Saison 1937/38

Liga: 1. Kreisklasse Senftenberg

 

Während der Sommerpause hofften zwar die kühnsten Optimisten noch auf einen Verbleib des FC Alemannia Großräschen in der Bezirksklasse, diese wurden aber bereits Anfang Juli 1937 endgültig aus ihren Träumen gerissen. Da beschloss nämlich die Gauleitung die Abschaffung der Abteilung Nord der Bezirksklasse und die Eingliederung der dortigen Vereine in die anderen Staffeln. So gelangten vor allem die Vertreter aus dem Raum Frankfurt/Oder und Guben in die Oststaffel der Bezirksklasse Lausitz. Somit mussten die jeweils drei Letztplatzierten der Vorsaison, darunter leider auch der FC Alemannia Großräschen, ihre Plätze räumen und in der nun folgenden Meisterschaft 1937/38 in der 1. Kreisklasse antreten. Neben Alemannia erwischte es aus der Senftenberger Region auch noch den FC Ilse 1930, den SV Hoyerswerda 1919 und die SVgg 1924 Annahütte. Zudem wurde die Nord- und Südstaffel der 1. Kreisklasse Senftenberg zusammengelegt, um eine höchste lokale und leistungsstarke Liga zu bilden. Aufgrund dieser Konstellation und auch wegen der weiterhin unsicheren Personallage bei den jeweiligen Mannschaften (die Einberufungen zum Wehr- und Reichsarbeitsdienst gingen ja weiter) war ein klarer Favorit im Vorfeld der Meisterschaft nicht auszumachen. Für den FC Alemannia Großräschen begann die Saison gleich mit dem Lokalderby gegen den VfL Bückgen-Grube Ilse, der am 26. August 1937 aus der Fusion des FC Ilse 1930 mit dem TV Frischauf Bückgen hervorging. 2:2 hieß es am Ende und verdeutlichte die Ausgeglichenheit beider Teams. Eine Woche später folgte mit einem 3:4 die erste Niederlagen beim SV Hoyerswerda. Danach schienen sich die Großräschener aber im neuen Umfeld eingewöhnt zu haben, denn man startete eine beeindruckende Siegesserie. Zunächst wurde der TV 1862 Finsterwalde mit einem 2:0 nach Hause geschickt, dann bekamen die Turnerschaft Lautawerk (4:1) und der SV 1919 Petershain (2:0) die Stärke der Alemannen in ihren "Wohnzimmern" zu spüren, ehe Annahütte (2:1) und der BV Schipkau (5:0) ebenfalls geschlagen die Heimreise antreten durften. Das bedeutete nach dem 8. Spieltag die Tabellenführung. Nun brach aber der November an und der 1. diesen Monats war gleichzeitig auch der Einberufungstermin zur Wehrmacht. Den FC Alemannia Großräschen traf es mit gleich fünf "Abgängen" bei der I. Mannschaft mal wieder knüppeldick, was sich in den beiden folgenden Partien auch ergebnismäßig widerspiegelte. In Finsterwalde gab es eine 0:1-Niederlage und auch das Rückspiel zu Hause gegen die Turnerschaft Lautawerk, zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzter, ging mit 1:3 in die Hosen. Parallel zum sportlichen Abstieg der Alemannen trumpfte der Lokalrivale Bückgen in dieser Phase groß auf und vieles deutete darauf hin, dass diese Elf den Titel holen würde. Der FC Alemannia Großräschen fing sich aber gerade noch rechtzeitig und pirschte sich nach Heimsiegen gegen den BC Erika (3:1) und dem SV Hoyerswerda (1:0) sowie einem wichtigen 2:2-Unentschieden in Annahütte wieder an die Tabellenspitze heran. Drei Spieltage vor Saisonschluss war die Spannung auf dem Siedepunkt. Noch hatte der VfL Bückgen-Grube Ilse zwei Punkte Vorsprung, aber die Großräschener hielten den Druck hoch, auch weil ihnen nun in der entscheidenen Meisterschaftsphase das Glück zusprach. In Schipkau köpfte Helmut Eisermann einen Eckball zwei Minuten vor Schluss zum siegbringenden 3:2 ein, während am gleichen Spieltag der Lokalrivale eine völlig überraschende 1:2-Heimniederlage gegen die Turnerschaft Lautawerk kassierte. Damit waren beide Konkurrenten urplötzlich wieder punktgleich und alles schaute nun gebannt auf das Derby in Bückgen, was die Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft bringen sollte. In einer spannanden und hochdramatischen Auseinandersetzung stand es vor 600 Zuschauern bis zur 90. Minute torlos Unentschieden, dann donnerte Katsch einen zu kurz abgewehrten Ball zum umjubelten Siegtor ins Dreiangel des Bückgener Tores. Aber ein Spiel stand ja noch aus und musste auch erst einmal erfolgreich bestritten werden. Sturm und sintflutartiger Regen in Großräschen bildeten am 3. April die unpassenden Rahmenbedingungen für die finale Meisterschaftspartie gegen den SV 1919 Petershain. Beide Mannschaften hatten mit diesen widrigen Bedingungen zu kämpfen, am Ende behielt der FC Alemannia mit 2:1 dennoch die Oberhand und sicherte sich somit endgültig den Titelgewinn der 1. Kreisklasse Senftenberg.

