht ein Mann, der den Angriffsmotor der Gäste, den wendigen Mittelstürmer Forke, beherrscht, und an dem sich die ganze Mannschaft aufrichtet: der erst 23jährige Mittelläufer Wildner.

In einer kurzen Druckperiode der Einheimischen hinein fällt überraschend der Führungstreffer der Dresdner. Einen Scharfschuss von Fehrenz haltend, schlägt Torwart Ritter den Ball sofort zu dem freistehenden Forke, dieser setzt seinen Rechtsaußen mit einer Steilvorlage ein, die sehr schön hereingegebene Flanke "tippt" der mitgelaufene Peterson zum 1:0 ins Netz.

Wer gedacht hat, dass in der zweiten Hälfte die Dresdner mit dem Wind im Rücken ihre Gegner ausspielen werden, sieht sich schwer getäuscht. Groß-Räschen hat zwei Umstellungen vorgenommen, die sich vorteilhaft auswirken. Werschke geht auf seinen gewohnten Außenstürmerposten, und Wildner rückt auf die Position des linken Läufers. Mit dieser Umstellung von Wildner kommt Zug in die Angriffsaktionen der Einheimischen, es wird jetzt der Ball konsequent flach gehalten und die Außenstürmer bedient. Zumal die Dresdner ihren ausgezeichneten Halblinken Vogel durch Verletzung kurz vor der Pause eingebüßt hatten, und somit die gesamt zweite Hälfte mit zehn Mann durchstehen mussten. In der 53. Minute der erste Erfolg der nun guten Fußball spielenden Gastgeber. Linksaußen Werschke ist zur Mitte durchgelaufen, den steil gespielten Ball nimmt er kurz an, umspielt noch einen Verteidiger und schießt flach zum Ausgleichstreffer ein. Eine Ermüdung der Gästemannschaft ist nicht zu übersehen, die einzelnen Spielern zu grotesken Szenen Anlaß gibt. Aber Schiedsrichter Ehmann geht auf diese "Schauspielermanieren" nicht ein und lässt sich das Spiel in keiner Phase aus den Händen nehmen. In der 83. Minute ergibt sich für die Gastgeber die letzte große Chance, den Sieg an sich zu reißen, doch den durch absichtliches Handspiel verursachten Strafstoß kann Werschke nicht verwandeln. Ritter ist auf der Hut und lenkt den Ball zur Ecke ab. Kurz vor Schluss gibt es noch eine heikle Situation vor dem einheimischen Tor. Einem durch herrlichen Schuss erzielten Treffer der Dresdner muss Schiedsrichter Ehmann die Anerkennung versagen, da der Linienrichter bei dem drei Meter abseits stehenden Stürmer eine in das Spiel eingreifende Handlung wahrnimmt.

Besonders Lob verdienen sich neben den famosen Spielern Wildner und Hoegg vor allem beide Tormänner, von denen sich Ritter als sicherer Strafraumbeherrscher zeigte.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche (Ausgabe DDR)

 

Torschütze:

1:1  Werschke, G. (53.min.)

 

Zuschauer: 4500


Schiedsrichter: Ehmann (Erfurt)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, G. Jank, E. Kockro, K. Fehrenz, H. Jungnickel, G. Werschke, W. Fehrenz

9. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 18.06.1950

ZSG Großräschen ===> spielfrei

Testspiel am 18.06.1950

SG Hohenleipisch - ZSG Großräschen 2:6

Ein großes Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten. In mächtigem Tempo legten die Hiesigen los. Da kam selbst die bis auf den Linksaußen und Tormann in bester Besetzung angetretene Meisterelf aus Großräschen nicht mit. Immer wieder kamen die Rothosen durch und wirbelten die Verteidigung der Gäste durcheinander. 2 Prachttore waren die Ausbeute dieser Drangperiode. Natürlich war auch Großräschen nicht müßig und trug schöne Angriffe vor. Was aber Läufer und Verteidiger nicht klärten, hielt der in bester Form befindliche Tormann der Rothosen. Erst kurz vor Halbzeit musste er einen Treffer zulassen. Inzwischen hatten aber die rot-weißen Stürmer mehrmals von 4 bis 5 Meter Entfernung mit Wucht nicht in, sondern neben das Tor geschossen.

In der 1. Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatte Hohenleipisch noch ein paar schöne Chancen. Dann ließ die Kraft der Hiesigen und damit auch das bis dahin sehr schnelle Tempo des Spieles nach. Großräschen zeigte nun doch, dass Training und damit Aushalten bis zur letzten Spielminute entscheidend sind und schraubte in der letzten Viertelstunde das Resultat auf 6:2.

