Saison 1925/26

 

FC Alemannia Großräschen

Liga: Gauliga Senftenberg

Der Start in die Saison 1925/26 wurde zunächst einmal im August und September von einem Som-mertheater erster Güte überschattet. Was war passiert? Als die Vereine der Niederlausitz nach dem Spielverbot im Juli allmählich wieder mit der Vorbereitung auf die neue Meisterschaft begannen, er-wirkte ein Antrag des Bezirksvorstandes auf dem Bezirkstag am 29.08.1925 die Wiederabschaffung der nur wenige Wochen vorher beschlossenen Bezirksliga Niederlausitz. Dies geschah aber keines-wegs einstimmig und geschulte Juristen unter den Befürwortern einer solchen überregionalen Be-zirksliga fanden einen Satzungsverstoß bei der Abstimmung heraus, so dass der Bezirkstag am 12.09.1925 erneut einberufen werden musste. In der Zwischenzeit hatte

aber der Gau Senftenberg schon seine Ansetzungen mit Beteiligung der ursprünglichen Bezirksliga-

hain veröffentlicht. Auf dem neu einberufenen Bezirkstag wurde nun der Antrag auf Abschaffung der Bezirksliga völlig überraschend doch noch abgelehnt, in dessen Konsequenz der bisherige Bezirksvorstand von seinen Ämtern zurücktrat. Es folgten endlose Diskussionen, Abstimmungen, Saalverweise, Verbandsaustritte, die kurz darauf aber wieder rückgängig gemacht wurden, und noch vieles mehr. Am Ende wurden in Kampfabstimmungen, die ziemlich eng ausfielen, die neuen Mitglieder des Bezirksvorstandes doch noch gewählt. Als wichtigstes Ergebnis blieb jedoch die Erhaltung der Bezirksliga Niederlausitz. Allerdings gingen durch diese Ränkespiele im Verband wertvolle Spieltermine verloren. Ein Fakt, der am Ende der Saison fast erwartungsgemäß zu neuen Streitigkeiten führte. Während der Meisterschaft trafen die Vorausahnungen der Experten ein und die beiden Senftenberger Vertreter hatten wenig im „Konzert der Großen“ zu melden. Abgeschlagen mit nur einem Pluspunkt aus 22 Meisterschaftsspielen landete der SC Corona 1910 Neupetershain auf dem letzten Platz. Der Senftenberger Gaumeister SC Hertha 1915 Hörlitz hielt da schon ein wenig mehr mit, kam am Ende aber nur auf Platz 10 ein und musste somit noch in die Relegation gegen den VfB Weißwasser. Dazu dann aber später mehr. Durch die Querelen vor Saisonbeginn, der mit zwölf Mannschaften für die damalige Zeit doch ziemlich aufgeblähten Liga und durch einen strengen Winter kam es wie es kommen musste, die Meisterschaft war zum Meldetermin für die Südostdeutsche Verbandsmeisterschaft noch nicht beendet. Neben dem FC Viktoria 1901 Forst, der als letztjähriger Sieger gemäß den damaligen Regularien automatisch qualifiziert war, nahm der bis dahin führende Cottbuser FV 1898 als Niederlausitzer Vertreter an der Endrunde teil. Diese hätte diesmal nicht spannender verlaufen können. Nach sechs Spieltagen (es kämpften 7 Mannschaften in einer einfachen Runde um den Titel) standen analog der Vorsaison am Ende der FC Viktoria 1901 Forst und der Breslauer SC 1908 punktgleich an der Spitze. Ein erstes Entscheidungsspiel am 09.05.1926 endete in Beuthen nach Verlängerung torlos. Da beide Teams aber eh schon für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert waren, folgten nun erst einmal diese übergeordneten Partien, die im Pokalmodus ausgetragen wurden. Während Breslau am 16.05.1926 zu Hause vor immerhin 15000 Zuschauern den Dresdner SC 1898 mit 1:0 eleminierte, verlor Forst bei der SpVgg 1903 Fürth klar mit 0:5 und schied aus. Das selbe Schicksal ereilte den Breslauer SC 1908 im Viertelfinale zwei Wochen später, als man ebenfalls in Fürth mit 0:4

unterlag und somit die Segel streichen musste. Nach den Partien um die Deutsche Meisterschaft stieg dann am 13.06.1926 in Sagan das Wiederholungsspiel um die Südostdeutsche