Durch den elektrisierenden Meisterschaftsendspurt traten die Spiele im Tschammer-Pokal etwas in den Hintergrund. Als Kreisklassenvertreter musste Alemannia diesmal bereits schon zu den Vorrunden dieses Wettbewerbes antreten. Die erste Hürde lautete auswärts bei Germania Freienhufen und wurde mit einem 6:1 sicher übersprungen. In der zweiten Vorrunde wartete man auf den Gegner, den SC Vetschau, vergeblich, denn dieser trat zu dieser Pokalbegegnung nicht an. Damit war der Weg in die Zwischenrunde kampflos frei. Dort bekam der FC Alemannia Großräschen mit dem frischgekürten Meister der Bezirksklasse-Ost, der SpVgg Guben, ein sportlich hammerhartes Los zugeteilt. Dieser Pokalkracher stieg am 20. März und die Großräschener verkauften sich mehr als achtbar. Nur knapp mit 2:1 setzte sich hier der Favorit aus Guben durch und beendete damit die Pokalträume der Alemannen.

Als Meister der 1. Kreisklasse Senftenberg wartete nun aber noch die Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse auf den FC Alemannia Großräschen. Gegner waren die Soldatenelf des SV Blau-Weiß Lübben-Treppendorf und der SC Spremberg 1896. Gerade die erstgenannte Mannschaft bildete eine Wundertüte, da die Leistungsstärke doch stark von den gerade zur Verfügung stehenden Spielern (Soldaten) abhing. Auch war nicht zu übersehen, dass diesem Klub gewisse Privilegien zugestanden wurden. So konnten die Lübbener beispielsweise zwei Begegnungen der Aufstiegsrunde problemlos verschieben lassen, als ihnen an den jeweiligen Spieltagen leistungsstarke Akteure fehlten. Das sorgte auch dafür, dass diese Aufstiegsrunde erst im August, also weit in der neuen Saison, beendet werden konnte. Der FC Alemannia Großräschen musste zunächst bei Blau-Weiß Lübben-Treppendorf antreten und verlor knapp mit 1:2. Als nur vier Tage später, zu Himmelfahrt, das Rückspiel angesetzt wurde, kam es zum ersten Ausfall. Drei Tage später siegte die Soldatenelf in Spremberg erneut mit 2:1 und konnte sich somit schon einen entscheidenen Vorsprung herausarbeiten. Am 5. Juni empfingen dann die Großräschener den Sportclub aus Spremberg und waren eigentlich schon zum Siegen verdammt, wollte man noch ein Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden. Bei Gluthitze erzielte Priem in der 17. Minute das Tor des Tages und sicherte somit den Gastgebern zwei wertvolle Punkte. Am darauffolgenden Sonntag fiel die Begegnung Lübben-Treppendorf gegen SC Spremberg aus, was den Spielausschuss anschließend veranlasste, die Aufstiegsrunde aus Termingründen zu unterbrechen (die Spielpause von Anfang Juli bis Mitte August war eine unanfechtbare Gesetzmäßigkeit) und sie erst nach dem Sommer fortsetzen zu lassen. Somit beendete der FC Alemannia Großräschen in Lauerstellung liegend und auf einen Ausrutscher der Lübbener Soldatenelf hoffend die Saison 1937/38.