 

Quelle: Spielbericht aus der Chronik des VfB Hohenleipisch 1912

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

B. Ratajczak - G. Jankowiak, T. Riesner, H. Bergmann, K. Katsch, S. Wildner, J. Wienicke, K. Ferenz, W. Ferenz, G. Jank, G. Werschke

10. Spieltag der Aufstiegsrunde zur DS-Oberliga am 25.06.1950

BSG KWU Weimar - ZSG Großräschen 3:4

Siegestor in letzter Minute

 

Gleich zwei Duschen gab es für Weimars Fußballfreunde beim letzten Aufstiegstreffen im Weimarer Stadion. Die eine kam in Gestalt eines recht starken Gewitterregens kurz vor der Pause und die andere war Räschens Siegestor, das fast mit dem Schlusspfiff des sehr sicheren Chemnitzer Schiedsrichters Peterson fiel. KWU Weimar trat ohne seinen bewährten Stopper Eidner und den beim Jenaer Lehrgangsspiel am vergangenen Mittwoch verletzten Reichhard an. Die Hereinnahme von Marx als Außenläufer schlug noch nicht erfolgversprechend ein, aber auch Räschen hatte zwei Leute ersetzen müssen: Mittelläufer Katsch und Mittelstürmer Piesche. Die Hereinnahme von Fehrenz, K. und Fehrenz, W. in die Angriffsreihe erwies sich aber als sehr wertvoll.

KWU Weimar hatte noch vor der Pause lange Strecken des Spielgeschehens in der Hand, es langte aber nur zu einem Treffer, der nach geschickter Vorarbeit des Mittelstürmers Schleicher von Ziehn in der 26. Minute erzielt wurde.

Nach dem Wechsel fällt auch sofort der Ausgleichstreffer durch Mittelstürmer Nowak, der ohne angegriffen zu werden, aus 16m für Schauer unhaltbar einsandte. Wenige Minuten später nutzte Schleicher einen Kopfball Görings geschickt zur 2:1-Führung für KWU aus. Als bei einer Rechtsflanke der nasse Ball einem KWU-Abwehrspieler "abrutschte", stand auch schon der nach der Pause auf Linksaußen spielende Fehrenz bereit, um zum 2:2 einzudrücken. Einen Abwehrschnitzer Schauers, der wiederholt unsichere Ballaufnahme zeigte, nutzte Wienicke in der 77. Minute zum 3:2 für Räschen entschlossen aus. Aber auch diese Führung dauerte nur wenige Minuten, denn dann war es Ziehn, der einen Abwehrfehler des Räschener Torhüters ausnutzte und zum 3:3 einschoss. Schon schicken sich die Tausenden zum Heimweg an in der sicheren Annahme einer Punkteteilung, da kam ein Eckenschuss von links zum Mittelläufer Wildner, der den Ball in die linke obere Ecke zum 4:3 für seine Elf einsandte.

Bei KWU Weimar Licht und Schatten! Zweifellos waren bei den Schwarz-Gelben die technisch besseren Spieler. Eine recht erfreuliche Abwehrarbeit zeigte Büchner in der KWU-Verteidigung, während im KWU-Sturm Göring vor und Schleicher nach der Pause die besten Einzelspieler waren. Bei Räschens sehr stabiler und schlagsicherer Abwehr war Stopper Wildner famos. Im Sturm stand ein sehr bewegliches und ebenso energisches Innentrio in Fehrenz (K), Nowak und Werschke, diese nutzten die gegebenen Möglichkeiten prompt aus.

 

Quelle: Neue Fußball-Woche

 

Torschützen:

1:1 Nowak, H.

2:2 Fehrenz, W.

2:3 Wienicke, J. (77.min.)

3:4 Wildner, S. (90.min.)

 

Zuschauer: 6000


Schiedsrichter: Peterson (Chemnitz)

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, Th. Riesner, H. Bergmann, S. Wildner, G. Jank, J. Wienicke, K. Fehrenz, H. Nowak, G. Werschke, W. Fehrenz

Testspiel am 28.06.1950

BSG Franz Mehring Marga - ZSG Großräschen

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

E. Müller - G. Jankowiak, T. Riesner, G. Jank, S. Wildner, H. Bergmann, W. Ferenz, G. Werschke, H. Nowak, K. Ferenz, J. Wienicke

Sommer-Vierer-Turnier der ZSG Großräschen / Finale am 02.07.1950

ZSG Großräschen - BSG KWU Cottbus 2:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

ZSG:

 

Schiedsrichter gesucht!

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