Verbandsmeisterschaft. Diesmal drehten die Breslauer den Spieß aus dem Vorjahr um, gewannen knapp mit 3:2 und krönten sich somit zum neuen Titelträger. Während dieser Titelkämpfe wurden in der Bezirksliga die restlichen Partien nachgeholt, so dass sich die Abschlusstabelle nach neuesten Recherchen wie im obigen Kästchen ersichtlich darstellte. Es fehlten drei Partien mit Beteiligung des FC Viktoria 1901 Forst, die nicht mehr ausgetragen wurden. Wie sich daraus in der Sommerpause

1926 erneut ein kleineres Politikum entwickelte, kann man dann am Ende dieses Berichtes nachlesen. Rein theoretisch hätte Forst alle drei Spiele verlieren können, dann wäre der Cottbuser FV 1898 Niederlausitzer Bezirksmeister geworden. Aufgrund der Dominanz Viktorias zu dieser Zeit kam aber nicht wirklich jemand auf die Idee, diesen Gedankengang überhaupt ernsthaft aufzugreifen. So einigte man sich am Ende darauf, dass es in dieser Saison offiziell keinen Niederlausitzer Titelträger gab.

Der Gau Senftenberg startete mit seinen drei Ligen am 20.09.1925 in die neue Spielzeit. Der FC Alemannia Großräschen begann mit einem 2:2-Unentschieden daheim gegen den VfB Klettwitz 1913. Es folgten Siege zu Hause gegen den VfB Senftenberg (7:1!!!), bei Viktoria Costebrau (4:1) und ein Unentschieden in heimischen Gefilden gegen den BV Zschipkau. Nach einem erneut deutlichen 9:2-Erfolg bei Eintracht Welzow führte man zur Halbserie die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem VfB Klettwitz und dem BV Zschipkau an. Nach dem der FC Alemannia Großräschen die Heimpunkte gegen die SpVgg Eintracht Welzow, die kurz darauf ihre Mannschaft vom Spielbetrieb zurückzogen und somit automatisch Letzter wurden, kampflos gewann, ging das Spitzenspiel beim VfB Klettwitz 1913 am 15.11.1925 mit 2:4 verloren. Dieser Nackenschlag wirkte sichtlich nach und nur eine Woche später musste man beim VfB Senftenberg eine klare 1:6-Niederlage einstecken. Damit war der Gaumeistertitel auch für diese Saison in weite Ferne gerückt. Nach diesem Spieltag setzte der harte Winter ein und ließ das Senftenberger Kohlerevier zu Eis erstarren. In den Monaten Dezember und Januar ging fußballtechnisch gar nichts. Erst am 31.01.1926 fand die Partie Costebrau gegen Klettwitz statt, wo Letztgenannte mit einem 6:2-Erfolg den Grundstein zur Meisterschaft legten. Der FC Alemannia Großräschen errang nach der Winterruhe noch einen 6:2-Heimerfolg über Viktoria Costebrau, musste sich dann aber beim BV Zschipkau mit 2:3 geschlagen geben. Dadurch reichte es „nur“ zum zweiten Abschlussrang, was der „Senftenberger Anzeiger" in seiner Rückschau

entsprechend kritisch beleuchtete. In der anschließenden Endrunde der Gaumeister, wo der Relegationsgegner des SC Hertha 1915 Hörlitz ermittelt wurde, kassierte der VfB Klettwitz 1913 klare Niederlagen gegen den VfB Weißwasser (auswärts 0:4), und Fortuna Forst (zu

Hause 0:3). Da die beiden siegreichen Konkurrenten im direkten Vergleich nur 0:0-Unentschieden spielten, kam es am 09.05.1926 in

Cottbus zum Entscheidungsspiel. Hier setzte sich der VfB Weißwasser mit 3:1 gegen Fortuna Forst durch und avancierte so zum

Relegationsgegner von Hertha Hörlitz. Bereits beim ersten Spiel am 13.06.1926 in Hörlitz machten die Weißwasseraner Nägel mit Köpfen und gewannen mit 3:1. Auch die zweite Partie eine Woche später sah den gleichen Gegner mit dem selben Ergebnis siegreich. Somit beendete der VfB Weißwasser seinen Kampf durch die Qualifikationsmühlen erfolgreich und stieg zur Bezirksliga Niederlausitz auf, während der SC Hertha 1915 Hörlitz den bitteren Gang in die Gauliga Senftenberg zurückgehen musste.