 

 

Trainer: /

 

Spiele:

16.08.37 MS SVgg Eintracht Welzow - Alemannia 1:5
22.08.37 TS

Alemannia - SpVgg Calau

(Sportfest des DRL in Großräschen)

ausgef.
29.08.37 MS Alemannia - VfL Bückgen-Grube Ilse 2:2
12.09.37 MS SV Hoyerswerda 1919 - Alemannia 4:3
19.09.37 MS Alemannia - TV 1862 Finsterwalde 2:0
26.09.37 MS Tschft. Lautawerk - Alemannia 1:4
10.10.37 MS SV 1919 Petershain - Alemannia 0:2
24.10.37 MS Alemannia - SVgg 1924 Annahütte 2:1
31.10.37 MS Alemannia - BV Schipkau 5:0
07.11.37 MS TV 1862 Finsterwalde - Alemannia 1:0
14.11.37 MS Alemannia - Tschft. Lautawerk 1:3
28.11.37 MS Alemannia - BC Erika 3:1
09.01.38 PS TuS Germania Freienhufen - Alemannia ausgef.
16.01.38 MS BC Erika - Alemannia ausgef.
30.01.38 PS TuS Germania Freienhufen - Alemannia 1:6
06.02.38 MS SVgg 1924 Annahütte - Alemannia 2:2
13.02.38 MS Alemannia - SV Hoyerswerda 1919 1:0
27.02.38 MS BC Erika - Alemannia 2:2
06.03.38 PS Alemannia - SC Vetschau Vetschau n.a.
13.03.38 MS BV Schipkau - Alemannia 2:3
20.03.38 PS Alemannia - SpVgg Guben 1:2
27.03.38 MS VfL Bückgen-Grube Ilse - Alemannia 0:1
03.04.38 MS Alemannia - SV 1919 Petershain 2:1
22.05.38 AR SV Blau-Weiß Lübben-Treppendorf - Alemannia 2:1
26.05.38 AR Alemannia - SV Blau-Weiß Lübben-Treppendorf ausgef.
05.06.38 AR Alemannia - SC Spremberg 1896 1:0
12.06.38 TS Alemannia - SpVgg Calau 1:1

 

Abschlusstabelle:

Pl. Mannschaften Sp Tore Punkte
01. FC Alemannia Großräschen 16 35:20 23:9
02. BC Erika 16 46:23 21:11
03. VfL Bückgen-Grube Ilse 16 36:23 20:12
04. Tschft. Lautawerk 16 36:29 16:16
05. TV 1862 Finsterwalde 16 28:33 16:16
06. SVgg 1924 Annahütte 16 36:32 15:17
07. SV Hoyerswerda 1919 16 33:29 14:18
08. SV 1919 Petershain 16 19:37 11:21
09. BV Schipkau 16 24:64 7:25

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Statistiken und Spielberichte

FC Alemannia Großräschen

Testspiel am 16.08.1937

SVgg Eintracht Welzow - FC Alemannia Großräschen 1:5

Einen erstaunlich hohen Sieg holte sich Räschens Mannschaft bei einem Gesellschaftsspiel aus Welzow. Beide Mannschaften traten mit je 2 Mann Ersatz an. Alemannia hatte einen ausgesprochen glänzenden Tag. Der Mannschaft scheint die Spielpause außerordentlich gut bekommen zu sein.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel anlässlich des Sportfestes des DRL in Großräschen am 22.08.1937

FC Alemannia Großräschen - SpVgg Calau ausgef.

1. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 29.08.1937

FC Alemannia Großräschen - VfL Bückgen-Grube Ilse 2:2 (1:2)

Räschen musste für Krüger und Eisermann, Ilse für Sessel Ersatz einstellen. Vom Anstoß weg sind beide Mannschaften ziemlich aufgeregt. In der 20. Minute kann Swat, der einen Augenblick ungedeckt bleibt, Räschen in Führung bringen. In der 35. Minute kann Altenburg auf gute Vorlage von Rinza ausgleichen. Zwei Minuten später bringt Kischan im Nachschuss seine Mannschaft in Führung. In der zweiten Halbzeit gibt sich Räschen die größte Mühe, den Ausgleich zu erreichen und ist ständig überlegen. Ilse hat die Verteidigung verstärkt und will den knappen Vorsprung halten. Nur durch eine Elfmeter-Entscheidung auf Handspiel im Strafraum kann Räschen das unentschiedene Ergebnis erreichen. Schiedsrichter Schadewitz hatte das Spiel fest in der Hand. Ecken 6:2 für Räschen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:0 Swat (20.min.)

2:2 (Handelfmeter)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Schadewitz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

2. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 12.09.1937

SV Hoyerswerda 1919 - FC Alemannia Großräschen 4:3 (1:0)

Das Ergebnis bedeutet wohl eine Überraschung, ist aber von Hoyerswerda verdient erkämpft worden. Indem der Gastverein seine zurzeit beste Mannschaft auf das Spielfeld schicken konnte, musste Räschen für den rechten Verteidiger Perlinski und für den Mittelläufer Katsch Spieler aus der 2. Mannschaft einstellen. Bereits in der 2. Minute konnte Rich auf eine Eingabe seines Rechtsaußen seine Mannschaft in Führung bringen. Sein Schuss landete in der linken oberen Torecke, für Müller unhaltbar. Dieses so schnell erzielte Tor gab der Hoyerswerdaer Elf einen mächtigen Auftrieb. Räschens Sturm konnte bis zur Halbzeit den Gleichstand nicht herstellen. Aussichtsreich erscheinende Angriffe wurden durch zu langes Ballhalten vereitelt bzw. durch die gegnerische Verteidigung zerstört, oder die ungenauen Torschüsse konnte der Tormann bewältigen, ebenso gingen sie knapp daneben oder darüber und prallten auch von der Latte ab. Aber gleich in der 1. Minute der zweiten Halbzeit vermochte Räschens Mittelstürmer Swat, den Gleichstand zu erzielen. Hoyerswerdas Verteidigung wurde unsicher und dadurch kam Räschen 8 Minuten später zum 2:1! Wenig später gelang es dem Linksaußen Aisch von Hoyerswerda, das 2:2 herzustellen. Derselbe Spieler konnte auch das 3. und siegbringende 4. Tor schießen, da er nicht genügend abgedeckt wurde. In der letzten Spielminute wäre Räschen bald noch das 4:4 geglückt, aber die Torlatte vereitelte den Erfolg. Beide Mannschaften zeigten ein eifriges Spiel, was ja auch das Torverhältnis besagt. Jedenfalls ist Hoyerswerda ein schwer zu überwindender Gegner und wird noch so manches Spiel gewinnen, auch auf fremdem Platz.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:1 Swat (46.min.)

1:2 (54.min.)

3:3

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Peikert (Neupetershain)

 

FC Alemannia:

Müller -

3. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 19.09.1937

FC Alemannia Großräschen - TV 1862 Finsterwalde 2:0 (0:0)

300 Zuschauer umsäumten den Platz. Die Räschener hatten endlich einmal die beste Mannschaft beisammen. Die Elf zeigte auch ein Spiel wie in den besten Zeiten. Von dem tadellos spielenden Gästetorwächter wurde mancher Torschuss unschädlich gemacht. Die Finsterwalder spielten sehr eifrig, konnten aber gegen eine Alemannia in der gestrigen Form nichts erreichen. Bis zur Halbzeit leisteten die stabilen Gäste zähen Widerstand. Das Spiel war sogar verteilt. Bei Finsterwalde war es Hunger, der es immer wieder verstand, der Räschener Hintermannschaft das Leben schwer zu machen, er fand aber anscheinend nie das richtige Verständnis bei seinen übrigen Kameraden. Im Räschener Sturm zeigte sich der Mittelstürmer Swat als treibende Kraft. Seine blitzschnellen Durchbrüche waren einfach tadellos, und das Verständnis mit den übrigen Kameraden wird von Spiel zu Spiel besser. Nach dem Seitenwechsel wird Räschen eindeutig überlegen. Soldat Krüger II bricht den Bann. Eine Wühlerei vor dem Tor führt durch seinen Schmetterball zum längst verdienten Treffer. Beinahe wäre der Ausgleich geglückt. Hunger steht 2 Meter vor dem Tor, kann aber den Ball nicht unterbringen. Räschens Druck wird immer größer und nach einer der zahlreichen Ecken kann Priem II mit Schrägschuss auf 2:0 erhöhen. Die Mannschaft von Räschen spielte wie folgt: Müller; Perlinski, Krüger I; Katsch I, und II, Brychcy; Franke, Priem I, Swat, Krüger II, Priem II.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:0 Krüger II

2:0 Priem II

 

Zuschauer: 300


Schiedsrichter: Kubenz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

Müller - Perlinski, Krüger I, Katsch I, Katsch II, Brychcy, Franke, Priem I, Swat, Krüger II, Priem II

4. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 26.09.1937

Tschft. Lautawerk - FC Alemannia Großräschen 1:4 (0:1)

Vor annähernd 300 Besuchern beginnt Lautawerk das Spiel sehr gut und drückt die Alemannen zurück. Der Gegner machte sich aber bald frei und bei verteiltem Spiel zeigen sich beide Hintermannschaften in guter Form. Lautawerks Stürmerreihe ist sehr zerfahren, während Alemannia mehr Eifer und Härte entwickelt, was allerdings auch zahlreiche Freistöße verursacht. In der 36. Minute zeigt sich die heimische Verteidigung allzu unzart. Der verhängte Elfmeter bringt Räschen in Führung. Nach der Pause wird auch Lautawerks Deckung, in der Kiesel fehlt, unsicher. Drei weitere Treffer Alemannias sind die Folge. Einmal wird der einheimische Tormann durch die schrägstehende Sonne geblendet. Beim 3. Tor wird ihm der Ball aus der Hand geschlagen, und schließlich erzwingt Räschens Rechtsaußen durch Rechtsschuss das 4:0. Erst kurz vor Schluss bringen die verzweifelten Bemühungen Lautawerks den Ehrentreffer. Schadewitz leitete sicher.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