In der ersten Gauklasse gab es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem renomierten SV Hoyerswerda 1919 und der wie Phönix aus der Asche emporgestiegenen SVgg 1924 Annahütte. Zum Abschluss belegten beide Vereine punktgleich die Spitze, was zur damaligen Zeit stets ein Entscheidungsspiel bedeutete, da das Torverhältnis noch keine Anwendung fand. So standen sich beide Rivalen am 18.04.1926 auf dem Alemannia-Sportplatz in Großräschen erneut gegenüber. Diesmal siegte die Erfahrung und Hoyerswerda setzte sich souverän mit 4:1 gegen Annahütte durch. Bei dem nun folgenden Liga-Befähigungsspiel kam es zu einem Kuriosum. Eigentlich sollte die Partie am 16.05.1926 auf dem VfB-Platz in Senftenberg angepfiffen werden, aber Eintracht Welzow reiste nicht an, da sie keine Mannschaft voll bekamen. Somit kehrte der SV Hoyerswerda 1919 nach einjähriger Abstinenz in die Gauliga zurück, während Welzow in die 1. Gauklasse abstieg. Die personelle Misere in Welzow sorgte dann für einen Vereinszusammenschluss. Am 12.06.1926 fusionierten die SpVgg Eintracht Welzow und der TV „Gut Heil“ Welzow zum neuen TuS Welzow 1892. Auch in Großräschens Nachbarort Dobristroh (heute Freienhufen) blieb das Fußballfieber erhalten. So kam es im Frühjahr 1926 (ein genaues Datum liegt leider noch nicht vor) zur Neugründung des FC 1926 Dobristroh.

Zum Schluss der Rückschau auf das Spieljahr 1925/26 werfen wir, wie versprochen, noch einmal einen Blick auf die Bezirksliga-Abschlusstabelle und hier speziell auf den SC Hertha 1915 Hörlitz. Auch diese hätten eigentlich noch ein Heimspiel gegen den FC Viktoria 1901 Forst austragen müssen. Die folgenden beiden Artikel aus dem „Senftenberger Anzeiger“, wohlgemerkt vom August bzw. September 1926, also eine Ewigkeit nach Abschluss der Serie 1925/26 und kurz vor Beginn der neuen Meisterschaft 1926/27, kann jeder nach seiner eigenen Sicht der Dinge interpretieren.

"Senftenberger Anzeiger" vom 25.08.1926:

"Senftenberger Anzeiger" vom 18.09.26:

Trainer: /

 

Spiele:

02.08.25 TS

VfB Klettwitz 1913 - Alemannia

(Sportfest SVgg 1924 Annahütte)

1:01
09.08.25 TS

VfB Klettwitz 1913 - Alemannia

(in Annahütte)

 
06.09.25 TS Alemannia - VfB Senftenberg 1910 1:6
27.09.25 MS Alemannia - VfB Klettwitz 1913 2:2
04.10.25 MS Alemannia - VfB Senftenberg 1910 7:1
11.10.25 MS SC Viktoria 1911 Costebrau - Alemannia 1:4
18.10.25 MS Alemannia - BV Zschipkau 3:3
25.10.25 MS SpVgg Eintracht Welzow - Alemannia 2:9
08.11.25 MS Alemannia - SpVgg Eintracht Welzow W. n.a.2
15.11.25 MS VfB Klettwitz 1913 - Alemannia 4:2
22.11.25 MS VfB Senftenberg 1910 - Alemannia 6:1
21.02.26 MS Alemannia - SC Viktoria 1911 Costebrau 6:2
14.03.26 MS BV Zschipkau - Alemannia 3:2
05.04.26 TS Alemannia - Cottbuser FV 1898 I  
11.04.26 TS Alemannia - 1. FC Guben 2:7
25.04.26 TS Alemannia - SC Viktoria 1897 Cottbus 2:1
09.05.26 TS

Alemannia - BV Zschipkau

(Pokalturnier des SC Germania 1910 Ruhland, Halbfinale)

1:0 n.V.
09.05.26 TS

SC Germania 1910 Ruhland - Alemannia

(Pokalturnier des SC Germania 1910 Ruhland, Finale)

0:2
13.05.26 TS 1. FC Guben - Alemannia 7:1
23.05.26 TS SC Spremberg 1896 - Alemannia 2:2
30.05.26 TS Alemannia - SVgg 1924 Annahütte 2:1

1

 

 

Das Spiel musste nach einem Unwetter in der 20. Minute abgebrochen werden und wurde eine Woche später an gleicher Stelle nachgeholt.