0:1 (36.min.) (Foulelfmeter)

0:2

0:3

0:4

 

Zuschauer: 300


Schiedsrichter: Schadewitz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

5. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 10.10.1937

SV 1919 Petershain - FC Alemannia Großräschen 0:2 (0:1)

Unter sehr guter Leitung von Kubenz, Senftenberg, lief in Petershain ein harter Kampf, den die Gäste erwartungsgemäß überlegen gestalteten. Ihre weitaus größere Erfahrung und das Übergewicht des technischen Könnens ließ die heimische Elf nicht zur Entfaltung kommen. Der Sieg hätte eigentlich noch klarer ausfallen können. Der erste Treffer war ein Elfmeter, das 2. Tor schoss der Halblinke Priem.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

0:1 (Elfmeter)

0:2 Priem

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Kubenz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

6. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 17.10.1937

FC Alemannia Großräschen ===> spielfrei

7. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 24.10.1937

FC Alemannia Großräschen - SVgg 1924 Annahütte 2:1 (1:1)

Nach einem schweren Kampf hat Alemannia dieses wichtige Spiel knapp, aber verdient gewonnen, da Räschen im ganzen Spielverlauf stets leicht überlegen war. Nicht zuletzt hat Alemannia die zwei Punkte ihrem ganz ausgezeichneten Torwächter Müller zu verdanken, der 10 Minuten vor Schluss einen Elfmeter hielt. In der 26. Minute der ersten Halbzeit kann Eisermann Räschen in Führung bringen. 5 Minuten später gleicht Annahütte aus. Wieder ist es Eisermann, der Räschen erneut in Führung bringt und die Punkte sicherstellt.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:0 Eisermann (26.min.)

2:1 Eisermann

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Jank (Hörlitz)

 

FC Alemannia:

Müller -

8. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 31.10.1937

FC Alemannia Großräschen - BV Schipkau 5:0 (2:0)

Der BV besaß gestern keinerlei Aussicht, gegen Alemannia etwas auszurichten. Räschen beherrschte das Spielgeschehen fortgesetzt und ließ die besuchende Mannschaft nicht zur Entfaltung kommen. Der Tabellenführer zeigte eine sehr gefällige abgerundete Leistung.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:0

2:0

3:0

4:0

5:0

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Wollmann (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

9. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 07.11.1937

TV 1862 Finsterwalde - FC Alemannia Großräschen 1:0 (0:0)

Alemannia musste 5 Spieler der Stamm-Mannschaft ersetzen, hielt sich trotz des notwendigen Umbaues in der gesamten Ausstellung noch sehr gut. Dem verletzten Torwart wurde in der zweiten Halbzeit ein Ball ins Netz gelenkt, und zwar aus einem Gewühl im Torraum.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Punktspiel der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 14.11.1937

FC Alemannia Großräschen - Tschft. Lautawerk 1:3 (1:1)

Räschen versucht sich immer noch mit der richtigen Aufstellung nach den Abgängen der drei Soldaten. Am Sonntag errang Lautawerks Mannschaft in Räschen einen verdienten Sieg. Die Gäste besaßen mehr Kraftreserven und erzielten in der letzten Viertelstunde des sehr anregenden Kampfes noch zwei Treffer. Das bis dahin unentschieden gehaltene Spiel wurde mit großer Energie geführt.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

10. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 28.11.1937

FC Alemannia Großräschen - BC Erika 3:1 (1:0)

Bei leichter Überlegenheit holte sich Alemannia zwei wichtige Punkte und brachte zugleich Erika die erste Niederlage bei. Der Kampf gestaltete sich recht hart, ein Spieler von Erika wurde des Feldes verwiesen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

11. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 05.12.1937

FC Alemannia Großräschen ===> spielfrei

Tschammer-Pokal / 1. Vorrunde  am 09.01.1938

TuS Germania Freienhufen - FC Alemannia Großräschen ausgef.

12. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg  am 16.01.1938

BC Erika - FC Alemannia Großräschen ausgef.