2

 

 

Die SpVgg Eintracht Welzow trat zu diesem Punktspiel nicht an, so dass der FC Alemannia Großräschen die zwei Punkte am "grünen Tisch" gewann.

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SC Vorwärts Großräschen

Liga: 16. Kreis, 7. Bezirk, 1. Klasse

 

Die Berichterstattung über den Arbeitersport blieb auch in der Saison 1925/26 äußerst lückenhaft. Aus den wenigen Informationen kann man herauslesen, dass es im Kreis eine Strukturrreform gegeben haben muss, denn es war in einem Kurzartikel des „Senftenberger Anzeigers" von 7 Bezirken (bisher 4) die Rede. In eben diesen 7. Bezirk wurde der SC Vorwärts Großräschen nach seinem Aufstieg eingegliedert und spielte gleich eine sehr gute Rolle. Am Ende musste man sich lediglich dem Dauer-Meister dieser Zeit, dem SC Hertha Finsterwalde, geschlagen geben. Anders als in den Vorjahren spielten die Bezirksmeister ihren Sieger diesmal wohl im Pokalmodus aus. Auch hier liegen leider noch keine weiteren gesicherten Informationen vor. Wahrscheinlich gewann der TuS Süden Forst, als Forster Bezirksmeister, das Endspiel gegen den Ersten des 5. Bezirkes, den SC Borussia Welzow, mit 4:1. Als Kreismeister schaffte es der TuS Süden Forst dann über die Zwischenstation (Halbfinale) FT Stettin-Nemitz (10:1) ins Ostdeutsche Verbandsmeisterschaftsfinale und besiegte dort am 25.04.1926 in Königsberg die FFVgg Ponarth mit 3:2 n.V. Auch in der Vorrunde zur Bundesmeisterschaft blieb man zunächst siegreich (2:0 am 09.05.1926 in Nürnberg gegen St. Leonhard-Schweinau) und traf somit am 29.05.1926 in Dresden im Finale auf den Gastgeber Dresdner SV 1910. Vor immerhin 12000 Zuschauern hatte man dem neuen Meister aber nur wenig entgegenzusetzen und verlor klar mit 1:5. Dennoch konnte man mit dem Finaleinzug ein starkes Signal an die deutsche Konkurrenz setzen, dass mit den Niederlausitzer Arbeiterfußballern zu rechen ist.

Ein besonderen Leckerbessen präsentierte der SC Vorwärts Großräschen der hiesigen Arbeiterschaft noch am 13.06.1926. Da gastierte nämlich der mehrmalige Deutsche ATSB-Meister VfL Leipzig-Stötteritz in Großräschen. In einem hochklassigen Spiel musste der Gastgeber zwar die erwartete Niederlage (4:8) hinnehmen, konnte gegen den übermächtigen Gegner aber immerhin auch vier eigene Treffer erzielen. Sicherlich ein großes sportliches Ereignis in der damaligen Zeit. Hier noch der Spielbericht zu dieser Partie:

Trainer: /

 

Spiele:

26.07.25 TS

Vorwärts - Sportfreunde Dresden

(zum Gedenktag der Arbeiter-Olympiade)

2:3
26.07.25 TS

Vorwärts - Dresden-Cotta

(zum Gedenktag der Arbeiter-Olympiade)

6:1
02.08.25 MS Vorwärts - TuS Sturm Annahütte 6:2
09.08.25 MS SC Neu-Hellas Finsterwalde - Vorwärts 1:5
18.10.25 MS Vorwärts - SC Neu-Hellas Finsterwalde 3:2
25.10.25 MS Vorwärts - SC Hertha Finsterwalde  
14.02.26 TS Vorwärts - SC Vorwärts 1919 Petershain  
09.05.26 TS

Vorwärts - Neuköllner FC Berolina 23

(Sportfest SC Vorwärts Großräschen)

 
23.05.26 TS Vorwärts - SpVgg Penzig  
30.05.26 TS Vorwärts - SC 1909 Leipzig  
13.06.26 TS Vorwärts - VfL Leipzig-Stötteritz 4:8

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Statistiken und Spielberichte

FC Alemannia Großräschen

Testspiel anlässlich des Sportfestes in Annahütte am 02.08.1925

VfB Klettwitz 1913 - FC Alemannia Großräschen 1:0*

* Das Spiel musste aufgrund eines Unwetters in der 20. Minute abgebrochen werden und wurde eine Woche später in Annahütte weitergeführt.

 

Es wird sofort zum zweiten Spiel geschritten, das Klettwitz Liga und Räschen Liga zusammenbringt. Beide Mannschaften spielen reichlich nervös und es gelingt den Klettwitzern bis zur 20. Minute ein Tor vorzulegen; da muss das Spiel wegen des einsetzenden starken Regens abgebrochen werden. Der wolkenbruchartige Regen durchsetzt in kurzer Zeit den ganzen Spielplatz, sodass es fraglich erscheint, ob überhaupt noch weiter gespielt werden kann. Die beiden Mannschaften einigten sich dann schließlich dahin, am kommenden Sonntag, 9. d. M., um 2 Uhr in Annahütte dieses Spiel unter Anrechnung der Spielzeit und des Resultats zu Ende zu spielen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen: /

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

FC Alemannia:

 

Wiederholungsspiel der abgebrochenen Partie in Annahütte am 09.08.1925

VfB Klettwitz 1913 - FC Alemannia Großräschen

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 05.09.1925

FC Alemannia Großräschen - VfB Senftenberg 1910 1:6

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: 

 

FC Alemannia:

 

1. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 20.09.1925

SpVgg Eintracht Welzow - FC Alemannia Großräschen ausgef.

2. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 27.09.1925

FC Alemannia Großräschen - VfB Klettwitz 1913 2:2 (2:1)

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Pawlick (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

P. Kurzawa - R. Jurk, W. Kretschmar - H. Lange, Ku. Keipus, W. Sawall - P. Zschiek, P. Rentsch, Ka. Keipus, H. Kschiwan, P. Drogula

3. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 04.10.1925

FC Alemannia Großräschen - VfB Senftenberg 1910 7:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

4. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 11.10.1925

SC Viktoria 1911 Costebrau - FC Alemannia Großräschen 1:4

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

5. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 18.10.1925

FC Alemannia Großräschen - BV Zschipkau 3:3

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Nachholespiel vom 1. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 25.10.1925

SpVgg Eintracht Welzow - FC Alemannia Großräschen 2:9

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

6. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 01.11.1925

FC Alemannia Großräschen ===> spielfrei!!!

7. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 08.11.1925

FC Alemannia Großräschen - SpVgg Eintracht Welzow Welzow n.a.*

* Das Spiel wurde mit 0:0 Toren und 2:0 Punkten für den FC Alemannia Großräschen als gewonnen gewertet.

8. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 15.11.1925

VfB Klettwitz 1913 - FC Alemannia Großräschen 4:2 (1:2)