Nachholespiel Tschammer-Pokal / 1. Vorrunde am 30.01.1938

TuS Germania Freienhufen - FC Alemannia Großräschen 1:6 (1:3)

Einen glatten Erfolg holten sich die Räschener aus Freienhufen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

13. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 06.02.1938

SVgg 1924 Annahütte - FC Alemannia Großräschen 2:2 (1:0)

Der Kampf verlief recht spannend. Annahütte kam durch einen Elfmeter zum Führungstreffer. Nachdem Räschen in der 2. Halbzeit ausgeglichen hatte, übernahmen die Platzbesitzer nochmals die Führung. Alemannia entging der Gefahr des Doppelpunktverlustes durch das Ausgleichstor, das zehn Minuten vor Schluss fiel.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:1

2:2 (80.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

14. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 13.02.1938

FC Alemannia Großräschen - SV Hoyerswerda 1919 1:0 (0:0)

Räschen: Müller; Krüger, Keipus; Kraft, Katsch I, Brychcy; Eisermann, Franke, Swat, Priem I, Priem II. Hoyerswerda: Koal; Hypko, Gerth; Glos, Hagel, Mayer; Stiller, Gröger, Bramborg, Schöne, Aisch.

Räschen hat Ersatz für Katsch II und Perlinski einstellen müssen. Hoyerswerda mit voller Mannschaft spielt in den ersten 15 Minuten ganz hervorragend, und es sieht für Räschen sehr bedenklich aus. In der 20. Minute verliert Alemannia infolge Verletzung den Halbrechten Franke. Von nun an zeigt Räschen ein Spiel, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Alemannia mit 10 Mann kämpft bis zum Umfallen. Koal ist aber ein Torwart von Format! Die 55. Minute bringt das einzige Tor. Eisermann erwischt den Ball alleinstehend, und sicher schießt er ins Netz. Wacker kämpfen die Alemannen weiter, es gelingt aber nicht, den guten Gästetormann noch einmal zu überwinden, die letzten Minuten stehen wieder im Zeichen der Gäste. Alemannias Hintermannschaft versteht es tadellos, den knappen Vorsprung zu halten. Schiedsrichter Schadewitz war einwandfrei.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

1:0 Eisermann (55.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Schadewitz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

Müller - Krüger, Keipus, Kraft, Katsch I, Brychcy, Eisermann, Franke, Swat, Priem I, Priem II

Nachholespiel vom 12. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 27.02.1938

BC Erika - FC Alemannia Großräschen 2:2 (2:2)

Vor annähernd 200 Zuschauern wurde gestern in Grube Erika ein überaus harter Kampf ausgetragen. Die heimische Mannschaft schlug ein flottes Tempo an und überrannte die Gäste mit einem 2:0-Vorsprung. Ein Elfmeter brachte für Alemannia einen Treffer, und im weiteren Verlauf erzielten die Räschener mit einem direkten Freistoß den Ausgleich. Die zweite Halbzeit verlief torlos. Räschens Torwächter rettete seiner Mannschaft einen Punkt, indem er eine Viertelstunde vor Schluss einen für Erika gegebenen Elfmeter hielt.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

2:1 (Elfmeter)

2:2

 

Zuschauer: 200


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Tschammer-Pokal / 2. Vorrunde  am 06.03.1938

FC Alemannia Großräschen - SC Vetschau  Vetschau n.a.

15. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 13.03.1938

BV Schipkau - FC Alemannia Großräschen 2:3 (1:1)

Räschen musste zu diesem Spiel seine Mannschaft umstellen, da die beiden Stammspieler Krüger und Katsch K. fehlten. Dafür spielten wieder Perlinski und Langhammer. Schipkau mit vollständiger Mannschaft. Durch diese Umstellung wollte es bei Alemannia durchaus nicht klappen, vor allen Dingen war die Hintermannschaft sehr unsicher - sonst Räschens stärkster Mannschaftsteil. Schipkau geht in der 10. Minute in Führung, Räschen gleicht noch vor der Halbzeit aus. In der 2. Halbzeit wird es in der Räschener Hintermannschaft noch schlechter, da sie gegen die Sonne spielen müssen, und so gelingt Schipkau wieder eine 2:1-Führung. Diesen Vorsprung verteidigt nun Schipkau mit der ganzen Mannschaft. Räschen reißt sich zusammen, spielt jetzt überlegen und kann 5 Minuten vor Schluss das 2:2 herstellen. Zwei Minuten vor Schluss Eckstoß für Räschen, gut hereingegeben und von dem ungedeckten Eisermann durch Kopfstoß zum siegbringenden Tor verwandelt.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:1 (Elfmeter)

2:2 (85.min.)