Beide Mannschaften lieferten sich in Klettwitz das fällige Punktspiel. Der Platz war durch den am Vormittag gefallenen Schnee etwas aufgeweicht, trotzdem aber sonst gut spielfähig. Beide Mannschaften vollzählig. Klettwitz in stärkster Aufstellung. Bei Räschen fehlt der Mittelläufer Lehmann, dessen Fehlen sich im Verlaufe des Spieles sehr bemerkbar machte. Mit dem Anstoß liegt Alemannia sofort in Front. Sehr scharfe Schüsse werden unter "Torrufen" an die Latte gesetzt. Das Spiel Alemannia's ist auf Menne Kschiwan zugeschnitten. Selbiger leitet schöne und gefährliche Angriffe ein. Kl. die Lage erkennend, deckt "Menne" scharf ab, kann es aber nicht verhindern, dass er trotzdem einige gute Schüsse auf den Laden knallt. Kl. ist langsam munter geworden und gewinnt an Boden. A. Verteidigung bekommt harte Arbeit, doch vorerst wird diese restlos erledigt. Wieder hat auf der Gegenseite "Menne" das Leder erwischt, geht durch, gibt zur Mitte, die unhaltbar verwandelt. Räschen führt 1:0. Nach Wiederanstoß ist A. sofort wieder vor Hamaus Kasten, doch klärt er sicher. Kl. gewinnt immer mehr an Terrain und liegt jetzt dauernd vor A. Heiligtum. Vom Kl. Innensturm werden die denkbar schönsten Sachen ausgelassen. Eine zeitlang sieht man jetzt Mittelfeldspiel. Beiderseits sind die Verteidigungen auf der Höhe. Langsam aber sicher gewinnt die Kl. Läuferreihe die Oberhand, wogegen bei den Großräschener Läufern Lange versagt. Klettwitz Mittelläufer legt seinen Außenstürmern immer und immer wieder die Bälle gut vor, wodurch gefährliche Situationen vor A. Tor entstehen. Endlich wird der Ausgleich geschaffen. Kl. Rechtsaußen gibt eine schöne Flanke, die vom Linksaußen unhaltbar verwandelt wird. Noch ehe sich Kl. der Lage klar ist, hat "Menne" im vollen Lauf ein zweites Tor erzielt. Wieder führt Räschen. Mit 2:1 für A. werden die Seiten gewechselt. Nach 5 Minuten Pause geht der Kampf weiter. Kl. dreht sofort mächtig auf und sitzt andauernd in A.'s Hälfte. Kl. Linksaußen erzielt mit schönem Schuss den Ausgleich. Nun ist A. geschlagen. Die Kl. Läufer haben sich die Oberhand erkämpft und füttern ihren Sturm mit guten Vorlagen. Durch gutes Nachsetzen erzielt Halbrechts vom V.f.B. das dritte Tor. Jurk in A. Verteidigung kämpft mit einem Löwenmut, um sich der vielen Angriffe zu erwehren. Zum Teil gelingt es ihm im Verein mit dem Tormann. Kl. erringt eine Ecke, die vom linken Läufer eingeköpft wird. Damit ist der Sieg und die Punkte sichergestellt, denn bis zum Schluss ereignet sich nichts mehr. Beide Mannschaften gaben ihr Bestes, soweit es der aufgeweichte Boden zuließ. Der Schiedsrichter war gut.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

0:1

1:2 Kschiwan, H.

 

Zuschauer: 100


Schiedsrichter: W. Blumberg (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

P. Kurzawa - R. Jurk, W. Kretschmar - P. Rentsch, R. Homann, H. Lange - P. Drogula, H. Kschiwan, Ka. Keipus, K. Otto, P. Zschiek

9. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 22.11.1925

VfB Senftenberg 1910 - FC Alemannia Großräschen 6:1

Die Spiele am Sonntag brachten durchweg Überraschungen. Die Sensation spielte sich auf dem V.f.B. Platz in Senftenberg ab. Hier musste Alemannia seine Meisterschaftshoffnungen ein für allemal begraben. Trotzdem Alemannia Räschen in stärkster Aufstellung antrat, mussten sie von den Bewegungsspielern sechs muntere Sachen mit nach Hause nehmen. Bei Räschen langte es nur zu einem Ehrentor. In der Senftenberger Mannschaft wirkte erstmals ein neuer halblinker Stürmer mit, durch den die Mannschaft ziemlich gewonnen hat.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

10. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 29.11.1925

FC Alemannia Großräschen - SC Viktoria 1911 Costebrau ausgef.

11. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 06.12.1925

BV Zschipkau - FC Alemannia Großräschen ausgef.

Nachholespiel vom 10. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 24.01.1926

FC Alemannia Großräschen - SC Viktoria 1911 Costebrau ausgef.

Nachholespiel vom 10. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 21.02.1926

FC Alemannia Großräschen - SC Viktoria 1911 Costebrau 6:2 (3:1)

Ein Spiel von weittragender Bedeutung fand in Räschen statt. Alemannia hatte Viktoria Costebrau als Gast und musste, um noch bei der Meisterschaft mitreden zu können, unbedingt gewinnen. Dies gelang den Räschenern denn auch, indem sie Viktoria in überlegenem Stil mit 6:2 abfertigten. Bei der Pause stand der Kampf bereits 3:1. Viktoria musste leider für den verletzten Kerstan Ersatz einstellen, worunter die Mannschaft sichtlich zu leiden hatte. Alemannia dagegen hatte seine komplette Mannschaft zur Stelle. Das Spiel selbst war äußerst flott, ruhig und fair und wurde von Pawlick (V.f.B. Senftenberg)einwandfrei geleitet.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter: Pawlick (Senftenberg)

 

FC Alemannia:

 

Nachholespiel vom 11. Spieltag der Gauliga Senftenberg am 14.03.1926

BV Zschipkau - FC Alemannia Großräschen 3:2 (3:1)

Eine ansehnliche Zuschauermenge umsäumte den Kampfplatz, als der Schiedsrichter das mit Spannung erwartete Spiel anpfiff. Schon nach 7 Min. konnte Zsch. durch Jackisch, der den Ball wunderschön über den Kopf zog, das 1. Tor erzielen. Räschen kam in der ersten Halbzeit nicht auf. Alle Angriffe versteht die Zsch.-Verteidigung meisterhaft zu scheitern. Z. spielt in der 1. Halbzeit vollständig überlegen und brachte es innerhalb 30 Minuten zu 2 weiteren Toren. Mit 3:0 geht es in die Halbzeit. Für Räschen heißt es jetzt mindestens Ausgleich herbeizuführen und somit entspann sich ein heißer und temperamentvoller Kampf. Durch den gefährlichen Halblinken, der einen Langschuss anbrachte, der aber unbedingt gehalten werden musste, brachte es Rä. zum 1. Tor. Brenzliche Situationen zeigten sich vor dem Rä. Tor; mehreremals griff der Tormann erfolgreich im Spiel ein. Das 2. Tor erzielte R., indem sie den Tormann, der den Ball etwas spät bekam und nicht Zeit hatte, denselben abzuschlagen, über die Torlinie drückten. Z. hatte sich anscheinend in der 1. Halbzeit zu sehr verausgabt, sodass es zu einem Tor in der 2. nicht mehr langte. Oder waren hieran die Umstellung in der Mannschaft schuld? Rä. vermochte auch nicht den Ausgleich zu schaffen und so blieb es bei dem obigen Resultat. (Eckenverhältnis 10:5 für Zschipkau.)

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 05.04.1926

FC Alemannia Großräschen - Cottbuser FV 1898 I

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 11.04.1926

FC Alemannia Großräschen - 1. FC Guben 2:7

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 25.04.1926

FC Alemannia Großräschen - SC Viktoria 1897 Cottbus 2:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Turnier des SC Germania 1910 Ruhland - Halbfinale am 09.05.1926

BV Zschipkau - FC Alemannia Großräschen 0:0; 0:1 n.V.

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Turnier des SC Germania 1910 Ruhland - Finale am 09.05.1926

SC Germania 1910 Ruhland - FC Alemannia Großräschen 0:2

Die Spiele in Ruhland nahmen folgenden Verlauf. Alemannia Räschen Liga schlug Ballspiel-Verein Zschipkau Liga, allerdings in der Verlängerung, mit 1:0. Germania Ruhland konnte über Bockwitz 08 einwandfrei mit 3:0 triumphieren. Darauf spielten Germania Ruhland 2 und Ballspiel-Verein 1. Die Zschipkauer gewannen sehr hoch mit 7:0. Im Anschluss daran fand das Entscheidungsspiel zwischen Germania Ruhland und Alemannia Räschen statt, das letztere mit 2:0 gewannen und somit in den Besitz eines wertvollen silbernen Pokals kamen.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschützen:

0:1

0:2

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 13.05.1926

1. FC Guben - FC Alemannia Großräschen 7:1

Am Himmelfahrtstag weilte Alemannia Räschen in Guben, um dem Ersten Fußballclub Guben das fällige Rückspiel zu liefern. Mit einer 7:1 Packung konnten die Räschener die Heimreise antreten.

 

Quelle: Senftenberger Anzeiger

 

Torschütze:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 23.05.1926

SC Spremberg 1896 - FC Alemannia Großräschen 2:2

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Testspiel am 30.05.1926

FC Alemannia Großräschen - SVgg 1924 Annahütte 2:1

Torschützen:

 

Zuschauer:


Schiedsrichter:

 

FC Alemannia:

 

Schiedsrichter gesucht!

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