2:3 Eisermann (88.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Tschammer-Pokal / 1. Zwischenrunde am 20.03.1938

FC Alemannia Großräschen - SpVgg Guben 1:2 (0:1)

Der Bezirksmeister traf Alemannia in Hochform an. Räschen hatte das Pech, in den ersten 10 Minuten den Linksaußen Priem infolge einer Armverstauchung zu verlieren. Jeder der 10 gab sein Letztes her, und nie war ein Klassenunterschied festzustellen. Der beste Mann auf dem Felde war ohne Zweifel der Räschener Mittelläufer Katsch. Immer wieder brachte er den Gästesturm zum Stehen und leitete selbst mit den vier Stürmern die Angriffe ein. Der Vier-Männer-Sturm löste seine Aufgabe auch zur Zufriedenheit. Von den Gästen hatte man sich eigentlich mehr versprochen.Wer weiß, wie der Kampf ausgefallen wäre, wenn Alemannia mit 11 Mann hätte durchspielen können. Das Spiel selbst war unter der Leitung von Peikert, Neupetershain, flott von Anfang bis zum Ende. Die Gäste gehen, nachdem Priem verletzt abtritt, gleich in Führung. Räschen hält das Spiel offen. Nach dem Seitenwechsel fällt unerwartet ein 2. Tor für die Gäste. Die Alemannen bestürmen nunmehr das Gästetor, und es gelingt! Swat schießt unter dem Jubel der 400 Zuschauer zum 2:1 ein. Nun betritt der verletzte Priem, den Arm im Verband, wieder den Platz. Guben hat bange Minuten zu überstehen. Alles glaubt schon an den Ausgleich, als Katsch alles überspielt und vor dem Tor steht. Ein Verteidiger springt jedoch dazwischen, lenkt den Bombenschuss ab und verhindert das 2:2.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

1:2 Swat

 

Zuschauer: 400


Schiedsrichter: Peikert (Neupetershain)

 

FC Alemannia:

 

16. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 27.03.1938

VfL Bückgen-Grube Ilse - FC Alemannia Großräschen 0:1 (0:0)

Alemannia Räschen kurz vorm Ziel

 

Dieses mit größter Wahrscheinlichkeit für die Meisterschaft entscheidende Spiel hatte ca. 600 Zuschauer angelockt, die ein fesselndes und - es ist erfreulich, das besonders feststellen zu können - faires Kampfgeschehen zu sehen bekamen. Beide Mannschaften wurden von Schiedsrichter Mühle, der leichtes Amtieren hatte, in ihren besten Besetzungen auf den Platz geführt. Mit kolossalem Einsatz wurde versucht, eine Entscheidung herbeizuführen, doch wurden die beiderseitigen Versuche von den Deckungsreihen im Keime erstickt. Die Besucher versiebten eine Torgelegenheit durch übertriebenes Innenspiel, beim Platzverein konnte Altenburgs Schuss nur mit größtem Glück unschädlich gemacht werden. Torlos ging es in die Pause. Auch in der zweiten Spielhälfte blieben die Hintermannschaften die besseren Mannschaftsteile. Naturgemäß hatten es die Sturmreihen dadurchsehr schwer. 20 Minuten vor Schluss hatte der VfL das Unglück, durch die Unvorsichtigkeit eines Gegners Kursawe zu verlieren. Mit einer bösen Knieverletzung musste er vom Platz getragen werden. Trotz dieser Schwächung dachten die Blauweißen nicht daran, zu resignieren. Sie setzen Räschen unter Druck, dass es nur so eine Art hatte. Alles hatte sich schon mit dem unentschiedenen Ausgang des Kampfes abgefunden - die 90. Minute war angebrochen - da schießt Katsch einen abgeklatschten Ball ins Dreieck - unhaltbar!

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

0:1 Katsch (90.min.)

 

Zuschauer: 600


Schiedsrichter: Mühle (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

17. Spieltag der 1. Kreisklasse Senftenberg am 03.04.1938

FC Alemannia Großräschen - SV 1919 Petershain 2:1 (0:0)

In Sturm und Regen: Alemannia Räschen Meister der 1. Kreisklasse

 

Entscheidung in Räschen um die Meisterschaft und, Alemannia hat glücklich das Ziel erreicht! Wir gratulieren! Trotz Sturm und Regen hatten sich 300 Zuschauer eingefunden. Alemannia hatte zu diesem entscheidenden Gang auf die besten Spieler verzichten müssen und 4 Mann Ersatz eingestellt. Folgende Elf führte Kubenz, Senftenberg, aufs Spielfeld: Müller; Kraft, Brychcy; Katsch 2, Adamschack, Fiedermann; Eisermann, Langhammer, Swat, Priem 1, Paulick. Die Gäste traten in ihrer z.Zt. besten Besetzung an. Eine Ballkontrolle war durch den orkanartigen Sturm überhaupt nie möglich. Alemannia greift ungestüm an, und in der 15. Minute kann Priem zum 1. Tor einsenden. In der 28. Minute haben die Gäste den Ausgleich erzielt und Petershain wird überlegen. Doch Alemannia geht nochmal ran; eine Flanke von Eisermann erwischt Swat mit dem Kopf und unhaltbar saust der Ball ins Netz. Räschen verstärkt nunmehr die Hintermannschaft. Kubenz leitete ruhig und sicher.

Auch Räschens 2. Mannschaft konnte durch einen 9:0-Sieg über Petershain die Meisterschaft erringen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

1:0 Priem I (15.min.)

2:1 Swat

 

Zuschauer: 300


Schiedsrichter: Kubenz (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

Müller - Kraft, Brychcy, Katsch II, Adamschack, Fiedermann, Eisermann, Langhammer, Swat, Priem I, Paulick

1. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse am 22.05.1938

SV Blau-Weiß Lübben-Treppendorf - FC Alemannia Großräschen 2:1 (1:1)

Räschen konnte nicht mit der besten Mannschaft nach Lübben fahren, da der Mittelläufer und beide Außenstürmer ersetzt werden mussten. Blauweiß Lübben spielte mit vollständiger Mannschaft, sämtlich Soldaten. Sie waren den Räschener Spielern körperlich stark überlegen. Lübben kann in der 17. Minute in Führung gehen, doch wird fünf Minuten später durch Swat der Ausgleich geschafft. In der 10. Minute der zweiten Halbzeit holt Lübben die 2:1-Führung, und dieses Resultat wird dann auch mit verstärkter Hintermannschaft bis zum Schluss gehalten. Alemannia kann den Ausgleich nicht mehr erzielen, da sich der Ersatz auf beiden Außenstürmerposten doch stark bemerkbar macht.

 

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

1:1 Swat (22.min.)

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

2. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse am 26.05.1938

FC Alemannia Großräschen - SV Blau-Weiß Lübben-Treppendorf ausgef.

3. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse am 29.05.1938

FC Alemannia Großräschen ===> spielfrei

4. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse am 05.06.1938

FC Alemannia Großräschen - SC Spremberg 1896 1:0 (1:0)

In der Gluthitze des 1. Pfingstfeiertages traten die beiden Mannschaften vor 300 Zuschauern zum Aufstiegskampf an. Unsere Senftenberger Vertretung "Alemannia" musste wieder auf 3 Ersatzleute zurückgreifen. Spremberg stößt an und kommt sofort ganz gefährlich durch, beinahe war es geschehen, wenn nicht Müller im letzten Moment dazwischensprang. Die Gäste greifen flott an und sind in den ersten Minuten stark überlegen und bedeutend schneller am Ball. Nach 10 Minuten endlich kommt Alemannia ins Spiel und schon ist die 1. Ecke fällig. Das Spiel wird verteilter. Was die Spremberger den Räschenern an Schnelligkeit und Kraft voraus haben, gleicht Alemannia durch besseres technisches Können aus. In der 17. Minute wird ein schöner Angriff vom Rechtsaußen Franke eingeleitet. Die Flanke kommt zu Priem I und dieser vollendet sicher. Niemand hätte geglaubt, dass dieser einzige Erfolg schon das Endergebnis sein würde. Die Räschener werden jetzt immer überlegener, aber so mancher schöne Angriff wird durch Abseits verdorben. Eine ganz große Gelegenheit verpasst Swat. Ganz allein bricht er durch, überspielt alles, steht 3 Meter vor dem Tor und haut die Bombe knapp daneben. Nach der Pause hat Räschen das Spiel vollkommen an sich gerissen. Nur ausgesprochenes Pech und die starke Abwehr der Gäste lassen eine Resultatsverbesserung nicht zu. Sicher gelingt es Alemannia, das knappe Ergebnis zu halten, trotzdem man bis zum Schlusspfiff des guten und aufmerksamen Schiedsrichters noch bange Minuten überstehen musste.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

1:0 Priem I (17.min.)

 

Zuschauer: 300


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

Müller -

5. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse am 12.06.1938

FC Alemannia Großräschen ===> spielfrei

Testspiel am 12.06.1938

FC Alemannia Großräschen - SpVgg Calau 1:1

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Schiedsrichter gesucht!

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